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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Journalismus mit Knete und Lego

Referent Bastian Eller mit Schülern

Schüler der sechsten Jahrgangsstufe der Nürnberger Friedrich-Wilhelm-Herschel-Mittelschule produzierten vom 20. bis 22. Juni 2012 in Kloster Banz ein Fernsehmagazin mit Stop-Motion-Technik. Die Fernsehjournalismus-Seminare der Hanns-Seidel-Stiftung genießen einen hervorragenden Ruf. Bisher hatten sie sich an Studierende, Abiturienten und Schüler der gymnasialen Oberstufe gerichtet. Nun wurde ein Versuch unternommen, die Thematik Schülern der Unterstufe von Mittelschulen zu vermitteln.

Ausgang für das Seminarkonzept, das von den Referenten Malte Burdekat und Bastian Eller zusammen mit Pavla Kuchlerova (Klassenlehrerin der Schüler) entwickelt wurde, war die Verwendung einer Pressemeldung der Bayerischen Polizei.

Im Vorfeld des Seminars erarbeiteten Pavla Kuchlerova und ihr Kollege Jörg Kunzendorf mit den Schülern aus der Polizeimeldung erste Storyboards. Die Geschichte sollte auf drei Arten erzählt werden: Als Knetgummi-Animationsfilm, als Lego-Animationsfilm und als „realer“ Kurzfilm mit den Schülerinnen und Schülern als Darsteller. Hierzu wurden drei Gruppen gebildet, eine vierte Gruppe war für die Moderation des Magazins zuständig.

Schüler bei der Schnittarbeit

Bei der Stop-Motion-Technik werden Animationen mit unbewegten Objekten erstellt. Dabei werden eine große Menge Einzelbilder aufgenommen, die dann als Film abgespielt werden. Die besondere Herausforderung besteht darin, von Bild zu Bild die Szene so umzubauen, dass natürliche Bewegungsabläufe entstehen und ausschließlich die Objekte bewegt werden, die sich auch im Film bewegen sollen.

Die theoretische Einführung in Bildaufbau und Kameraführung geschah im Plenum. Hierzu wurde eine Kamera an den Videoprojektor angeschlossen, so dass alle im Raum sehen konnten, wie zwei Puppen - und auch schon die vorbereiteten „Drehorte“ aus Lego, Knete und Pappe – am besten in Szene gesetzt werden können.

Mit Begeisterung und großer Arbeitsdisziplin machten sich die Schüler an die Dreharbeiten. Den Referenten war es dabei wichtig, dass auch die - vergleichsweise jungen – Seminarteilnehmer möglichst selbstständig arbeiten konnten. Schließlich wurden die drei Filme und die Moderation an den Schnittrechnern zu einem Gesamtwerk montiert, das anschließend gemeinsam analysiert und als äußerst gelungen bewertet wurde.

Schüler der Friedrich-Wilhelm-Herschel-Mittelschule

Die Schülerinnen und Schüler sammelten in den drei Tagen wichtige Eindrücke von der Funktionsweise der Neuen Medien. Die inhaltliche Diskussion über die zu erzählende Geschichte war dabei genauso von Bedeutung, wie die Möglichkeit, mit professioneller Kameratechnik zu arbeiten.

Der Versuch war ein voller Erfolg. Schüler, Lehrer und Referenten waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Anwendung der Stop-Motion-Technik hat sich für den Erstkontakt mit dem filmischen Denken als sehr geeignet erwiesen – so sehr, dass die Referenten ernsthaft darüber nachdenken, zukünftig auch einmal mit Nachwuchsjournalisten Animationsfilme zu produzieren.

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