Print logo

Béatrice Kockelmann

Togo

  • Dezentralisierung, Demokratisierung, Rechtsstaatlichkeit
  • Konfliktprävention/ Förderung einer bürgernahen Polizei
  • Förderung der lokalen Wirtschaft

Projekt

Standort:
Lomé

Leitung: 
Dr. Klaus Grütjen
Büroleitung: Béatrice Kockelmann

Homepage:
https://westafrica.hss.de/togo/

Facebook:
https://www.facebook.com/HSF.westafrica/

Ziele:

  • Stärkung der funktionalen Rahmenbedingungen des demokratischen und rechtsstaatlichen Staatsaufbaus in Togo
  • Förderung des gesellschaftspolitischen Engagements der Zivilgesellschaft
  • Förderung einer bürgernahen Polizei
  • Verbesserung der lokalen Wirtschaft

Zielgruppen:

  • Zivilgesellschaftliche Vertreter
  • Entscheidungsträger/Führungskräfte in den Bereichen Politik und Verwaltung
  • Polizeibeamte aller hierarchischen Grade
  • Sekundarschüler/Studierende/Jugendliche
  • Lokale Akteure, Meinungsführer
  • Frauen in der Politik und in der lokalen Entwicklung

Kurzbeschreibung:
Togo kennzeichnete sich in den vergangenen Jahren durch eine positive makroökonomische Entwicklung, ein für die Region überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum sowie kontinuierliche Zugewinne in internationalen Rankings (Togo zählte gemäß Ibrahim Index of African Governance und Doing Business Report der Weltbank zu den reformeifrigsten Ländern im wirtschaftspolitischen Bereich). Mit den verfolgten Entwicklungsstrategien erhofft sich das Land, die Wirtschaft strukturell zu verändern, um ein starkes, nachhaltiges, belastbares und integratives Wachstum zu schaffen und das soziale Wohlergehen zu verbessern.

Allerdings gibt es weiterhin Faktoren, die eine politische Stabilisierung des Landes, die Stärkung von Demokratie und Rechtsstaat sowie die Versöhnung der Bevölkerungsgruppen beeinträchtigen. Hierzu zählen die historisch bedingte Vertrauenskrise in die staatlichen Institutionen und zwischen den politischen Lagern, der ausgebliebene politische Konsens über die inzwischen vorgenommenen institutionellen und Verfassungsreformen, die Unzufriedenheit über mangelnde politische Teilhabe und das Ausbleiben von politischer Öffnung. In diesem Kontext wurde Faure Gnassingbé am 22. Februar 2020 zum 4. Mal in Folge zum Staatspräsidenten wiedergewählt.

Mangelnde soziale und wirtschaftliche Inklusion breiterer Gesellschaftsgruppen und deren mit steigender Ungeduld vorgebrachter Wunsch nach besseren Lebensbedingungen und zukunftsträchtigen Perspektiven sind in Togo akute Probleme, zu deren Bewältigung die Umsetzung der Vorgaben des von der Regierung verabschiedeten Nationalen Entwicklungsplans (PND) für 2018-2022 signifikant beitragen soll.

Am 30. Juni 2019 wurden die seit langem ausstehenden Kommunalwahlen abgehalten. Dies war ein wichtiger Meilenstein für die Umsetzung der Dezentralisierung. Die dadurch begünstigte Einbindung breiterer Gesellschaftsschichten in den sozioökonomischen Entwicklungsprozess und deren stabilisierende Wirkung dürften die Demokratie im Lande festigen.

Die Entwicklung der Sicherheitslage in der Region hat die Bewusstseinsbildung der polizeilichen Dienste verstärkt hinsichtlich einer breitestmöglichen Inklusion aller Bevölkerungsgruppen bei der Gewährleistung öffentlicher Sicherheit über den Weg einer bürgernäheren Polizei. Dies steht nach wie vor im Prioritätenkatalog der Sicherheitspolitik des Landes. Hierzu gehört u.a. der mühsame Prozess der Wiederherstellung des Vertrauens zwischen Bevölkerung und polizeilichen Diensten über bessere Praktiken und einen verstärkten Dialog.

Stärkung der funktionalen Rahmenbedingungen des demokratischen und rechtsstaatlichen Staatsaufbaus
In Togo werden Dialogplattformen für zivilgesellschaftliche Akteure geschaffen und gefördert, um die Evaluierung politischer Prozesse zu ermöglichen. Ebenso wird der Prozess der Vertrauensbildung über gesellschaftspolitische Bildungsmaßnahmen öffentlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure verstärkt. Ziel des Engagements der HSS in diesem Bereich ist ein kontinuierlicher, konfliktpräventiver Dialog, der die gesellschaftliche Kohäsion stärkt, innenpolitisch stabilisierend sowie demokratisierungs- und entwicklungsfördernd wirkt. Mit der Stärkung der Kenntnisse von Mandatsträgern auf lokaler Ebene wird ein Beitrag zur effektiven und effizienten Dezentralisierung und Demokratisierung an der Basis geleistet.

Förderung des gesellschaftspolitischen Engagements der Zivilgesellschaft
Die HSS setzt Maßnahmen um, die die gesellschaftliche, rechtliche und politische Stellung der Frau stärkt. Sie unterstützt die Weiterbildung von Frauen zur Übernahme von politischen Ämtern auf lokaler Ebene und fördert das gesellschaftspolitische Engagement der Jugend. Junge Bürger sollen darin bestärkt werden, sich in konstruktiver und verantwortungsvoller Weise in die Gesellschaft einzubringen und ihre Rolle als Multiplikatoren in ihrem direkten Umfeld kompetenter und effizienter wahrzunehmen.

Förderung einer bürgernahen Polizei
Seit 2015 erfolgt in Togo die Förderung einer bürgerfreundlichen Polizei im Rahmen eines mehrere Projektländer umfassenden Programms (Benin, Burkina Faso, Ghana, Niger, Togo). In enger Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsministerium werden Maßnahmen zur Entwicklung und Umsetzung des Konzepts einer bürgernahen Polizei und zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit durch das arbeitsteilige Zusammenwirken von staatlichen Sicherheitskräften und Zivilgesellschaft („Koproduktion der öffentlichen Sicherheit“) durchgeführt. Ziel und Zweck der durchgeführten Maßnahmen ist es, das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheitskräfte zurückzugewinnen und im Hinblick auf Konfliktprävention und Terrorismusbekämpfung, den Dialog zwischen Zivilgesellschaft und Sicherheitskräften sowie die diesbezügliche konstruktive Zusammenarbeit zu fördern und zu stärken.

Förderung der lokalen Wirtschaft
Die verstärkte Teilhabe der Bevölkerung am wirtschaftlichen Geschehen in Landesregionen mit begrenztem Wirtschaftspotential ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der HSS in Togo. Sie unterstützt einerseits Ausbildungsveranstaltungen zur Verbesserung der technischen Kenntnisse und Fertigkeiten junger Elektriker und Elektroniker im Bereich der Installation von Fotovoltaik-Anlagen, und andererseits Ausbildungsmaßnahmen für Fachberater für ländliches Unternehmertum. Somit trägt die HSS zur Vermittlung von unternehmerischem Wissen und zur Begleitung und Weiterbildung junger Unternehmer in ausgewählten Modelldörfern bei.

  • Ministerium für Inneres und Zivilschutz/Ministère de la Sécurité et de la Protection Civile (MSPC)
  • Nationale Konzertierungsplattform zivilgesellschaftlicher Organisationen Togos / Concertation Nationale de la Société Civile du Togo/ (CNSC-Togo)
  • Reflexions-und Aktionsgruppe Frauen, Demokratie und Entwicklung / Groupe de Réflexion et d’action Femme, Démocratie et Développement/ (GF2D)
  • Internationale Mediziner-Vereinigung zur Förderung von Bildung und Gesundheit in Afrika (Association Internationale des Médecins pour la Promotion de l’Education et de la Santé en Afrique (AIMES-Afrique)
  • Nationaler Jugendrat/ Conseil National de la Jeunesse (CNJ)
  • Urbis Foundation
  • Universität von Kara
  • Universität von Lomé
  • Institut Saint Paul
  • BINUS Togo: Bilimon UN Simulation of Togo
  • Wohlbefinden für nachhaltige Entwicklung/ Bien-Etre pour le Développement Durable (BEDD)

Kontakt

Ansprechpartner in Togo

Projektleitung Dr. Klaus Grütjen
Togo
Projektleitung:  Dr. Klaus Grütjen
Anschrift
Hanns Seidel Foundation
Rue des Pastèques
B.P. 2611 Lomé
Lomé
Togo
Telefon: +228 22 20 18 84
Fax: +228 22 20 18 47
E-Mail: togo@hss.de
Website: https://westafrica.hss.de/togo/

Ansprechpartner in Deutschland

Leiter Klaus Liepert
Afrika südlich der Sahara
Leiter:  Klaus Liepert
Telefon: 089 1258-366
Fax: 089 1258-359
E-Mail: liepert@hss.de
Afrika südlich der Sahara
Projektkoordinatorin:  Jeanette Huber
Togo, Benin, Niger, Tansania und Uganda
Telefon: 089/1258-278
E-Mail: huber-J@hss.de