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Referat III/5 Recht, Geschichte und Kultur
Dr. Birgit Strobl
Tel.: 089 1258-229 | Fax: -338
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Erlebnis Denkmal
Seit einigen Jahren findet in Bayern eine Zusammenarbeit zwischen Grundschulen und Denkmalpflegern statt. Auf zumeist ehrenamtlicher Basis engagieren sich Architekten und weitere Spezialisten für Denkmalpflege und arbeiten dabei eng mit Lehrkräften zusammen.
Die Fachtagung „Erlebnis Denkmal“, die vom 14. bis 15. Juli 2011 in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Kloster Banz stattfand, hat einer breiten Öffentlichkeit aus der Denkmalpflege und den Schulen die bayerischen Ergebnisse und Planungen vorgestellt. Verschiedenste Projekte kamen dabei zur Sprache. So werden vom Bayerischen Rundfunk, Stiftung Zuhören, multimediale Audioguides von Jugendlichen für Jugendliche produziert, die in Museen und anderen Kultureinrichtungen eingesetzt werden können.
Gefördert werden damit selbstbestimmtes Lernen sowie auch die Kreativität und der Forscherdrang. Dieses Ziel verfolgen auch andere Beispiele: In Niederbayern wurde in der Grundschule ein Fertighaus der Moderne von Richard Riemerschmid besprochen, besichtigt, vermessen, im freien Schreiben als Thema bearbeitet und in Referaten verwertet. Im weiteren Prozess entstand ein Denkmalkalender, der beim Sommerfest verkauft wurde und in der Bevölkerung regen Zuspruch fand.
In Mittelfranken untersuchten die Schüler ihr eigenes Schulhaus, das von Georg Kuch erbaut wurde und im Jugendstil entstand. In Oberbayern führte ein Projekt im Ergebnis zu einem Kirchenführer von Kindern für Kinder.
Die Beschäftigung mit Denkmälern und ihrer Geschichte führt bei Kindern und Jugendlichen zu vielfältigen Lerneffekten. Es werden die Sinne und das bewusste Wahrnehmen geschärft, die Wertschätzung des kulturellen Erbes in der Region gefördert sowie ein Gefühl, das man als „Liebe zur Heimat“ bezeichnen könnte, hervorgebracht.
Trotzdem ist es für Lehrkräfte oftmals schwierig, den Eltern gegenüber ein derartiges Schulprojekt zu vermitteln. Gerade in der 3. Klasse denken sie primär an den Übertritt ins Gymnasium und wollen keine besonderen Aktivitäten unterstützen. Dieses Problem wurde in einem Beispiel dadurch gelöst, dass die Kinder im Anschluss an einen Projekttag einen Probeaufsatz zu schreiben hatten.

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