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Referat III/9 Europa-, Außen- und Sicherheitspolitik
Erich J. Kornberger
Tel.: 089 1258-493 |  Fax: -338
E-Mail: kornberger@hss.de

Publikationen

Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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München, Konferenzzentrum

US Pivot towards Asia? Will Obama´s Second Term Bring New Developments?

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99. Weiterbildungstagung für hauptamtliche Jugendoffiziere

Die hauptamtlichen Jugendoffiziere tagten im Konferenzzentrum München.

Die Jugendoffiziere der Bundeswehr leisten einen wichtigen Beitrag, um Zielgruppen wie Lehrern, Referendaren, Studenten und Schülern Sicherheitspolitik zu erklären und die Ziele deutscher und internationaler sicherheitspolitischer Interessen zu verdeutlichen. Vom 30. März bis 1. April 2010 fand im Konferenzzentrum München der Hanns-Seidel-Stiftung die 99. Tagung der hauptamtlichen Jugendoffiziere der Bundeswehr statt.

Oberst Rainer Senger vom Zentrum Innere Führung in Koblenz stellte seine Institution vor und erläuterte deren Aufgaben. Die Bedeutung der Inneren Führung verdeutlichte er auch dadurch, dass zukünftig jeder angehende Einheitsführer einen zentralen Cheflehrgang am „Zentrum Innere Führung“ als Voraussetzung für seine anspruchsvolle Tätigkeit erhalten wird. Oberst i.G. Udo Schnittker, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Presse- und Informationsstab des Verteidigungsministeriums in Berlin, verdeutlichte die Wichtigkeit öffentlicher und medienwirksamer Auftritte und Veranstaltungen der Bundeswehr, um bei der Bevölkerung mehr als nur „wohlwollendes Desinteresse“ für die Bundeswehr hervorzurufen.

Der Bundestagsabgeordnete Florian Hahn (CSU), Mitglied im Verteidigungsausschuss, zeigte die Planung und den aktuellen Sachstand zum Thema Wehrpflicht in Deutschland auf. Ausgehend vom Modell „W 6“ erläuterte er authentisch die Vor- und Nachteile einer solchen Verkürzung des allgemeinen Wehrdienstes. Generell, so Hahn, könne er persönlich sehr gut mit dieser Entscheidung leben.

Richard Asbeck, langjähriger Projektleiter der Hanns-Seidel-Stiftung für Afghanistan und Pakistan, stellte das Projekt der Stiftung in Pakistan vor und erläuterte die Problematiken in diesem Land. Der Referent betonte, dass der ISAF-Einsatz unabdingbare Voraussetzung für eine Befriedung Afghanistans und die Stabilität in dieser Region ist.

Winfried Nachtwei (Bündnis 90/Grüne) ging auf die Sicherheitslage in Afghanistan ein. Seine Darstellung des zeitlichen Verlaufs des ISAF-Einsatzes unterstrich er mit der Aussage, dass der alleinige Blick auf Afghanistan zu kurz gefasst sei. Für die richtige Beurteilung der Lage und für die Befriedung des Landes muss auch Pakistan in die Betrachtung einbezogen werden. Ein regionaler Ansatz ohne Pakistan ist aus Sicht Nachtweis nicht möglich. Mit der neuen Vorgabe des ISAF-Kommandierenden, General McChrystal, nämlich „Schutz der Bevölkerung“ erhöhte sich gleichzeitig die Zahl der militärischen ISAF-Opfer. Ebenso ist eine deutliche Zunahme von Gefechtssituationen zu verzeichnen. Lokale vertrauensbildende Maßnahmen, die Einbindung der Dorfältesten und der Bevölkerung, der rasche Aufbau der afghanischen Armee sowie der Polizei und der Sicherheitskräfte sind dringend erforderlich.

Hans-Joachim Zimmermann berichtet von seinen Einsatz-Erfahrungen

Hans-Joachim Zimmermann, Leiter eines „Operational Mentoring  and „Liason Teams“ (OMLT) in Afghanistan, erläuterte die Schwierigkeiten seiner Tätigkeit.  Der langfristige positive Effekt einer solchen Ausbildung von Einheiten der afghanischen Armee sei jedoch bereits jetzt zu erkennen. Eine selbstständige Operationsführung ist Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Sicherheitsgefüge in Afghanistan.

Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag, Elke Hoff, zeigte neue Strategien und Konfliktlösungsmodelle für Afghanistan auf. Hierbei handelte es sich um keine neuen Konzepte, sondern bereits bekannte und Erfolg versprechende Strategien.

Kapitän zur See Hans-Joachim Liedtke vom Streitkräfteamt stellte abschließend neue Ansätze zur Präsentation der Bundeswehr in den neuen Medien vor. In Rahmenverträgen mit „YouTube“, „Sky Channel“, „Deutsche Welle“ u.Ä. wird weltweit ein Netzwerk für „bwtv“ zur Verfügung gestellt. Ziel: Erreichen neuer Zielgruppen, Jugendlicher und junger Erwachsene sowie Steigerung der Attraktivität der Bundeswehr über diese medienwirksamen und modernen Präsentationstechniken.