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Referat III/2 Wirtschaft, Finanzen, Arbeit und Soziales
Jutta Röhrlein
Tel.: 089 1258-233 | Fax: -338
E-Mail: roehrlein@hss.de

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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Wirtschaftskrisen

Elisabeth Fuchshuber-Weiß und Jutta Röhrlein
Horst Pfadenhauer

Wirtschaftskrisen zählen zu den wiederkehrenden, prägenden Ereignissen der Geschichte. Ihre Bedeutung war und ist häufig so groß, dass sie weit über das wirtschaftliche Geschehen hinaus ausstrahlen und ernsthafte politische und soziale Probleme auslösen. Sie sind ein zentrales Moment des ökonomischen Strukturwandels und somit auch keine neue Erfahrung (zitiert nach Werner Plumpe, Wirtschaftskrisen, Geschichte und Gegenwart). Der Einstieg in die Veranstaltung vom 2. bis 4. September 2011 in Kloster Banz wurde mit einem definitorischen Teil zum Begriff der Krise und zur spezielleren Ausprägung der Wirtschafts- und Finanzkrise durch Dr. Elisabeth Fuchshuber-Weiß geleistet.

Ein erster exemplarischer Ansatz stand durch die ausführliche Erläuterung der ersten belegten Spekulationsblase in der neueren Geschichte, der sog. Tulipmania 1634-37, im Mittelpunkt. Studiendirektor Horst Pfadenhauer stellte die in diesem Zusammenhang von John Kenneth Galbraith favorisierte These einer Massenhysterie auf den Prüfstand und relativierte die gängigen Thesen dieser etwas einseitigen Darstellung.

Zug der Marktweiber nach Versailles

Das Finanzsystem von John Law und die sog. Mississippi-Blase von 1719 wurden ebenso erörtert wie der historische Zusammenhang des maroden französischen Staatsfinanzsystems beim Tode Ludwigs XIV. Dr. Fuchshuber-Weiß stellte anhand interessanter Quellen und Querverweisen zur gängigen DDR-Geschichtsrezeption den Weberaufstand in Schlesien 1844 und den Gründerkrach des Jahres 1873 vor.

Die Brücke zur gegenwärtigen Krisenerscheinung konnte durch die Betrachtung über den großen Börsenkrach von 1929 geschlagen werden. Detailliert skizzierte Horst Pfadenhauer die einzelnen Phasen jener Krise, in dem Ursachen, Hintergründe und Ablauf auch anhand von Schriftquellen und kurzen filmischen Einspielungen (Zeitdokumente, Kommentare der führenden Ökonomen) ergänzt wurden.

Armin Dolzer

Armin Dolzer, Dipl.-Kaufmann, erläuterte die Krisen der Nachkriegszeit, die Ölkrise von 1973, die Japankrise von 1991, die Asienkrise von 1997 und das Platzen der Dot-Com-Blase von 2000. Abschließend wurde die Finanz-und Wirtschaftskrise von 2007 hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert.

Das Seminar endete mit einem Ausblick auf die Schlussfolgerungen, die sich aus ökonomischer Sicht ziehen lassen und nahm zur aktuellen Staatsschuldenkrise in den USA und Europa sowie möglichen Rettungsmaßnahmen Stellung.