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Referat III/2 Wirtschaft, Finanzen, Arbeit und Soziales
Jutta Röhrlein
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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Der Chef als Coach - ein Widerspruch?

Manfred Rößle
Franz Ruß

Der Chef als Coach – ein Widerspruch? Ist die weit verbreitete Verwechslung von Coaching und Führung nur eine semantische Spitzfindigkeit? Dieser Frage gingen Bürgermeister, Unternehmer sowie Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung vom 3. bis 5. Februar 2012 in Kloster Banz nach.

Der Ansatz des „Chefs als Coach“ wird sehr unterschiedlich bewertet. Die Reaktionen reichen von deutlicher Unterstützung bis hin zu heftiger Abwehr. Manfred Rößle, Managementtraining und Organisationsentwicklung, nannte drei herausragende Chancen: der Mensch rückt in den Mittelpunkt, die Selbstverantwortung wird gefördert, Führen unter Unwissenheit wird leichter.

„Coaching durch den Vorgesetzten macht das Interesse eines Unternehmens an den Menschen sichtbar: Das schafft Motivation, Interesse und Leistung und stellt somit einen Beitrag zur Wertschöpfung dar“, erklärte Franz Ruß, Steuerberater und Wirtschaftsmediator.

In vielen Unternehmen existieren nebeneinander zwei Formen von Coaching:externes und internes. Beide unterscheiden sich durch die Qualifizierungsanforderungen, das Kompetenzprofil und die Anwendungsmöglichkeiten.

Teilnehmer bei der Gruppenarbeit

Darüber hinaus ist immer zu entscheiden, ob ein Problem mittels Coaching oder durch Führung gelöst werden soll und kann. Die coachende Haltung ist offen, fragend, neugierig dialogisch, partnerschaftlich. Extrem wichtig ist die Ergebnisoffenheit. Beim Führen geht es darum, Ziele vorzugeben, Ideen und Handlungen zu bewerten, zu kontrollieren und zu gestalten. Führen ist nie ergebnisoffen. Dieser Rollenkonflikt wurde anhand mehrerer Beispiele aus der Praxis von den Teilnehmern in Kleingruppen heraus gearbeitet.