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Referat III/4 Politische Grundlagen und Grundwerte, Schule und Bildung, Regionalbeauftragte
Stefanie v. Winning
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Aktuelle Herausforderungen der Bildungspolitik
Über 20 engagierte Lehrer und Eltern beschäftigten sich vom 4. bis 6. November 2011 in Kloster Banz mit den Herausforderungen aktueller Bildungspolitik. Dr. Thomas Goppel, MdL eröffnete das Seminar mit einem Plädoyer, das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt aller Überlegungen zu stellen. Das differenzierte Schulsystem und vor allem die Zunahme der Ganztagsschule erfordert aus seiner Sicht vor allem eine Neuordnung der Lehrerbildung. Dazu ist der Bolognaprozess gut geeignet. Alle Lehrer sollten ein Grundstudium absolvieren, bei dem der erzieherische Aspekt im Vordergrund steht und zusätzlich ein Lehrfach wissenschaftlich studiert wird. Anschließend wird in einem von Staat organisierten Praxisjahr die generelle Eignung zum Lehrberuf in den verschiedenen Altersstufen getestet und die Eignung für bestimmte Altersstufen festgestellt. Darauf aufbauend kommt in einem Masterstudiengang das Zweitfach dazu und dann folgt nochmal ein Praxisjahr in der konkreten Altersstufe. Dieses völlig neue Konzept wurde sehr interessiert, aber auch kontrovers von den Teilnehmern diskutiert.
Besondere Herausforderungen für Eltern und Schule stellen die sozialen Netzwerke dar. Während für unsere Kinder Facebook bereits der normale Alltag ist, finden Lehrer und Eltern sich in dieser Welt oft nicht zurecht. Matthias Lange, ausgewiesener Social-Media-Experte, erläuterte die neuesten Trends in diesem Bereich, zeigte die Gefahren auf und warb für eine fundierte und intensive Medienerziehung. Der Schlüssel zum Erfolg ist der bewusste Umgang mit diesen Medien und der muss von jedem Kind neu erlernt werden. Elternhaus und Schule müssen bei diesem Thema intensiv zusammenarbeiten.
Über Integration an einer Brennpunktschule berichtete Sandra Frauenknecht, Lehrerin an der Mittelschule Insel Schütt in Nürnberg. Von den 500.000 Einwohnern Nürnbergs sind rund 17 Prozent Ausländer aus mehr als 150 Ländern. Rechnet man Spätaussiedler, Eingebürgerte und ihre Kinder dazu, hat rund ein Drittel der Bevölkerung einen sogenannten Migrationshintergrund. Das Zusammenleben verschiedener Kulturen, Sprachen und Nationen in einem Klassenzimmer ist eine inzwischen selbstverständliche Herausforderung für Schulen. Konkrete Beispiele aus dem Schulleben einer Nürnberger Mittelschule gaben Einblick, wie Schule einen konkreten Beitrag zur Integration leisten kann.
"Ganztags, aber richtig" thematisierte Edmund Speiseder, Schulleiter des Gymnasiums der Ursulinen-Schulstiftung Straubing und Mitglied im Bildungsbeirat des Bayerischen Philologenverband. Ausgehend von Erfahrungen und Erwartungen der Seminarteilnehmer in Hinblick auf die gebundene Ganztagesschule stellte der Referent den Ganztageszug seiner Schule vor. Am Stundenplan einer Ganztagesklasse zeigte der engagierte Schulleiter Gesichtspunkte zur Gestaltung des Rhythmisierten Stundenplans. Ein Wechsel zwischen Unterrichtstunden, Intensivierungsstunden, Arbeitsstunden, Freizeit und Neigungsgruppen erzeugen weniger Druck bei Schülerinnen, Lehrern und Eltern, so Edmund Speiseder.

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