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Referat III/5 Recht, Geschichte und Kultur
Dr. Birgit Strobl
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Zuwanderung der Bayern – Zuwanderung in Bayern
Die heute so tief empfundene Identität der Bayern beruhte schon in den Anfängen des bayerischen Stammes auf einem Völkergemisch. "Die Bayern sind kein einheitlicher Stamm. Hier wurden verschiedene Stammessplitter vereinigt.", so der Referent Prof. Dr. Reinhard Heydenreuter im Rahmen eines Seminars zur Landesgeschichte vom 6. bis 9. April 2010 in Wildbad Kreuth.
Diese Information half den Teilnehmern, als der Blick auf die heutigen Probleme der Zuwanderung und Integration in Bayern geworfen wurde. Hierzu sprach der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Martin Neumeyer, der dieses Ehrenamt mit Überzeugung und Engagement bekleidet.
Die Bedeutung von Kenntnissen in deutscher Sprache erläuterte Senem Özkul, Promotionsstudentin an der LMU München und Promotionsstipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung, beim abendlichen Kamingespräch. Sie erzählte eindrucksvoll und plastisch, welche Schwierigkeiten am Anfang ihres Aufenthaltes in Bayern durch mangelndes Verstehen verursacht worden waren.
Wieder in die Vergangenheit ließen die Teilnehmer sich am nächsten Tag entführen. Der Leiter des "kelten römer museum manching", Dr. Wolfgang David, stellte die Kelten und das keltische Oppidum in Manching vor. Hierbei handelt es sich um eine der bedeutendsten keltischen Stätten Europas, die bis in das 19. Jahrhundert von der Bevölkerung irrtümlich als „Römerwall“ bezeichnet wurde. Auch hier ist anhand von Ausgrabungen zu erkennen, dass zu dieser Zeit bereits reger Handel und Austausch mit Bewohnern der Mittelmeerregionen stattfand.
Die Exkursion am Nachmittag verdeutlichte dies: Dr. Brigitte Haas-Gebhard, Archäologin und Kuratorin der Ausstellung „Karfunkelstein und Seide – neue Schätze aus Bayerns Frühzeit“, die derzeit in der Archäologischen Staatssammlung in München gezeigt wird, konnte bei den Ausgrabungen in Unterhaching ebenfalls auf italienische Einflüsse stoßen.
Den Abschluss der Woche bildete ein Vortrag von Dr. Otfrid Pustejovsky, Historiker und Buchautor, der anhand einer beeindruckenden und ergreifenden Fülle von originalem Anschauungsmaterial seine Aussiedlung aus der Tschechoslowakei am 20. September 1946 schilderte.

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