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Referat II/4 Bildung und Erziehung
Paula Bodensteiner
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Die Wirtschaftsschule neu gedacht
Neukonzeption einer traditionsreichen Schulart
Die Arbeitstagung „Die Wirtschaftsschule neu gedacht – Neukonzeption einer traditionsreichen Schulart“, zu der die Hanns-Seidel-Stiftung mit den Kooperationspartnern Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in München am 2. und 3. Februar 2012 nach Kloster Banz geladen hatten, fügte sich nahtlos an die Veranstaltung „Die Wirtschaftsschule von morgen – Perspektiven einer traditionsreichen Schulart“, die im Februar 2011 in Wildbad Kreuth stattfand.
Hintergrund beider Veranstaltungen war es, die Wirtschaftsschulen, die eine allgemeine Bildung und eine berufliche Grundbildung im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung vermitteln, so weiterzuentwickeln, dass sie auch zukünftig eine konkurrenzfähige Alternative im bayerischen Schulsystem bleiben. Denn Veränderungen innerhalb der Berufsbilder, hervorgerufen durch die Internationalisierung der Märkte und den globalen Konkurrenz- und Innovationsdruck, erfordern andere Kompetenz- und Tätigkeitsprofile, auch werden höhere Anforderungen in Aus- und Weiterbildung verlangt. Zudem besteht ein ungebrochener Trend zur Höherqualifizierung bei schulischen Abschlusswünschen und eine ungünstige demographische Entwicklung beeinflusst zusätzlich stark den Bereich der Bildung und Ausbildung.
Somit stellte sich u.a. ganz zentral die Frage nach dem Fächerkanon der verschiedenen Zweige, die an die Schülerinnen und Schüler in den Wirtschaftsschulen vermittelten Kompetenzen und ob diese bestmöglich auf die Herausforderungen in der heutigen Berufswelt vorbereiten.
Der Aufforderung, das Profil der Wirtschaftschulen für eine Schule mit Zukunft zu schärfen und ihr Alleinstellungsmerkmal in der Schullandschaft auszubauen, kamen bei der ersten Veranstaltung Experten aus Schule und Wirtschaft nach, indem sie über eine inhaltliche Neuausrichtung der Wirtschaftschulen und deren Entwicklungsmöglichkeiten diskutierten. Inhaltlich beschäftigte sich die zweite Veranstaltung mit den zentralen Ergebnissen, die 2011 in Wildbad Kreuth zur Weiterentwicklung der Wirtschaftsschulen erarbeitet wurden. Von Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus wurden diese Lösungsansätze konkretisiert und modifiziert ausgearbeitet. Diese Eckpunkte zur Neukonzeption der Wirtschaftsschule wurden in Kloster Banz mit Blick auf den Bildungsauftrag der Wirtschaftsschulen vorgestellt und mit über 100 Spitzenvertretern aus Schule und Wirtschaft diskutiert und bewertet.
Die Inputreferate des ersten Tages von Prof. Dr. Susanne Weber (Ludwig-Maximilians-Universität München) „Anforderungen an die kaufmännische Bildung der Zukunft“, von Prof. Dr. Karl Wilbers (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) „Zentrale Elemente des Reformprozesses“ und von Mdgt. German Denneborg (Leiter der Abteilung VII Berufliche Schulen, Erwachsenenbildung, Sport) „Die Wirtschaftsschule neu gedacht – Prozess und Eckpunkte der Neuorientierung“ bezogen Stellung zum Reformprozess der Wirtschaftsschulen und stellten die Brisanz und Wichtigkeit des Vorgehens heraus.
Beispiele zur Umsetzung des neuen Profils der Wirtschaftsschulen gaben mit ihren Vorträgen Caroline Stahl „Schärfung des wirtschaftlichen Profils“ und Georg Ott „Stärkung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen“, beide vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Nach dieser Inputphase erhielten die Teilnehmer die Gelegenheit, im Rahmen eines „Open Space“ die zentralen Handlungsfelder zu erörtern und ihre eigenen Ideen zur Ausgestaltung und Umsetzung des neuen Profils der Wirtschaftsschule einzubringen.
Georg Renner (Leiter der Abteilung Berufliche Schulen am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung) verdeutlichte in seinem Vortrag die „Umsetzung des neuen Profils – Unterstützung der Implementierung durch das ISB“ Inhalt und zeitliche Perspektiven der Umsetzung.
Resümee: Bei der zweitägigen Arbeitstagung in Kloster Banz konnte die Neukonzeption der Wirtschaftsschule abschließend bewertet werden. Mit einer erfolgreichen Implementierung der beschlossenen Veränderungen, die die Wirtschaftsschule neu positionieren und ihr Profil für eine Schule mit Zukunft schärfen, sind die Wirtschaftsschulen weiterhin in der Lage, ihre Alleinstellung erfolgreich zu behaupten. Um es mit Prof. Wilbers zu sagen: „In Banz wurde ein Meilenstein in der Entwicklung der Wirtschaftsschulen gesetzt.“
Die Vorträge und Ergebnisse dieser Arbeitstagung sind in der Schriftenreihe
Argumente und Materialien - Nr. 76 "Die Wirtschaftsschule von Morgen" veröffentlicht.. Die Ergebnisse der neuen Veranstaltung werden demnächst veröffentlicht.
Vortrag Georg Ott
Vortrag Georg Renner
Vortrag Caroline Stahl
Vortrag Dr. Susanne Weber
Vortrag Prof. Dr. Karl Wilbers
Konzept des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus (StMUK)

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