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Referat II/5 Technologie, Medien und Kultur, Jugend und Gesundheit
Prof. Dr. Siegfried Höfling
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Homo Oecologicus
Menschenbild für die nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert
Umweltwissenschaften prognostizieren einen gravierenden Klimawandel und fordern, dass sich das Verhalten der Menschen drastisch ändert. So soll der CO2-Ausstoß auf etwa 5 Tonnen pro Kopf pro Jahr limitiert werden. Diese einfache Kennzahl impliziert für Industriegesellschaften eine Veränderung des Lebensstils in allen Lebensbereichen mit der Reduktion des Energieverbrauchs zu Hause (weniger Heizung, Kochen, Warmwasser, Investitionen zur Energieverbrauchssenkung im Bereich Wohnen), des Individualverkehrs (stärkere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel), Veränderung der Ernährung („CO2-freundliche“ Produkte), und des Freizeitverhaltens (keine Fernreisen im Urlaub). Es stellt sich also knapp gesagt die Frage nach der lebenspraktischen Möglichkeit eines „Homo Oecologicus“, der als idealtypisches Menschenbild der sich nachhaltig entwickelnden Gesellschaft, womöglich weltweit gelten könnte.
Aus philosophischer Sicht stellt sich die Frage, welche grundlegenden Aspekte der Möglichkeit eines „Homo Oecologicus“ beleuchtet werden müssten:
- Sind die wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen der multidisziplinären/transdisziplinären Umweltwissenschaften tragfähig?
- Welche Rolle spielt aus Sicht der philosophischen Anthropologie das Menschenbild?
- Wie verhält sich dieser Problemkreis zu anthropozentrischen / biozentrischen u.a. ethischen Letztbegründungen?
- Welche sozialphilosophischen Aspekte und kulturphilosophische Einsichten sind zu beachten?
Diese Aspekte wurden bei der Tagung "Homo Oecologicus: Menschenbild für die nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert - Philosophische Aspekte" am 4./5. März 2011 beleuchtet und praktische Konsequenzen diskutiert.
Die Vorträge der Tagung werden in der Reihe „Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen“ veröffentlicht.
Tagungsbericht "Homo Oecologicus"

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