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Referat III/2 Wirtschaft, Finanzen, Arbeit und Soziales
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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Die Entwicklung des ländlichen Raumes in Oberbayern

Bürgermeister Wolfgang Berthaler in der "Alten Post" in Flintsbach a. Inn

Die Entwicklung des ländlichen Raumes in Oberbayern stand im Mittelpunkt eines Seminars, das vom 17. bis 19. Juni 2012 im Bildungszentrum Wildbad Kreuth stattfand. Welche Chancen eröffnet hier das LEADER-Programm der EU? Der Begriff kommt aus dem Französischen: Liaison entre les actions de developpement de l´économie rurale und bedeutet Verbindung von Aktivitäten zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.

Ziel dieses Programms ist die Förderung von Entwicklungsstrategien und Projekten, die zu einer eigenständigen und nachhaltigen Entwicklung von ländlichen Regionen beitragen. Kernelemente sind Innovation, Vernetzung, Nachhaltigkeit, Wertschöpfung und nicht zuletzt Bürgerbeteiligung unter dem Motto:“ Bürger gestalten ihre Heimat“. Lokale Aktionsgruppen (LAG) sind verantwortlich für die Erarbeitung und Umsetzung von Entwicklungsstrategien. Deren Mitglieder sind im Gebiet ansässig bzw. zuständig, z.B. Landkreis, Gemeinden, Bürger, Vereine, Firmen, örtliche Banken. „In Bayern gibt es gegenwärtig 58 LEADER-Aktionsgruppen“, erklärte LEADER-Manager Oberbayern-Süd Sebastian Wittmoser.

Im Rahmen einer Exkursion wurden ausgewählte Beispiele in Augenschein genommen, sowie Visionen und Umsetzungsprojekte mit Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung vor Ort diskutiert.

„Die Erhaltung und Wiederbelebung der „Alten Post“, ein kulturhistorisch wertvolles Gebäude im Ortsteil Fischbach der Gemeinde Flintsbach a.Inn, war für die Dorferneuerung ein wichtiges Anliegen und wurde nach der Sanierung im September 2005 wieder zu einem kulturellen Mittelpunkt des bayerischen Inntals“ sagte Bürgermeister Wolfgang  Berthaler“.

Bürgermeister Georg Huber und LEADER-Manager Sebastian Wittmoser

„Das gezielte Naturerlebnis und die Möglichkeit Wissenswertes über die Natur Samerbergs zu erfahren, gehört zum Brauchtum dieses Ortes“ erläuterte Bürgermeister Georg Huber. Die Neukonzeption und das Bereitstellen des Naturbades am Samerberg tragen zur Verbesserung der Lebensqualität unter Berücksichtigung der Freizeitbelange, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, im ländlichen Raum bei.

v. l. n. r. Bürgermeister Thomas Gründl, Martin Bachhuber, MdL (gelbe Mappe), Sebastian Wittmoser, Seminarleiterin Christel Winkler

Der LEADER-Prozess ist eine wertvolle Bereicherung für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Vor allem kleinere Projekte, die ansonsten kaum eine Chance auf Förderung hätten, können dank LEADER unterstützt werden“ erklärte Martin Bachhuber, MdL, 1.Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe  Bad Tölz-Wolfratshausen. „Aber auch umfangreichere Vorhaben finden den Weg in die Praxis, wie beispielsweise der Kräuter-Erlebnispark in Bad Heilbrunn. Bei diesem Projekt trägt LEADER dazu bei, innovative Angebote im Gesundheitstourismus zu schaffen und die Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen zu intensivieren“ ergänzten Bürgermeister Thomas Gründl und Dr. Andreas Wüstefeld vom LAG-Management am LRA Bad Tölz-Wolfratshausen.

Abschließend stellte Josef Holzmann vom Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern die Instrumente der Verwaltung zur Entwicklung des ländlichen Raumes dar.

Seminarleiterin Christel Winkler fasste die Inhalte folgendermaßen zusammen:

- Verbesserung der Umwelt und der Landschaft

- Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und

- Förderung der Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft

Wichtige Voraussetzung für Maßnahmen ist die Analyse der Stärken und Schwächen einer Region. Durch Dorferneuerung soll eine zukunftsbeständige Entwicklung des Dorfes unterstützt und das Dorf als eigenständiger Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturraum erhalten werden. Besonders wichtig ist die Stabilisierung bzw. Stärkung der Ortskerne, dazu gehört auch die Grundversorgung mit dem täglichen Bedarf. Auch die Erhaltung von Dorf und Landschaft unter Einbeziehung neuer Entwicklungen wie der beschlossenen Energiewende ist ein wichtiges Anliegen.