Print logo

HSS

Afrika

Afrika hat mittlerweile etwa 1,3 Milliarden Einwohner, die UN rechnet mit einer Verdoppelung dieser Zahl auf ca. 2,5 Milliarden bis 2050. In den meisten afrikanischen Ländern reichen daher die jüngsten und bemerkenswerten Wirtschaftswachstumsraten von zumeist über 6% nicht aus, um dieses rasante Bevölkerungswachstum zu kompensieren. Des Weiteren trifft der Klimawandel den Kontinent besonders hart: Sowohl extreme Dürren und die damit einhergehende zunehmende Desertifikation der Sahelzone als auch tropische Stürme wie 2019 der Zyklon Idai in Mosambik und Simbabwe fordern Tausende Todesopfer und entziehen Millionen von Menschen die Lebensgrundlage. Schließlich gibt es trotz positiver Entwicklungen in einigen unserer Projektländer weiterhin zahlreiche autoritäre und korrupte Regime oder gar „Failed States“ und Bürgerkriege mit hohen zivilen Opferzahlen. Folglich ist es gut nachvollziehbar, dass die Anzahl der Migranten und Flüchtlinge aus und innerhalb Afrikas stark gestiegen ist. Bereits 2011 führte in Nordafrika der Unmut gegenüber den dort autoritär herrschenden Regimen und den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen zu den Massenprotesten und Aufständen des arabischen Frühlings.

Afrika ist auch für Deutschland als unmittelbar an Europa angrenzender Anrainer des südlichen Mittelmeeres einer der wichtigsten Partner in der Entwicklungszusammenarbeit. Aus diesem Grund legt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit seinem Marshallplan mit Afrika (2017) den Fokus auf Europas südlichen Nachbarn. Um den außen-, wirtschafts-, und sicherheitspolitischen Interessen Europas nachzukommen, ist eine Entwicklungspolitik notwendig, die den Bedürfnissen der Afrikaner gerecht wird und eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ postuliert. Nur wenn diese Politik genügend Akzeptanz findet, wird sie eine Chance auf Erfolg haben. 

Wir wollen durch unsere Arbeit in erster Linie zur Verbesserung der Lebensverhältnisse vor Ort und damit auch zur Bekämpfung von Fluchtursachen beitragen. Für uns sind demokratisch-rechtsstaatliche, wirtschaftliche und soziale Fortschritte in den Staaten Afrikas die Hauptziele unserer Bemühungen. Diesen Zielen dienen Projektmaßnahmen in folgenden Bereichen:

  • Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen im städtischen und ländlichen Raum
  • Beteiligung der Zivilgesellschaft an politischen Entscheidungsprozessen
  • Gesellschaftspolitische Bildung
  • Förderung dezentraler, partizipativer Verwaltungsstrukturen
  • Förderung von Parlament und Justiz
  • Sicherheitspolitik
  • Gesellschaftspolitische Förderung der Frauen
  • Unterstützung des wirtschaftlichen Fortschritts durch Förderung von Start-Ups und Managementtraining
  • Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft

In Afrika arbeitet die Hanns-Seidel-Stiftung mit Partnern in 20 Ländern zusammen: Ägypten, Algerien, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Ghana, Kenia, DR Kongo, Libyen, Mali, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Tansania, Togo, Tunesien, Simbabwe, Südafrika und Uganda. 

Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Auswärtigen Amtes, der Bayrischen Staatskanzlei und der Europäischen Union und anderen internationalen Geldgebern.

Kontakt
Leiterin: Maryam Schmidt
Naher Osten, Nordafrika
Leiterin:  Maryam Schmidt
Telefon: 089 1258-290
Fax: 089 1258-359
E-Mail: schmidtm@hss.de
Leiter: Klaus Liepert
Afrika südlich der Sahara
Leiter:  Klaus Liepert
Telefon: 089 1258-366
Fax: 089 1258-359
E-Mail: liepert@hss.de