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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Elektromobilität - Mobilität der Zukunft?

Markus Lienkamp, Dieter Witt, Glenn Schmidt, Karl Heinz Keil
Dieter Witt begrüßte für die DVWG und moderierte die Veranstaltung.

Erst kürzlich ging die Frankfurter IAA zu Ende. In Halle 4 fand die "elektromobile Zukunft" statt. Ob Opel Ampera oder Renault Twizy, die Namen sind noch nicht so geläufig. Heute sind aber bereits - manche sagen erst - rund 1.500 Elektroautos in Deutschland unterwegs. Das soll aber erst der Anfang sein. Bis 2020 sollen mindestens eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren. Die Ausgangslage scheint klar: Der weltweite Bedarf an Energie wird in den kommenden Jahrzehnten sehr stark ansteigen. CO2-Emissionen und andere Umweltbelastungen werden zunehmen, fossile Energieträger werden knapper. Wettbewerbsfähige alternative Kraftstoffe müssen entwickelt werden und die Einführung neuer, innovativer Antriebssysteme scheint unumgänglich. Mehrere Wege zum Ziel sind denkbar: weitere Optimierung der Benzin- und Dieselmotoren, Brennstoffzelle, Wasserstoff als Antrieb, verschiedene Hybridvarianten und die Elektromobilität. Dabei wird insbesondere der Elektromobilität ein besonderes Augenmerk geschenkt.

In einer Kooperationstagung mit der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG) Südbayern e.V. wurde daher im Konferenzzentrum München am 27. September 2011 über das Thema "Elektromobilität - Konzepte und Technologien für die Mobilität der Zukunft" mit je einem Vertreter aus Wissenschaft und Industrie diskutiert. Prof. Dr. Dieter Witt, stv. Vorsitzender der DVWG Südbayern und Moderator des Podiums, verwies auf das vom Bundeskabinett im Mai verabschiedete "Regierungsprogramm Elektromobilität" Dieses Programm setzt die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Elektromobilität in den kommenden Jahren. Aber ist Elektromobilität tatsächlich das Konzept und die Technologie für eine zukunftsfähige Mobilität? Geeignete Batterietechnologien und Infrastrukturaufbau sind nur zwei der vielen Herausforderungen in diesem Kontext, so Witt.

Glenn Schmidt erläuterte das Thema "Elektromobilität" aus BMW-Sicht.
MUTE - entwickelt an der TU München (Bildquelle: www.mute-automobile.de)

Glenn Schmidt, Leiter Steuerung politische Interessenvertretung der BMW Group, unterstützte diese einleitenden Thesen und nannte ebenfalls die Umweltproblematik als einen zentralen Ausgangspunkt für die Suche nach alternativen Antriebstechnologien. Er verdeutlichte aber, dass es daneben noch weitere Technologietreiber gebe: Urbanisierung, Politik, Wirtschaft, Kultur und natürlich die Kundenwünsche. Er rechnet in 2020 mit einem Neuzulassungsanteil von elektrifizierten Fahrzeugen zwischen 5 bis 15 Prozent. BMW setze dabei strategisch auf ein breites Technologiespektrum: Efficient Dynamics, also das unternehmenseigenen Maßnahmenpaket zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs, Hybrid, Wasserstoff und eben auch auch das Elektrofahrzeug. Schmidt stellte Produkte und Strategien seines Unternehmens vor, aber auch Untersuchungsergebnisse der BMW Group, wonach die Reichweiten der Elektrofahrzeuge wie z.B. die eines MINI E ausreichend sein sollen. Von der gesamten Fahrstrecke, die wir im Jahr zurücklegen, entfallen 80 % auf Fahrten im eigenen urbanen Umfeld und nur 20 % auf längere Strecken bzw. Urlaubsfahrten.

Prof. Dr. Markus Lienkamp, Leiter des Lehrstuhls für Fahrzeugtechnik an der Technischen Universität München, stellte in seinem Statement ein neuartiges Fahrzeug vor. Anfang 2010 wurde an der Technischen Universität München (TUM) die Idee entwickelt, ein optimal auf die Kundenanforderungen und den Mobilitätsbedarf der Zukunft zugeschnittenes Elektrofahrzeug neu zu entwickeln: MUTE. Innovationen aus Wissenschaft und Forschung von 20 Lehrstühlen der TU München sollen in einem Fahrzeug und in der Anbindung des Fahrzeugs in die Mobilitätsinfrastruktur, vereint werden.