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Referat V/3 Afrika
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Demokratische Republik Kongo

Projektaktivität:
seit 1979

Projektstandort:
Kinshasa

Projektleitung:
Götz Heinicke

Projektziele:

  • Erhöhung des Grades des Demokratieverständnisses der Zivilgesellschaft (landesweit)
  • Förderung der strukturellen Entwicklung von Unternehmervereinigungen (Kinshasa, Matadi)
  • Verbesserung der ländlichen Entwicklung - Kommunalwesenentwicklung (Plateau Bateke, Gungu)
  • Stärkung der Kapazitäten der staatlichen Verwaltung im IT-Bereich (Kinshasa)

Zielgruppen:

  • Multiplikatoren der Zivilgesellschaft
  • Unternehmer- und Landwirtschaftsvereinigungen
  • Beamte und Staatsbedienstete

Projektkurzbeschreibung:
Der demokratische Prozess in der DR Kongo steht noch am Beginn seiner Entwicklung und das demokratische Verständnis in der Bevölkerung ist noch nicht ausgeprägt. Die Bevölkerung ist über alltägliche politische und demokratische Dinge nur schlecht bis gar nicht informiert. Unabdingbar für jegliche politische, demokratische Entwicklung in der DR Kongo wird jedoch mindestens eine gewisse wirtschaftliche und soziale Stabilität sein. Die Bereitschaft zur Teilnahme am politischen Prozess durch die Bevölkerung wird nur dann bestehen, wenn die persönliche, wirtschaftliche (Armut, Hunger, etc.) und soziale (Krankheiten, Zugang zu sauberen Wasser, Umweltschutz, etc.) Entwicklung sich eher verbessert als verschlechtert. Die politische Entwicklung des Landes muss daher einhergehen mit einer wirtschaftlichen Verbesserung für die Bevölkerung.

Insofern leistet das Projekt einen Beitrag zur Dezentralisierung und Demokratisierung in der DR Kongo, da

  • die Bevölkerung politisch informiert wird und ihr in den Projektregionen durch Dialogmaßnahmen die Möglichkeit zur Teilnahme am politischen Prozess gegeben wird,
  • Kleinunternehmer in Kinshasa und Matadi durch ihre Mitgliedschaft in funktionierenden Unternehmervereinigungen verbesserte politische Einflussmöglichkeiten haben,
  • ausgewählte ländliche Regionen (Plateau Bateke und Gungu) bei der verbesserten Produktion von Nahrungsmitteln unterstützt werden. Das führt zu stabileren wirtschaftlichen Verhältnissen und dadurch zu einem steigenden politischen Engagement (vor allem durch Landwirtschaftsvereinigungen).
  • eine verbesserte, staatliche Verwaltung wirtschaftliche Hemmnisse verringert.

Partner:

  • Institut des Stratégies pour le Développement Durable (ISDD)
  • Centre d´Actions pour le Développement des Entreprises en Afrique (CADEA)    
  • Centre d´Appui au Développement Intégral Mbankana (CADIM)    
  • Planungsministerium der DR Kongo

EU-finanzierte Projekte in der DR Kongo:
Die Hanns-Seidel-Stiftung führt derzeit zwei EU-teilfinanzierte Aufforstungsprojekte aus. Ziel beider Projekte ist die Akazienaufforstung durch lokale Landwirte in ihren Dörfern. Dadurch wird der sandige Savannenboden für die Landwirtschaft nutzbarer gemacht und der Anreiz wird verringert, die natürlichen Wälder zur Gewinnung von Holzkohle abzuholzen. Somit wird ein Beitrag zur Produktion von Nahrungsmitteln, aber auch zum Umweltschutz geleistet.

Im Rahmen des Projektes in Gungu (Provinz Bandundu) werden langfristig ca. 3.500 ha Savanne in 35 Dörfern aufgeforstet. Durch das Projekt "Makala", in welchem die Hanns-Seidel-Stiftung lediglich Projektpartner ist, werden insgesamt etwa 2.000 ha Savanne auf dem Plateau Bateke, in Mbuji-Mayi (Provinz Kasai-Oriental), Kisantu (Provinz Bas-Congo) und geringfügig auch im Umkreis der Stadt Kisangani mit Akazien bepflanzt.

Projekthomepage (französischsprachig):
undefinedwww.hss.de/kongo

Themenübersicht:
undefinedUnsere Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo

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