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Referat III/4 Politische Grundlagen und Grundwerte, Schule und Bildung, Regionalbeauftragte
Stefanie v. Winning
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Diktatur und Demokratie
Die Schauspielerin Freya Klier, Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung, gestaltete am 20. April 2012 mit ca. 80 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Tutzing einen Projekttag, der als Kooperationsveranstaltung mit der Hanns-Seidel-Stiftung durchgeführt wurde, zum Thema: Diktatur und Demokratie.
Gespannt hörten die Jugendlichen den Schilderungen über die unfassbaren Schikanen des Lebens in einer Diktatur zu. Anhand des Lebenslaufes von Freya Klier wurden die verschiedenen Phasen der oft unbekannten DDR-Geschichte lebendig. Obwohl schon mit drei Jahren wegen der willkürlichen Verhaftung des Vaters für ein Jahr ins Kinderheim abgeschoben, versuchte sie sich als Kind zunächst anzupassen. Doch bereits als Jugendliche kamen ihr erhebliche Zweifel an der Richtigkeit des DDR-Unrechtsregimes, das dann nach dem Bau der Mauer zu einem Fluchtversuch führte, für den sie ins Gefängnis musste.
Aufgrund glücklicher Umstände konnte sie nach der Haft eine Schauspiel- und Regieausbildung absolvieren und gründete zu Beginn der 80er-Jahre die Friedensbewegung in DDR mit. Das Ziel war nun nicht mehr Flucht, sondern die Veränderung der DDR. Doch die Repressionen nahmen immer mehr zu und führten schließlich zum Berufsverbot an den Theatern. Sie gründete mit Stefan Krawczyk eine freie Theater- und Musikgruppe und versuchte mit selbstorganisierten Auftritten, vor allem in den evangelischen Kirchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die erneute Inhaftierung führte schließlich zu Protesten in der Bundesrepublik, auf die die DDR mit der unfreiwilligen Ausbürgerung 1988 reagierte.
Die Schüler, die viele Fragen hatten, waren immer wieder erstaunt, wie wenig Rechte der einzelne in der DDR hatte und so den Machthabern ausgeliefert war, es sei denn er passte sich an. Dem Mut, der dazu gehört, auch bei Repressionen und Inhaftierung seiner Überzeugung treu zu bleiben, begegneten die Schüler mit großem Respekt. Die Betroffenheit der Schüler war oft zu spüren.

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