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Referat III/5 Recht, Geschichte und Kultur
Dr. Birgit Strobl
Tel.: 089 1258-229 | Fax: -338
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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Denkmalpflege

Benno Bauer ist der neue Kreisheimatpfleger im Landkreis Miesbach

Vom 17. bis 19. Mai 2012 fand in der Reihe Kultur und Tradition wieder ein Seminar zur Denkmalpflege statt. Diesmal wurde Wildbad Kreuth als Seminarort gewählt und die bayerische Kulturlandschaft behandelt.

Schon seit dem 19. Jahrhundert ist Bayern bei Touristen sehr beliebt. Dies gilt besonders für den Tegernsee. Hier gibt es noch malerische Ecken und unberührte Landschaft, die Erholung und Entspannung versprechen. Schon seit langem existieren hier bäuerliches Leben und hochherrschaftliches Wohnen friedlich nebeneinander. Dieses Erbe sollte sorgsam bewahrt werden. Leider gibt es immer wieder Neubauten und Restaurierungen, die sich dem gängigen Baumarktstil unterordnen.

Zimmerflucht in der Villa Frankenburg

Man findet wahlloses Durcheinander unterschiedlicher Bauformen, beliebig zusammengestückelte Baukörper und Kombinationen von zueinander nicht passenden Baustoffen. Deshalb ist es sehr erfreulich, wenn ein altes Gebäude gewissenhaft wiederhergestellt wird. Ein Beispiel dafür ist die Villa Frankenburg in Tegernsee. Sie liegt direkt an der Straße, etwas erhöht mit Seeblick und ist bereits 148 Jahre alt. Mehrere Umbauten hatte sie in der Vergangenheit über sich ergehen lassen müssen.

Was von der Ferne wie Stuck aussieht, ist jedoch nur ein Abziehbild

So hatte man im Inneren die Decken abgehängt und damit die außergewöhnliche Deckengestaltung verdeckt. Nun wird sie wieder freigelegt. Natürlich gibt es auch in so einem Gebäude Anforderungen, die dem modernen Wohnkomfort geschuldet sind. Hier wurde ein Aufzug eingebaut und auch der Brandschutz hatte einige Kompromisse und Eingriffe in die historische Bausubstanz erforderlich gemacht. Dennoch kann man sagen, dass die Restaurierung dieses Gebäudes gelungen ist. Dies liegt auch daran, dass Rücksicht auf den Bestand genommen wurde. So wurden die Zimmerfluchten erhalten, auch wenn dies Spezialanfertigungen bei Türen und Türrahmen erforderlich machte, die ihren Preis haben.

Konrad Bedal sprach über die Geschichte und Problematik bäuerlicher Hauslandschaften

Regionaltypischen Hausbau gab es noch bis in die 1960er Jahre in ganz Bayern. Danach fand ein Umbruch statt. Alte Dörfer wurden verändert und Neubaugebiete ausgewiesen. Standardisierte Neubauten, die selten von Architekten stammten, bestimmen zunehmend das Erscheinungsbild bayerischer Gemeinden. Die damalige Baumode ist nicht mehr beliebt. Heute wird gerne der sogenannte Toskanastil gepflegt. Vermutlich wird auch er nicht sehr lange Bestand haben.

Ein regionaltypisches Dach im Freilichtmuseum Glentleiten des Bezirks Oberbayern

Die traditionellen Hauslandschaften Bayerns sind jedoch fast verloren. So gab es beispielsweise bis Ende der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts in der Oberpfalz normalerweise noch Strohdächer. Das Jurahaus im Altmühlgebiet wurde mit Kalkplatten gedeckt. Was heute als typisch bayerisch wahrgenommen wird, stammt lediglich aus dem südlichen Bayern und dem Alpenraum. Die Vielfalt der Hausformen, ihre Unverwechselbarkeit und ihr Nebeneinander kann man fast nicht mehr wahrnehmen. Nur in Bauernhaus- und Freilichtmuseen der Regionen ist noch zu sehen, was früher in der Gegend üblich war.