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Referat III/1 Politisches Management und Kommunikation, Medien und Innovation
Karl Heinz Keil
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Risikomanagement öffentlicher Banken
Knapp 30 Studierende der Universität der Bundeswehr diskutierten mit dem bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon und dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Ingolstadt, Dieter Seehofer, vom 14. bis 15. März 2011 in Wildbad Kreuth über das Risikomanagement öffentlicher Banken.
Im Rahmen eines Kooperationsseminars mit den Lehrstühlen für Controlling und Versicherungswirtschaft der Universität der Bundeswehr München gab Georg Fahrenschon nicht nur einen kritischen Rückblick über die Krise der BayernLB, sondern beschrieb auch Erfahrungen mit und Erfolge der aktuellen Restrukturierungsbemühungen der Bank. Mit einer Fokussierung auf große Mittelständler als Ergänzung zu den Sparkassen, mit der Konzentration auf bayerische Großkunden, auf die Immobilienfinanzierung im Großraum München und auf Privatkunden über die Direktbank DKB habe sich die BayernLB ein neues Geschäftsmodell gegeben, so der Minister. Dieses zeige bereits Erfolge. Seine Aufgabe als Vorsitzender des Verwaltungsrates sieht Fahrenschon mit gemischten Gefühlen. Die Aufgabe nehme einerseits ungefähr die Hälfte seiner Arbeitszeit in Anspruch, er wolle sich deswegen für eine noch stärkere Einbindung von Experten außerhalb der Politik in den Verwaltungsrat der BayernLB stark machen. Anderseits erwarte der bayerische Steuerzahler, dass der Finanzminister für die der Bank bereit gestellten Mittel auch Verantwortung übernehme.
Dieter Seehofer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ingolstadt, stellte den Studierenden das Risikomanagement seiner Sparkasse vor und vermittelte wertvolle Einblick in seine Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten als Vorstandsvorsitzender einer großen bayerischen Sparkasse. Die Risikosteuerung der Sparkasse Ingolstadt basiere auf dem Prinzip: „Die Sparkasse Ingolstadt will bewusst Risiken eingehen, aber nur solche, die sie auch beherrschen kann.“ Hierfür sei, so Seehofer, eine umfassende Sicht auf beide Seiten der Bankbilanz unerlässlich. Unterstützt werde die Risikosteuerung durch ein hoch entwickeltes Qualitätsmanagementsystem. Dieses ermöglicht es, die verschiedenen für die Sparkasse relevanten Risiken auch zahlenmäßig abzubilden und gezielt zu steuern.
Die Studierenden der Universität der Bundeswehr steuerten zu dem Seminar 15 eigene Vorträge zu Facetten des Risikomanagements öffentliche Banken bei. Darunter waren Themen wie der Auftrag und die Strategie öffentlicher Banken, die Bedeutung von Aufsicht und Regulierung, die Qualifikation von Verwaltungsräten oder die gesetzlichen Anforderungen und modernen Instrumente des Risikomanagements. Wissenschaftlich geleitet wurde das Seminar von Prof. Thomas Hartung, Professur für Versicherungswirtschaft, und Prof. Bernhard Hirsch, Professur für Controlling.

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