Kontakt

Referat II/4 Bildung und Erziehung
Paula Bodensteiner
Tel.: 089 1258-264 | Fax: -469
E-Mail: bodensteiner@hss.de

Publikationen

Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
Schutzgebühr: Keine
Download der Publikation
Diese Publikation bestellen

Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
Schutzgebühr: Keine
Download der Publikation
Diese Publikation bestellen

Aktuelle Veranstaltungen

Dienstag, 22. Januar 2013

Krumbach

Profi mit Handy, Internet und Medienrecht

Dienstag, 22. Januar 2013

München

Eurokrise / Währungskrise

Dienstag, 22. Januar 2013

München, Konferenzzentrum

US Pivot towards Asia? Will Obama´s Second Term Bring New Developments?

Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

Meine HSS

Seite hinzufügen
löschen
 

Vertrautheit und Fremde - auf dem Weg nach Europa

Johann Lippet, Christine Riedl-Valder, Horst Samson und Bernhard Setzwein
Blick ins Auditorium
Eintrag ins Goldene Buch: (v.l.) Josef Hauser, 2. Bürgermeister von Beratzhausen, Johann Lippet, Bernhard Setzwein, Ursula Männle, Michael Eibl, Horst Samson

Die Europagemeinde und das Kuratorium Europäische Kulturarbeit e.V. laden bereits seit 19 Jahren zu einem internationalen Kunstsymposium ein. Das „Modell Beratzhausen“ versteht die Kunst als „Katalysator“ der europäischen Integration. In diesen drei Wochen des Symposiums werden sieben europäische Bildhauer aus fünf Ländern einen friedlichen „künstlerischen Wettstreit“ austragen. Die dabei geschaffenen Steinskulpturen sollen im öffentlichen Raum das „Freilichtmuseum“ des Ortes auf 40 Kunstwerke erweitern. Die internationale Künstlergemeinschaft und die Ortsteile des Marktes Beratzhausen werden in diesen Tagen zu einem kleinen Modell für das große Europa, in dem Menschen verschiedener Nationen sich näher kommen.

Die Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Symposium (5. bis 24. Juli 2010) unter dem Motto "Kunst - Natur - Dörfer in einem friedvollen Europa",  zu der die Hanns-Seidel-Stiftung zusammen  mit dem Kuratorium Europäische Kulturarbeit Beratzhausen am 25. Juni 2010 eingeladen hatte,  wollte mit den Autoren Horst Samson, Johann Lippet und Richard Wagner aus dem renommierten „Banater Literatenkreis“ und dem Oberpfälzer Bernhard Setzwein, der die Länder Osteuropas als Reisender erlebte, auf das Thema „friedvolles Zusammenleben in Europa“ aus der Sicht von „Migranten“ und „Einheimischen“ aufmerksam machen.

Kulturreferent Michael Eibl skizzierte in seiner Begrüßung das „Modell Beratzhausen“ als aktive Europagemeinde. Er wies auf die Bedeutung der seit 19 Jahren, im Dreijahresturnus, stattfindenden internationalen Kunstsymposien hin, die mit bereits 40 modernen Kunstwerken in der Gemeinde ihren Niederschlag finden. Deshalb komme Beratzhausen auf eine enorme Kunstwerkdichte, pro 100 Einwohner ein modernes Kunstwerk! Da zum Bereich Kunst auch die Literatur gehöre, sei ihr heuer beim Kunstsymposium zum ersten Mal eine eigene Veranstaltung gewidmet.

Von den Kunstwerken im Skulpturenpark und dem Engagement der Gemeinde zeigte sich die stellvertretende Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung und Staatministerin a.D., Prof. Ursula Männle, bei ihren Grußworten beeindruckt. Sie betonte die Bedeutung der Kunst und Kultur zur Völkerverständigung und wie wichtig diese Themen für das Zusammenwachsen Europas seien. „Europa kann nur von unten her wachsen und zu einer wirklichen Gemeinschaft werden. Das „Modell Beratzhausen“ braucht Nachahmer, es muss bekannt gemacht werden.“

Der Podiumsdiskussion ging ein Impulsreferat von Horst Samson voraus. In seinen Ausführungen bot er eine Fülle der verschiedensten Assoziationen und Bilder von Europa und über den Begriff „Heimat“.

Fokus der Diskussion war das Phänomen „Heimat“ sowohl aus der Sicht von Menschen, die ihre Heimat verließen und anderswo „heimisch“ wurden als auch von einem Vertreter, der sich als Reisender auf den Weg machte, um die Fremde zu erfahren. Dabei wurde für die partnerschaftliche Verständigung und das Zusammenleben der verschiedenen Völker in einem gemeinsamen „Haus Europa“ die Bedeutung von Sprache und einem gegenseitigen kulturellen Verständnis deutlich. Die Thematisierung der Begriffe „Heimat und Vertrautheit“ versus „Fremde und Nicht-Vertrautheit“ regte zu einer lebhaften Diskussion an.

Programm 25. Juni 2010
Vortrag Horst Samson "Heimat als Versuchung"