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Referat II/4 Bildung und Erziehung
Paula Bodensteiner
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Kunst und Wissenschaft
Vom 14. bis 16. Februar 2012 fand im Bildungszentrum Wildbad-Kreuth der Hanns-Seidel-Stiftung im Rahmen des Promotionskollegs „Gestalten und Erkennen – Kompetenzbildung in den künstlerischen Fächern und Fachbereichen der Schule“ eine weitere Arbeitstagung statt. Bereits am 4. April 2011 startete das von der Hanns-Seidel-Stiftung neu aufgelegte Promotionskolleg, in dem 15 Stipendiatinnen und Stipendiaten gefördert werden.
Innerhalb der Hanns-Seidel-Stiftung sind das Institut für Begabtenförderung und die Akademie für Politik und Zeitgeschehen für das Projekt verantwortlich. Die wissenschaftliche Betreuung der Stipendiatinnen und Stipendiaten übernehmen gemeinsam die Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Humanwissenschaftlichen Zentrum (HWZ) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Interdisziplinären Zentrum Ästhetische Bildung (IZÄB). Die Anbindung an die schulische Praxis und die Umsetzung in den Lehrplan obliegt dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung.
Ausgangslage war das Bestreben, auch für die künstlerischen Fächer und Fachbereiche der Schule (wie Kunst, künstlerisches Schreiben, Sport, Musik, Theater) fundierte und von Fachwissenschaftlern akzeptierte Kompetenzmodelle, wie es sie für die naturwissenschaftlichen Fächer, für Mathematik, für Deutsch und die Fremdsprachen bereits gibt und die auch durch die Kultusministerkonferenz (KMK) in der konkretisierenden Umsetzung durch Bildungsstandards festgelegt sind, zu entwickeln.
An jeder der beiden beteiligten Universitäten arbeitet eine Gruppe ausgewählter Stipendiatinnen und Stipendiaten, die das schulische Spektrum der erwähnten künstlerischen Fächer abdeckt. Der Unterschied beider Gruppen besteht im Forschungsdesign der beiden Universitäten: Das HWZ der Ludwigs-Maximilian-Universität München ist stärker an den fachwissenschaftlichen Grundlagen ausgerichtet, die Arbeit der Promovendengruppe am IZÄB der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg orientiert sich vorwiegend an didaktischen, pädagogischen Grundlagen.
Um den inhaltlichen interdisziplinären Austausch beider Stipendiatengruppen zu vertiefen, wurde diese zweite thematische Arbeitstagung in Wildbad Kreuth ausgerichtet. Sie startete mit einer interdisziplinären und standortübergreifenden Arbeitsphase der Stipendiatinnen und Stipendiaten in kleinen Workshopgruppen, die intensiv von den Dozenten Prof. Jarhaus, Prof. Pöppel, Prof. Liebau und Dr. Wagner begleitet wurden. Nach Sondierung und inhaltlichem Austausch standen am zweiten Tag die Workshopergebnisse zur Diskussion und Bewertung, wobei auch Kurskorrekturen vorgenommen wurden.
Inhaltliche Inputs lieferten Prof. Dr. Christian Rittelmeyer (Georg-August Universität Göttingen) zum Thema „Über außerkünstlerische Wirkungen künstlerischer Tätigkeiten – Ein Einblick in die Transferforschung“ und Prof. Dr. Manfred Prenzel (Technische Universität München) mit seinem Vortrag „Kompetenzorientierung in den künstlerischen Fächern – eine Außensicht von PISA und der TUM School of Education. Beide Vorträge konnten inhaltlich direkte und indirekte Bezüge zu den jeweiligen Forschungvorhaben der Stipendiatinnen und Stipendiaten herstellen.
Diese zweite Arbeitstagung bot den beiden Stipendiatengruppen München und Erlangen- Nürnberg neben den für ihre Arbeiten wichtigen wissenschaftlichen Inputs auch verstärkt die Gelegenheit zur intensiven Zusammenarbeit und einem regen Austausch untereinander und mit den wissenschaftlichen Betreuern.

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