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Referat III/2 Wirtschaft, Finanzen, Arbeit und Soziales
Jutta Röhrlein
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Das „Bamberger Land“ – eine gewachsene Kulturlandschaft als Heimat und Wirtschaftsraum
Das „Bamberger Land“ – eine gewachsene Kulturlandschaft als Heimat und Wirtschaftsraum wurde im Rahmen eines Seminars zum Thema „Entwicklungspotenziale zentraler und peripherer Räume in Oberfranken, das vom 10. bis 12. Juni 2012 im Bildungszentrum Kloster Banz stattfand, vorgestellt. Welchen Herausforderungen müssen sich die Gemeinden im Zuge des demographischen Wandels stellen? Welchen Beitrag kann die Ländliche Entwicklung (früher Flurbereinigung) z.B. über die Dorferneuerung leisten? Welche Entwicklungschancen eröffnen hier die LEADER-Programme der EU? Solche und ähnliche Fragen wurden in diesem Seminar erörtert.
Das Bamberger Land bezeichnet den heutigen Landkreis Bamberg, der sich auf einer Fläche von 1.168 km² erstreckt und in 36 Gemeinden gegliedert ist. Gegenwärtig leben rund 144.000 Einwohner in diesem Raum, der Teil der Entwicklungsachse Nürnberg-Erlangen-Bamberg-Erfurt ist und eine sehr gute Anbindung an das überregionale Straßen-, Schienen- und Wasserstraßennetz besitzt. Kennzeichnend ist auch der außerordentlich große Reichtum an Natur- und Kulturgütern, herausragend das Weltkulturerbe Bamberg, wie Landschaftsplaner Dr. Thomas Büttner zu berichten wusste.

- Im Gespräch mit Bürgermeister Wolfgang Möhrlein von der Gemeinde Litzendorf
Die Regionalmanagerin Christine Dorn-Stöhr, stellte die konkreten Handlungsfelder der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Region Bamberg vor, deren Motto „Wertschätzung als Grundlage für Wertschöpfung“ lautet.
„Für den Erhalt einer lebendigen Gemeinde ist es immens wichtig, eine Grundversorgung aufrecht zu erhalten: die Schule, den Arzt, den Bäcker, den Metzger, den Friseur im Ort zu verstetigen“ führte Bürgermeister Wolfgang Möhrlein aus. Ein besonders mutiger Schritt der Gemeinde Litzendorfs ist es, den Überhang an Gewerbegebieten abzubauen.
Der Besuch des „Schulbauernhofs Heinershof“ e.V. in Stolzenroth (Gemeinde Pommersfelden) machte deutlich, wie wichtig eine nachhaltige Bildung unserer Kinder ist. Das Besondere an dieser Einrichtung(eine umgebaute Scheune eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens) ist der naturpädagogische Schwerpunkt.. „Lernen durch Tun“ steht dabei im Mittelpunkt erklärte Geschäftsführerin Tina Sickmüller.
Weitere Stationen der Exkursion bildeten die Dorferneuerungsmaßnahmen in Sambach und Steppach (Gde. Pommersfelden) unter der Führung von Ltd. Landwirtschaftsdirektor Erich Sperlein vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken, Bamberg) und Hans Beck, 1. Bürgermeister der Gde. Pommersfelden. Über die Dorferneuerungsmaßnahmen wurde neue Lebensqualität in die Ortsmitten gebracht und der dörfliche Charakter in moderner Sprache umgesetzt.
Ltd. Baudirektor Anton Hepple, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) in Bamberg, gab deutlich zum Ausdruck, dass es nicht ein Konzept für alle Dörfer gibt, sondern es muss auf jede Gemeinde, jeden Ort eine abgestimmte Entwicklungsstrategie verfolgt werden, die auf den jeweiligen Potenzialen fußt. Die gemeinsam mit den Bürgern vor Ort gestaltete Dorferneuerung und Flurneuordnung kann hier neue Wege für die zukünftige Entwicklung eröffnen. Kommunale Allianzen, Zweckverbände und auch die LEADER-Programme der Europäischen Union zeigen hier den Weg. Die Voraussetzung hierfür ist einfach und schwierig zugleich. Es braucht eine aufgeschlossene, mündige und engagierte Bürgerschaft. Aufeinander zugehen, miteinander reden, sich zurücknehmen. Wertschätzung als Grundlage für Wertschöpfung.

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