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Referat III/6 Familie, Frauen, Senioren, Religion und Gesellschaft, Integration
Dr. Bok-Suk Ziegler
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Aktiv im Ruhestand
Nach der Statistik der demographischen Entwicklung in Deutschland wird in Zukunft die Bevölkerung weniger, dafür aber älter. Es gilt deshalb, älteren Menschen neue Wege für Selbst- und Mitverantwortung in der Gesellschaft aufzuzeigen. Welche Chancen und Potenziale hat man im Alter? Welche Möglichkeiten und Wege gibt es für ein ehrenamtliches Engagement? Mit diesen Fragen befasste sich am 12. April 2011 eine Veranstaltung in München.

- Ursula Männle
In ihrem Grußwort stellte Prof. Ursula Männle, MdL, fest, dass das Bürgerschaftliche Engagement ein wesentlicher Pfeiler unserer Gesellschaft sei. Ohne das freiwillige Engagement der Bürger würde unsere Gesellschaft auseinander fallen. Unser Gemeinwesen und unsere Demokratie leben davon, dass sich Menschen immer wieder neu einbringen, anstehende Aufgaben freiwillig übernehmen sowie gemeinsam Ideen entwickeln und voranbringen. Geborgenheit, Mitmenschlichkeit, füreinander Dasein - all das lässt sich nicht staatlich verordnen, sondern setze überzeugtes Engagement von Bürgerinnen und Bürger voraus, so die stellvertretende Vorsitzende der Stiftung.
Die Münchner Psychologin Prof. Dr. Anna Schoch konstatierte, dass die Menschen in Deutschland nicht nur älter werden, sondern auch länger aktiv bleiben. Die heutige Gesellschaft bietet weitreichende Möglichkeiten zur Entwicklung und Erprobung neuer Altersbilder. Die vielfältigen Möglichkeiten zum Bürgerschaftlichen Engagement können einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration und zu einem sinnerfüllten Leben leisten. Eine besondere gesellschaftspolitische Aufgabe sei es, die Würde und die Rechte unterstützungsbedürftiger älterer Menschen auch im Lichte eines dominanten Altersbildes zu achten, das Produktivität und Aktivität im Alter betont und fordert. Die Botschaft an die Gesellschaft lautet deshalb: Die Kultur einer Gesellschaft des langen Lebens wird sich an der Achtung vor dem älteren Menschen bewähren, so die Referentin.
Nach diesem einfühlsamen, aber auch eindringlichen Vortrag von Prof. Schoch erläuterte der Sprecher der Seniorenvertretung Neuhausen-Nymphenburg Günther Mack die Möglichkeiten und Wege der ehrenamtlichen Tätigkeiten in den Kommunen, Kirchen, caritativen Institutionen und Nachbarschaftshilfe.
Wir erleben heute, dass viele ältere Menschen in guter Gesundheit, aktiv und abwechslungsreich ihr Leben gestalten. Sie nutzen die gewonnene Zeit sinnvoll für sich und andere. Und doch fürchten sich viele von uns vor dem Älterwerden. Denn immer noch verbindet die Gesellschaft mit dem Alter vor allem Bilder von Krankheit und Gebrechen. Wie wenig diese einseitige Sicht der Realität entspricht und wie vielfältig Alter heute sein kann, verdeutlichten die Podiumsteilnehmer. Alle waren im dritten Lebensabschnitt. Sie zeigten sich alle dynamisch, kompetent und engagiert - eben Vorbilder.

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