Kontakt
Büro für Vorstandsangelegenheiten
Leiter: Dr. Philipp W. Hildmann
Tel.: 089 1258-348 | Fax: -375
E-Mail: hildmann@hss.de
Publikationen
Aktuelle Veranstaltungen
Hanns-Seidel-Stiftung begrüßt die Wahl Christian Wulffs

- Christian Wulff
Die 14. Bundesversammlung hat Christian Wulff in das höchste Amt des Staates gewählt. Mit der Annahme seiner Wahl am 30. Juni 2010 folgt der vormalige Ministerpräsident Niedersachsens damit Horst Köhler als 10. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Mit 625 Stimmen erhielt er im dritten Wahlgang die absolute Mehrheit. Er steht mit seinen bewegten Wahlgängen in guter demokratischer Tradition eines Gustav Heinemann und eines Roman Herzog. Am 2. Juli wurde Christian Wulff in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat im Plenarsaal des Reichstages vereidigt.
In bewegten Zeiten hat unser Land damit einen Mann mit reicher politischer Erfahrung an der Spitze. Christian Wulff hat in der Vergangenheit immer wieder Kompetenz und die Fähigkeit zum Ausgleich bewiesen. Die vor uns liegenden Aufgaben verlangen große Anstrengungen. Der neue Bundespräsident bringt alle Voraussetzungen mit, diese mit der notwendigen Balance aus kritischer Distanz, Überparteilichkeit, Umsicht und Besonnenheit anzugehen. Er war der Kandidat der christlich-liberalen Koalition. Nun wird er als unabhängige Instanz der Bundespräsident aller Deutschen sein. Noch am Wahlabend hat er versprochen, sich künftig für die innere Einheit des Landes einzusetzen. „Wenn wir gemeinsames Leben in Frieden und Freiheit gedeihen lassen wollen“, so Wulff wörtlich, „brauchen wir jeden in unserem Land.“

- Hans Zehetmair
Hans Moritz, Redaktionsleiter vom Erdinger Anzeiger/Dorfener Anzeiger, befragte Dr. h.c. mult Hans Zehetmair, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung und Staatsminister a.D., zur Wahl:
Herr Zehetmair, hätten Sie mit drei Wahlgängen gerechnet?
Um ehrlich zu sein, ich habe damit gerechnet. Denn vor allem aus dem Osten der Republik gab es auch in der CDU Wahlleute, die aus ihrem Schwanken zwischen Christian Wulff und Joachim Gauck keinen Hehl gemacht haben. Es waren ja auch zwei sehr interessante Kandidaten.
Sind Angela Merkel und die schwarz-gelbe Koalition in Berlin durch diesen Ablauf beschädigt?
Wenn man sich frühere Bundespräsidenten-Wahlen anschaut, dann sind drei Wahlgänge gar nicht so außergewöhnlich. Ich erinnere nur an Gustav Heinemann oder Roman Herzog. Es war im aktuellen Fall ja bekannt, dass man sich einen Fingerzeig erlauben kann. Der Begriff der Beschädigung geht also meines Erachtens zu weit, aber als Aufruf an die Verantwortlichen, mehr Geschlossenheit zu zeigen, kann man die abweichenden Stimmen durchaus interpretieren.
Glauben Sie, dass Christian Wulff der richtige Bundespräsident für Deutschland ist?
Ich bin überzeugt, Herr Wulff wird für dieses Land ein sehr guter Bundespräsident sein. Das meine ich auch im direkten Vergleich mit Joachim Gauck. Der unerwartete Rücktritt von Horst Köhler hat ja gezeigt, dass eine gewisse politische Erfahrung auch für dieses Amt sinnvoll ist. Ich gebe aber zu, dass Herr Wulff noch sehr jung ist. Mir wäre es lieber gewesen, er wäre noch einige Jahre Regierungschef in Niedersachsen geblieben, ehe er Bundespräsident wird.

Themen
