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Referat II/3 Wirtschaft und Finanzen
Dr. Claudia Schlembach
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Die Arbeitswelt der Zukunft: Kultur – Raum – Zeit

- Friedrich Wilhelm Rothenpieler, Wolf Lotter, Karin Kekulé, Christian Werner und Jutta Zülow
Die Arbeitswelt ist in Bewegung und diese Dynamik bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Führung und Kultur in den Unternehmen. Wie wird die Arbeitswelt der Zukunft aussehen? Diese Frage beschäftigte eine Expertenrunde am 14. Oktober 2011 in München.
Wie wird sie sein, die Arbeitswelt von morgen, in fünf oder gar in zehn Jahren? Dieser Frage wollten wir noch einmal intensiv nachgehen, in der letzten Veranstaltung der Trilogie „Arbeitswelt der Zukunft“. Die salomonische Antwort: Die Arbeitswelt wird anders sein. Wie genau sie aussehen wird, lässt sich derzeit nicht wirklich beantworten. Trends sind erkennbar, wie breit das Spektrum aber ist und auch in Zukunft sein wird, wurde Dank der sehr unterschiedlichen Blickwinkel der Podiumsteilnehmer sehr deutlich.
Die „Schöne neue Arbeitswelt“ genauer in den Blick zu nehmen, das war das Motto, das Dr. Claudia Schlembach bei der Begrüßung ausgab und das die Referenten intensiv beleuchteten.
Prof. Dr. Dr. Christian Werner, Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Erding, konnte anhand der Kriterien Produktivität, Mobilität und Wettbewerb sehr schön deutlich machen, wie die neuen Medien und die fortschreitende Technologisierung die Arbeitsqualität und Quantität verändern werden - den Menschen aber, so Jutta Zulöw, Vorstandsvorsitzende der Zülow AG, aber nur bedingt. Sie verwies als Praktikerin auf die Machbarkeit des Wünschenswerten. Als Vertreterin der mittelständischen Kultur des Wirtschaftens wies sie immer wieder auch auf die sinnstiftenden und sinngebenden Anteile des Arbeitens hin. „Arbeit ist Teil unserer Kultur und sollte vielmehr als solche auch betrachtet werden.“
Auf einer abstrakteren Ebene mahnte auch Wolf Lotter, Chefchronist des Wirtschaftsmagazins brandeins, an, ob die kulturellen Voraussetzungen in Deutschland eine neue Arbeitskultur tatsächlich erreichbar machen: „Führt Wohlstand zu Angsthasen?“ fragte er provokativ und sah eine neue Vertrauenskultur am Horizont, wenngleich diese ihm weniger geplant, sondern vielmehr als Ergebnis eines „Nicht-Weiter-Wissens“ erscheint.
Ministerialdirigent a.D. Dr. Friedrich Wilhelm Rothenpieler konnte mit seinen plastischen Beschreibungen der Prozesseinführungen wie etwa der gleitenden Arbeitszeit sehr deutlich machen, wie komplex sich solche Themen gerade auch in Ministerien bzw. Bürokratieorganisationen darstellen. Rothenpieler konstatierte offen, dass heute eine Flexibilisierung Einzug gehalten habe ,„die ich vor 20 Jahren noch nicht für möglich gehalten hätte“. Und auch er drängte, gemeinsam mit den anderen Podiumsteilnehmern, dazu, die gesamten Strukturen im Bildungs-, Ausbildungs- und Weiterbildungsbereich auf ein Mehr an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung hin anzulegen. Hier – und da war sich die Runde der Podiumsdiskussion, die von der Fernsehmoderatorin Karin Kekulé geleitet wurde, einig – liegt ein wesentlicher Schlüssel zu einer positiven Gestaltung der Arbeitswelt.

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