Kontakt
Referat II/3 Wirtschaft und Finanzen
Dr. Claudia Schlembach
Tel.: 089 1258-309 | Fax: -469
E-Mail: schlembach@hss.de
Publikationen
Aktuelle Veranstaltungen
Europas Frauen in Politik - Wirtschaft - Wissenschaft
Die Hanns-Seidel Stiftung lud in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten am 25. Oktober 2011 zu der Tagung „Europas Frauen in Politik - Wirtschaft -Wissenschaft“ eine Reihe namhafter Vertreterinnen und Expertinnen ein, die sich mit Fragen, Chancen und Möglichkeiten für eine Karriere in der immer noch männerdominierten Berufswelt eingehend auseinander setzten. Frauen - sie sind ein Thema in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Fragen um Gleichberechtigung, Quoten und Fördermaßnahmen zählen zu den wenigen, die es sogar schaffen, die Eurodebatte medial in den Hintergrund zu drängen. Die große Aufmerksamkeit schafft Raum, die Diskussionen kritisch zu betrachten und vor allem die direkt Betroffenen auch direkt zu Wort kommen zu lassen.
Die sehr unterschiedlichen Denk- und Lebenswelten der Expertinnen sowie ihre Herangehensweisen an Problemstrukturen wurden durch die drei Panels sehr klar repräsentiert. Die Subsumierung unter dem Thema „Frau“ ist komplex.
Sehr lösungsorientierte Ansätze brachten die Frauen aus der Wirtschaft ein. Manuela Better, u. a. Vorstandsvorsitzende der Deutschen Pfandbrief AG, präsentierte Förderprogramme, Anne Gfrerer konnte den Frauenbeirat der Hypo-Vereinsbank vorstellen und Dr. Christiane Bortenlänger, u. a. Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Börse, sprach sich erfahrungsbedingt für die Quotenregelung aus. Die Unternehmerin Dr. Michaela Eibel repräsentierte den Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) mit seinem Anspruch, mehr Frauen in die Aufsichtsräte zu bekommen. Und Stephanie Czerny, u. a. Geschäftsführerin bei der DLD Media GmbH (Hubert Burda AG) zeigte auf, welche begleitenden Strukturen in den Betrieben die Karriere der Frauen fördern können. Annette Roeckl, Geschäftsführerin der Roeckl Handschuhe & Accessoires GmbH & Co. KG, fasste die Überzeugung der Wirtschaftsvertreterinnen noch einmal zusammen, indem sie auf die Bedeutung der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Frauen hinwies.
Die Wissenschaft wurde vertreten von Prof. Dr. Marion Kiechle, Lehrstuhlinhaberin der C4-Professur für Gynäkologie, die die „Räuberleiter eines Mentors“ ins Blickfeld brachte, um nach oben zu kommen, Prof. Dr. Isabel Welpe, Wirtschaftswissenschaftlerin an der TU München, die bezweifelte, dass gleiche Leistungen von Individuen gleich gesehen werden, Prof. Dr. Ursula Münch, Politikwissenschaftlerin an der Bundeswehr Universität München, die auf die institutionellen Hindernisse bei der Berufung von Professorinnen verwies und Prof. Dr. Claudia Eckstaller, die die Differenz zwischen Lehre und Forschung und die darin variablen Positionen der Frauen betonte.
Tagungsbericht „Europas Frauen in Politik - Wirtschaft - Wissenschaft“

Themen



