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Referat II/4 Bildung und Erziehung
Paula Bodensteiner
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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Gestalten und Erkennen

Kompetenzbildung in den künstlerischen Fächern und Fachbereichen der Schule

Stipendiaten mit Hans Zehetmair, Ernst Pöppel und Eckart Liebau

Mit dem Auftakt dieses neuen Promotionskollegs „soll auch eine Botschaft, eine bildungspolitische Botschaft ausgehen“. Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, am 4. April 2011 das neuaufgelegte, interdisziplinär angelegte Promotionskolleg „Gestalten und Erkennen – Kompetenzbildung in den künstlerischen Fächern und Fachbereichen der Schule“ vor 100 Experten aus dem Bildungs- und Wissenschaftsbereich. Neun junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden in das fächerübergreifende, durch die Hanns-Seidel-Stiftung geförderte, Promotionskolleg aufgenommen.

Hans Zehetmair: "Kunst und Kultur sind heute zur Nachspeise verkommen. Wir wollen sie mit unserem Promotionskolleg wieder zur Hauptspeise machen."
Ernst Pöppel: "Wissenschaft hat immer auch eine ästhetische Komponente."
Eckart Liebau: "Erst aus dem Zusammenspiel von Ich-Bildung und Welt-Bildung wird Bildung!"

Das Projekt findet in enger Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (Federführung Prof. Dr. Oliver Jahraus und Prof. Dr. Ernst Pöppel Humanwissenschaftliches Zentrum), der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Federführung Prof. Dr. Eckart Liebau, Interdisziplinäres Zentrum Ästhetische Bildung), dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) statt und ist auf zwei Jahre befristet. Hintergrund dieses Vorhabens ist, dass aktuell alle deutschen Länder ihre schulischen Lehrpläne neu ausrichten, wobei von der Bildungspolitik die Kompetenzorientierung als zentrales Element vorgegeben ist.

Für die Fächer der Naturwissenschaften, der Mathematik, für Deutsch besonders im Lesebereich und dem Fachgebiet der Fremdsprachen gibt es bereits Kompetenzmodelle, die auf entsprechender Forschung basieren und die durch die Kultusministerkonferenz (KMK) in der konkretisierenden Umsetzung durch Bildungsstandards für diese Fächer „erlassen“ sind. Es fehlen aber Vorarbeiten für viele andere Fächer, vor allem für die musisch-künstlerische Sparte (Kunst, Musik, Theater, gestalterische Bereiche im Deutschunterricht, gestalterische Bereiche im Sportunterricht/Tanz).

Dieses Desiderat ist nur durch entsprechende Forschungsarbeit zu beheben. Eine solche Forschung muss zunächst Ergebnisse dafür liefern, welche Bildungsprozesse tatsächlich beim „Malen“ oder „Musizieren“ oder „Theater spielen“ usw. stattfinden. Das Promotionskolleg versteht sich in diesem Sinne zum einen als Grundlagenforschung im Bereich ästhetischer Erfahrung und Medienkompetenz und ihrer Fundierung durch Ansätze aus den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften. Es versteht sich aber auch als angewandte Forschung, die für die Entwicklung der Schulfächer bzw. Lernbereiche Kunst, Musik, Theater, Sport und Deutsch die notwendigen Grundlagen liefert. Eine solche Forschung ist darüberhinaus sowohl für die Steuerung der Lehrerausbildung als auch für die Entwicklung von Weiterbildungskonzepten notwendig.

Des Weiteren bietet dieses Kolleg die herausragende Chance, Wissenschaft, Bildungspolitik und Fachentwicklung enger zu verzahnen und einen Meilenstein für einen Bereich zu setzen, der bildungspolitisch immer mehr an Bedeutung gewinnt: Die Förderung der „KULT“-Fächer, die die kreativen und künstlerischen Potenziale der Menschen ausbilden.