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Referat II/4 Bildung und Erziehung
Paula Bodensteiner
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Schulleitungskongress 2012

Paula Bodensteiner, Werner Sprick, Ludwig Spaenle und Peter Chott

Vom 20. bis 22. Mai 2012 richtete die Hanns-Seidel-Stiftung in Kooperation mit dem Institut für Pädagogische Führung und Fortbildung (vertreten durch den Leiter des Instituts Prof. Dr. Peter Chott) im Bayerischen Schulleitungsverband (vertreten durch den Vorsitzenden Werner Sprick) einen Schulleitungskongress aus. Dieses Mal wurde im Bildungszentrum Wildbad-Kreuth das Thema „Auf dem Weg zur kooperativen Schule – Kooperation im Kollegium, mit externen Partnern, in der Schulleitung fördern“ behandelt.

Die Aufgaben unserer Schulen werden immer komplexer und damit auch schwieriger. Diese Entwicklung bleibt nicht ohne Auswirkung auf den gesamten Bereich der Bildung. So verändert sich auch der Verantwortungsbereich der Schulleitung. Im Vordergrund stehen dabei die Sicherung und Steigerung der Qualität in der Schule, die konkret durch das Zusammenwirken von Unterricht, Schulleben und allen beteiligten Personen und Institutionen bestimmt wird. Um diese zunehmende Fülle der Aufgaben bewältigen zu können, ist innerhalb der Mitglieder der Schulleitung Kooperation unabdingbar. Zusammenarbeit ist aber nicht nur innerhalb der Schulleitung, sondern auch im Kollegium notwendig, um die Qualität von Unterricht und Erziehung zu steigern und ein effizienteres Lehrhandeln zu erreichen. Für eine moderne Schule spielen zudem externe Partner eine zunehmend größere Rolle. Die Zusammenarbeit mit diesen stellt eine zusätzliche Herausforderung - insbesondere für die Schulleitungen - dar.

Beim Schulleitungskongress 2012 wurde das Thema „Kooperation“ in dreifacher Hinsicht behandelt:

1.      Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der (erweiterten) Schulleitung - Kooperative Schulleitung

2.      Förderung der Kooperation innerhalb des Kollegiums

3.      Förderung der Kooperation mit externen Partnern

In Vorträgen und Workshops wurden die genannten drei Themenbereiche für die Teilnehmer aufbereitet.

„Stärkung der Kooperation zwischen Wirtschaft und Schule – Nutzung verborgener Potenziale“ lautete der Einstiegsvortrag von Manfred Theunert, dem Leiter der BMW Group Berufsausbildung in München. Im Ausbildungs- und ganz allgemein im Bildungsbereich dürfe man sich nicht nur auf die vergangene Erfahrungswelt stützen, sondern man müsse Anreize schaffen, die hungrig nach Wissen und Neuerungen machten. Zudem sei es wichtig, so Theunert, das Potenzial des Elternhauses für die Entwicklung der Kinder neu zu wecken. 

Thomas Riecke-Baulecke
Stefan Seitz

Dr. Thomas Riecke-Baulecke, der Direktor des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig Holstein, stellte in seinem Vortrag „Als Führungskraft wirken – Kooperationen und Leitungsarbeit professionell gestalten“ klar, dass jede Institution, die Professionalität bei Leitungsarbeit und Kooperationen anstrebt, sich auf ihr Kerngeschäft besinnen müsse und dies sei in der Schule gute Bildung und Erziehung! Des Weiteren wurden Kriterien wirksamer Führungstätigkeit sowie Strukturen, die Partizipation und Kommunikation fördern und sich somit positiv und gewinnbringend auf die Meinungsbildung, die Umsetzung von Entscheidungen und die gegenseitige Unterstützung im Kollegium auswirken, herausgearbeitet.

Beweggründe und Grundbedingungen von Netzwerkarbeit auch an Hand praktischer Beispiele erörterte Dr. Stefan Seitz, Leiter des Praktikumsamts an der katholischen Universität Eichstätt in seinem Vortrag „Kooperation durch Netzwerkarbeit – Schulentwicklung gemeinsam gestalten“. Er zeigte die Zielsetzung von Netzwerkarbeit auf,  ging dezidiert auf Vor- und auch auf Nachteile der Netzwerkarbeit ein und betonte, dass Netzwerkbildung nur auf freiwilliger Basis geschehen könne.  

„Inteam – souverän, kreativ, solidarisch führen oder: die zwei Körper des Königs (Direx)“ lautete der Vortrag von Pfarrer Dr. Jochen Wagner, Studienleiter an der evangelischen Akademie Tutzing, in dem er den Fokus auf die Schwierigkeit von guter Führung und Kooperation legte und dies immer wieder am Beispiel „Fußball“ festmachte. Mit seiner Ausgangsfrage „Was bedeutet Führung, wie lernt man Führung?“ spannte er eindrucksvoll den Bogen und betonte dabei die Wichtigkeit des impliziten Wissen, der körperlichen Erkenntnis und dem Erfahrungswissen, die zu einem gelingenden Miteinander beitragen. Seine Botschaft war, authentisch zu sein, was soviel heißt, sich selbst leben, niemanden aufgeben  und auch den Schwächsten mitnehmen.

„Die Anstrengungen des differenzierten bayerischen Schulsystems beziehen sich insbesondere auf die Qualität und die Chancengerechtigkeit, wobei ein Schwerpunkt auch auf die Übergänge im Lernweg des Einzelnen gelegt werden müsse“, konstatierte der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle. In seinem Vortrag hob er inhaltliche wie personelle Verbesserungen der letzten Jahre im Schulbereich hervor, erwähnte aber auch Schwierigkeiten, die heterogene Bildungslandschaft in einem Flächenstaat wie Bayern gerecht zu koordinieren und die damit verbundene Ressourcenbindung. Auch betonte er die Wichtigkeit einer zunehmenden Vernetzung von Schule, Wirtschaft und anderen Institutionen, nach dem Vorbild der Bildungsregion Bayern. In einer langen Diskussionsrunde stand der Minister den Teilnehmern zu ihren Fragen Rede und Antwort.

Jochen Wagner
Die Thematik fand reges Interesse und somit auch eine entsprechend zahlreiche Zuhörerschaft.

In den folgenden fünf thematischen Workshops konnten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Inputs und Anregungen für den schulischen Alltag holen und selbst Ideen einbringen:

1. Tausend und eine Idee zur Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen  (Dr. Claudia Bade, Gründerin und Leiterin von Marraine Hamburg, Beratungsfirma für informelles, schulisches und außerschulisches Lernen)

2. Zukunftswerkstatt: Kooperation mit dem Schulamt gestalten (Wolfgang Blos, Fachlicher Leiter des Schulamts Forchheim)

3. Kooperation im Kollegium fördern z.B. durch Netzwerkarbeit konkret - von der Idee zur praktischen Umsetzung (Dr. Stefan Seitz Leiter des Praktikumsamts an der katholischen Universität Eichstätt)

4. Kooperativ führen – Erfahrungen unter anderem aus dem Modus-F-Projekt (Dr. Karin Oechslein, Ministerialbeauftragte für Gymnasien in Oberbayern)

5. Teamwork fördern im Kollegium (Michaela J. Kopp, Trainerin und Coach, Dozentin bei der IHK Niederbayern, Lehrbeauftragte Fachhochschule Deggendorf).

Der Kongress verdeutlichte, dass die Qualität einer Schule sehr stark von der Person der Leitung, deren Kooperationsfähigkeit und –willigkeit und der ihres Kollegiums beeinflusst wird. Um diese Fähigkeiten weiter auszubauen, waren Referentinnen/Referenten und Seminargestalter/innen aus unterschiedlichen Bereichen gefragt, Ideen vorzustellen und Impulse zu setzen, die in der schulischen Praxis auch umsetzbar sind. Diesem Anspruch wurde die Veranstaltung umfassend gerecht.

Rede L. Spaenle

Vortrag M. Theunert

Vortrag Th. Riecke-Baulecke

Vortrag St. Seitz

Vortrag J. Wagner

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