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Referat III/5 Recht, Geschichte und Kultur
Dr. Birgit Strobl
Tel.: 089 1258-229 | Fax: -338
E-Mail: strobl@hss.de

Publikationen

Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
Schutzgebühr: Keine
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
Schutzgebühr: Keine
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Aktuelle Veranstaltungen

Montag, 21. Januar 2013 bis Freitag, 25. Januar 2013

Wildbad Kreuth

Grundseminar Rhetorik

Montag, 21. Januar 2013

Parsberg

Kurzveranstaltung zur Vereinspraxis (Steuer)

Montag, 21. Januar 2013

Wonfurt

Pflegeversicherung

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Altes Handwerk - neue Technik

Blick in die Werkstatt eines Geigenbauers
Beim Holzschnitzer

Vom 6. bis 8. August 2012 findet in Wildbad Kreuth ein Seminar über altes Handwerk und neue Technik statt. Ein Begriffspaar, das in unserer Lebenswelt oft in einem Spannungsverhältnis zueinander zu stehen scheint. Dabei haben wir Entwicklungen, die gerade dem traditionellen Handwerk wieder eine Zukunft geben. Inzwischen gibt es Firmen, die sehr erfolgreich mit Produkten werben, die nach alter Machart entstanden sind. Der Verbraucher scheint ein Bedürfnis zu spüren, Dinge zu besitzen, die schon seine Großeltern benutzt haben. Dies mag mit der zunehmenden Kompliziertheit moderner Geräte zusammenhängen, ist wohl aber auch eine ästhetische Frage. Bayern, das noch mit vielen klein- und mittelständischen Betrieben gesegnet ist, kommt diese Entwicklung zugute. Hier trägt das Handwerk auch heute erheblich zur Wirtschaftskraft bei. Das Sprichwort: „Handwerk hat goldenen Boden“ gilt also noch. Wichtig ist grundsätzlich, dass traditionelle Techniken nicht in Vergessenheit geraten. Sie gehören zu unserem Kulturgut. Die Herstellung von Lebensmitteln, das Bearbeiten von Holz oder das Mähen mit der Sense sollte künftig nicht nur im Museum zu besichtigen sein. Damit ginge nicht nur ein Teil unseres kulturellen Erbes verloren. Es würde uns damit auch eine gewisse Selbständigkeit im Alltag genommen. Nicht zuletzt in Hinblick auf die kommenden Generationen sind wir zur Bewahrung dieses Erbes verpflichtet.

Das E-Book wird vielen das Buch ersetzen.
Hochwertige Papierwaren haben wieder Konjunktur.

Die Verzahnung von altem Handwerk und neuer Technik kann man am Beispiel von Papier, Buch und E-Book sehen. Noch ist das elektronische Buch in Deutschland keine Massenware. Seine Vorteile liegen jedoch auf der Hand: Der Preis ist günstig, der Platzbedarf gering, das E-Book liegt immer gleich leicht in der Hand. Argumente wie der gute Geruch eines Buches beim Lesen oder das Bücherregal als Schmuckstück im Wohnzimmer werden seinen Siegeszug langfristig vermutlich nicht behindern.

Dennoch wird nie auf Papier zu verzichten sein. Seine Zukunft im Bereich der Handwerkstechnik wird mit Sicherheit auch in der Herstellung von qualitativ hochwertigen Papieren bestehen. Gerade durch die elektronischen Medien verursacht ist ein neuer Trend zu erkennen. Heute ist es wieder modern, einen Brief zu versenden und diesen mit der Hand zu schreiben. Mit hochwertigen Papieren kann man dabei seine Individualität unterstreichen und sich dadurch von der Masse absetzen.