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Referat III/5 Recht, Geschichte und Kultur
Dr. Birgit Strobl
Tel.: 089 1258-229 | Fax: -338
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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Heimat und Identität

Oft erst beim Auslandsaufenthalt gewürdigt und wahrgenommen: heimatliche Autokennzeichen
Brotzeit - ein vertrauter Ausdruck
Verbotsschild mitten im Wald: typisch deutsch
Deutsche Mülltrennung und ein Blick in die Welt dank Satellitenschüssel

„Heimat und Identität“ – dieses Thema wurde vom 18. bis 20. Februar 2011 in Wildbad Kreuth bei einem Seminar zur Kultur und Tradition behandelt. „Heimat“ – was auf den ersten Blick so selbstverständlich und einfach erscheint, wird beim näheren Hinsehen immer vielschichtiger, anspruchsvoller und auch schwieriger. Allein der Begriff „Heimat“ hat ja im Laufe von nur zweihundert Jahren so viele Änderungen seiner Bedeutung erfahren, dass er sich heute eigentlich jeder exakten Bestimmung entzieht. Denken wir nur an das juristisch fixierte Recht auf Heimat zu Beginn des 19. Jahrhunderts, die Pervertierung des Heimatbegriffs während der Zeit des Nationalsozialismus oder die sentimentale Variante im deutschen Film und Schlager der Nachkriegszeit.

„Heimat“ – ein Thema, das man nicht nur theoretisch abhandeln kann. Bei dem Gefühl und persönliche Befindlichkeit mitschwingen. Der Begriff wird unterschiedlich verstanden und interpretiert. So trägt die Jugend ihre Heimat einfach mit sich herum. Es zählt der derzeitige Wohnort, nicht die Geburt.

„Heimat“ – wer sich heute mit diesem Thema beschäftigt, muss sich auch Gedanken darüber machen, wie wir mit dem baulichen Erbe und der Landschaft umgehen, unsere Verkehrsströme leiten und unseren Energiebedarf decken wollen. Insofern hat „Heimat“ nichts idyllisierendes oder gar rückwärtsgewandtes. Deshalb wurde bei diesem Seminar auch versucht, einen aktuellen Blick auf „Heimat“ zu werfen. Dies geschah erstmals in Form einer Fotostrecke, bei der die Teilnehmer ihr Verständnis von Heimat in Bildern umzusetzen versuchten. Was dabei herauskam war sehr breit gefächert, kritisch, aber dennoch liebevoll auf das Sujet bezogen. Einige Beispiele sollen das hier zeigen.

„Heimat“ – ein vielschichtiger Begriff. Nur die deutsche Sprache kennt ihn. Umso mehr sollten wir darauf schauen, dass die Rahmenbedingungen stimmen, damit Bayern Heimat bleiben kann. Damit sich der Ausspruch Gerhard Polts möglichst nirgends und niemals bewahrheitet: „Wo Heimat aufgehört hat, Heimat zu sein, entsteht das Heimatmuseum“.