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master2; iStock; HSS

Kenia

  • Demokratische Verwaltungsstrukturen
  • Förderung von Nachwuchsführungskräften
  • Klimawandel

Projekt

Standort:
Nairobi/Kenia; Projektaktivitäten in Äthiopien und Dschibuti

Leitung: 
Uta Staschewski

Homepage:
https://kenya.hss.de

Facebook:
https://www.facebook.com/hsfkenya/

Instagram:
www.instagram.com/hsfkenya/

Twitter:
https://twitter.com/HSF_Kenya

Ziele:

Kenia                          

  • Förderung des politischen Engagements von Bürgern
  • Stärkung des politischen Dialogs
  • Aufbau demokratischer Praktiken/Strukturen öffentlicher Institutionen
  • Förderung demokratischer Praktiken in Parteien und Nicht-Regierungsorganisationen
  • Verbesserung der Transparenz rechtlicher und politischer Rahmenbedingungen im Unternehmensgründungsprozess

Äthiopien

  • Förderung des föderalen Systems
  • Bereitstellung von Informationen für politische Entscheidungsprozesse

Dschibuti

  • Unterstützung nachhaltiger Entwicklung (Ziele für nachhaltige Entwicklung/SDG) 1, 8, 9, 13, 15 und 17)

Regionalziel Ostafrika

  • Förderung eines praxisorientierten regionalen Dialogs zwischen Multiplikatoren aus Ostafrika über globale Themen im regionalen Kontext

Zielgruppen:

Zielgruppen der politischen Bildungsarbeit und der Stärkung von Bürgerbeteiligung, Transparenz und Erfüllung der Rechenschaftspflicht sind in erster Linie Akteure auf lokaler Ebene, die bestimmte Gruppen der Bevölkerung repräsentieren und auch eine Funktion als Multiplikatoren wahrnehmen können, so dass die Wirkung der Maßnahmen über die Teilnehmer hinausreicht. Hierzu zählen lokale Führungskräfte, Vertreter der lokalen Verwaltung und NGOs, FBOs (Faith based operators) oder CBOs (Community based organizations), von Landwirtschafts- oder Frauenorganisationen, religiöse Führungspersönlichkeiten oder andere in der Gemeinde anerkannte Persönlichkeiten, die Ansehen genießen und auf deren Stimme gehört wird, so dass sie als Multiplikatoren wirken können.

Ferner werden junge politische Vertreter auf lokaler und nationaler Ebene direkt angesprochen. Auch Vertreter der lokalen und regionalen Privatwirtschaft sowie ausländische Investoren finden Berücksichtigung.

Eine weitere Zielgruppe des Programms in Kenia sind die Vertreter der Legislative (County-Versammlung) und Exekutive ausgewählter Counties. Frauen mit Führungsaufgaben oder junge potentielle Kandidatinnen für entsprechende Positionen sollen besonders berücksichtigt werden. Die Unterstützung der Jugendflügel politischer Parteien zielt insbesondere ab auf Parteimitglieder mit Potential für Führungsaufgaben.

Kurzbeschreibung:
Grundsätze der Projektarbeit:

Lokale Lösungen für komplexe sozialpolitische und wirtschaftliche Herausforderungen im nationalen, regionalen und globalen Kontext.

Durch individuelle und strukturelle Maßnahmen von politisch engagierten Personen, Institutionen der Zivilgesellschaft, Regierungsinstitutionen, politischen Parteien, Entscheidungsträgern aus Politik und Zivilgesellschaft (Multiplikatoren) wird unter Berücksichtigung des Devolutionsprozesses das Verständnis für demokratische Zusammenhänge und individuelle Rechte verbessert. Initiativen, Anwendung innovativer Tools, systemische Herangehensweise sowie aktives Networking und Koalitionsbildung fördern gesellschaftspolitische Partizipation. Die Bürger sollen sich zunehmend in die Lage versetzt sehen, ihre Rechte sowohl innerhalb einer Organisation, ihrer Community oder innerhalb ihrer Netzwerke als auch individuell verstärkt und kontextspezifisch wahrzunehmen. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppen.

Generell haben die unterschiedlichen Zielgruppen einen erhöhten Bedarf, Maßnahmen für individuelle, spezifische (prozessual-systemische) Fragestellungen und Probleme zu entwickeln. Die Maßnahmen werden bedarfs- und zeitgerecht sowie partizipativ ausgeführt. Ihre Wirkungen werden kontinuierlich überprüft.

Hinsichtlich der geographischen Abdeckung der Maßnahmen werden Fact-Finding-Missionen durchgeführt, um herauszufinden, inwieweit die Arbeit in anderen Counties intensiviert werden kann.

Verbindungen schaffen durch (online und offline) Dialoge: Die Komplexität von Problemen und der beschleunigte Wandel in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verlangen Flexibilität und Offenheit gegenüber digitalen und vernetzten Dialog- und Kommunikationsprozessen und Lernen. Dynamische Gegebenheiten erfordern eine Fokussierung auf Partizipation und Prozesse, in die eine Vielzahl von Akteuren eingebunden sein muss. Der Multimedia-Ansatz sowie ein Dialog, der Kommunikation und Verbindung schafft, sind Beispiele für integrative, system-sensitive, zielgruppenzentrierte, themenübergreifende Lösungen, die den Auswirkungen der Digitalisierung und des beschleunigten Wandels Rechnung tragen. Zu diesem Human-Centered-Ansatz gehört auch die Berücksichtigung sozialer Tools (Führungsrollen und Empathie) als Grundvoraussetzungen für Kommunikation und Verbindung. Ziel ist die professionelle Begleitung und Unterstützung von Führungskräften, Zukunftsmöglichkeiten wahrzunehmen und Lösungen für komplexe Probleme/Themen zu erarbeiten. Die HSS implementiert diese Ansätze in ihrem eigenen Co-Working-Space in Kenia, dem Ushirikiano (Swahili für Kooperation) – Space, ein Konzept, das in Eigenregie entwickelt wurde.

Digitialisierung und Entwicklungszusammenarbeit: Beitrag zur Formulierung positiver Zukunftsszenarien:

Der digitale Wandel ist die treibende Kraft für globales, innovatives, integratives und nachhaltiges Wachstum. Das gilt insbesondere für Subsahara-Afrika. Die Digitalisierung wird einer der wichtigsten Wachstumssektoren auf dem Kontinent werden.

Kenia gilt neben Südafrika als Zentrum digitaler Entwicklung. Mobilfunk und Internet haben das Potential, neue Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich zu schaffen und die Startup-Szene zu beflügeln. Die Weltbank sprach in ihrem Weltentwicklungsbericht 2016 vom Megatrend Digitalisierung. Informations- und Kommunikationstechnologie kann einen Beitrag zur Bewältigung von komplexen Problemen leisten. Globale Entwicklungen sind zunehmend geprägt von Nichtvorhersehbarkeit, Anfälligkeit und zunehmender Komplexität von Problemen auf Community-, nationaler, regionaler und globaler Ebene. Probleme scheinen vielschichtiger und miteinander verflochten. Standardlösungen oder “Quick-fixes” sind nicht immer erfolgreich, weil sie häufig nicht den Bedürfnissen entsprechen, nicht themenübergreifend, nachhaltig und von allen getragen sind. Eine Verknüpfung relevanter Themen und Probleme erfolgt nur selten. Agile Denkansätze, Organisationsstrukturen und Führungsstile sind notwendig, um Probleme zu erkennen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Um echte Veränderungen zu bewirken, reichen Smartphone-Apps und Algorithmen nicht aus. Vielmehr müssen die neuen Technologien nutzbar gemacht werden. Hierzu sind orts- und kontextspezifisches Wissen, Kompetenzen und Erfahrungswerte erforderlich, welche die HSS aufgrund ihrer langjährigen Projekterfahrung in den einzelnen Ländern Subsahara-Afrikas besitzt. Darüber hinaus ist es notwendig, die entsprechenden (analogen) politischen Rahmenbedingungen herzustellen, um aus dem digitalen Wandel im Kontext von klimatischer-und ökologischer Nachhaltigkeit in Subsahara-Afrika echte Chancen abzuleiten.

Data-driven Everything – Data Science ist ein Konzept, mit dem Statistiken, Analysen, maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Methoden und Techniken miteinander verknüpft werden, um politische, wirtschaftliche und soziale Phänomene besser zu verstehen und analysieren zu können und evidenzbasierte Politikberatung insbesondere im Wirtschaftsbereich zu leisten.

Wir leben in einer Zeit der Daten und intelligenter Maschinen. Datengesteuert zu sein, bedeutet, Daten ernst zu nehmen und unsere Ziele auf entsprechende Analysen abzustimmen, also agil auf Informationen zu reagieren, die aus Daten generiert wurden. In Zusammenarbeit mit einem Wirtschaftspartner wird die HSS Kenia erstmalig ein modernes, datengesteuertes Projekt initiieren.

I. Arbeit in Kenia

Politische Rahmenbedingungen - Balance zwischen Demokratie und Entwicklung: Rechtsstaatlichkeit, politische Teilhabe und eine demokratische Regierungsführung sind Grundbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung Kenias. Die Förderung dieser Bereiche gehört zum Standard-Mandat der HSS in Kenia. Die Stärkung von Regierungsinstitutionen, wie eine unabhängige Wahlkommission, steht dabei im Fokus. Starke zivilgesellschaftliche Organisationen und Glaubensgemeinschaften können dazu beitragen, Konflikte im Zusammenhang mit Wahlen beizulegen und demokratische Prinzipien und Prozesse zu fördern. Durch einen thematisch breit angelegten Ansatz mit Fokus auf ausgesuchten Zielgruppen und Multiplikatoren wird sichergestellt, dass die Maßnahmen auf Interessen der Zielgruppen zugeschnitten sind und auch Wirkung erzielen. Lokale Mitarbeiter werden verstärkt geschult und stärker in (Lern-)Prozesse des Projekt- und Maßnahmen-Designs sowie der Wirkungsmessung eingebunden.

Jugend und Gender: Im Fokus der Arbeit im Bereich Rechtsstaatlichkeit und Guter Regierungsführung stehen junge Politiker und politisch interessierte Jugendliche sowie junge Frauen in der Politik. Ein innovativer Ansatz setzt zunächst auf die Bildung von Allianzen innerhalb der Zielgruppen, die dann an maßgeschneiderten Programmen zur Förderung von Kenntnissen und Fähigkeiten teilnehmen. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit internationalen politischen Dachorganisationen wird aktiv gefördert. Auch im Bereich der Unternehmensförderung stehen Jugendliche im Fokus. Das Thema Jugendradikalisierung wird aufgrund der Aktualität weiterverfolgt.

Wirtschaft und Politik: Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Kenia durch die Förderung von Investitionen und unternehmerischen Initiativen ist ein aktueller Schwerpunkt. Die Wirtschaft hat das Potential, positive politische und soziale Effekte zu schaffen. Die HSS sieht es deshalb als ihre Aufgabe an, thematische Schnittmengen zu identifizieren und nutzbar zu machen. Der von der HSS gemeinsam mit der AHK und Rödl & Partner gegründete Think Tank Kenya Business Guide unterstützt sowohl den privaten als auch den öffentlichen Sektor, um Führungskräfte aus der Politik und Wirtschaft bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Zu den Initiativen gehören Policy und Startup Support, wissenschaftliche Arbeit zur Digitalisierung (regionaler Ansatz) und über den Einfluss Chinas in Ostafrika sowie zur Netzwerkbildung, Vernetzung mit dem Klima-, Jugend- und Gender-Portfolio. Kürzlich wurde der Wirtschaftsclub Nairobi ins Leben gerufen.

Klima, Umwelt Nachhaltigkeit (an den Schnittstellen Wirtschaft und Politik)
Der afrikanische Kontinent ist von den Auswirkungen durch Umweltzerstörung und steigenden CO2-Emissionen besonders betroffen. In vielen Regionen Afrikas wurde in der vergangenen Dekade ein Anstieg der Temperaturen sowie ein Rückgang von Niederschlägen verzeichnet. Die Implementierung von klimatischen und ökologischen Nachhaltigkeitsinitiativen hat Bedeutung, da Afrika durch Bevölkerungswachstum und Industrialisierung vor einer massiven Ausweitung seines Energiebedarfs steht. Darüber hinaus ist es wichtig, den Prozess der Industrialisierung und Ausdehnung ökonomischer Aktivitäten schon jetzt energieeffizient und umweltschonend zu gestalten, um eine nachhaltige ökonomische Entwicklung zu gewährleisten.

Im Rahmen der Länderinitiativen sollen insbesondere Verbindungen zu weiteren Themen geschaffen werden. Hierzu gehören nachhaltige Wirtschaftsförderung und der Bereich Governance.

II. Arbeit in Äthiopien
Föderalismus, politischer Dialog, Wirtschaft und Klima

Die Arbeit der HSS in Äthiopien ist auf politische Entscheidungsträger auf nationaler und regionaler Ebene (Afrikanische Union) ausgerichtet. Ziel ist es, eine Vielfalt von Lösungsmöglichkeiten in Form von Politikansätzen und/oder Grundlagenforschungen anzubieten. Weiterhin geht es darum, den politischen Diskurs unter politischen Entscheidungsträgern und mit internationalen Experten themenübergreifend zu stärken. Insbesondere das Thema Föderalismus steht im Fokus. Initiativen sollen dazu führen, dass neue Perspektiven entstehen, die dann zur Lösung komplexer Probleme beitragen können. Dialoge können neue Handlungsräume öffnen und innovative Lösungsansätze entstehen lassen, die das Produkt gemeinsamer Denkprozesse sind.

Das Thema Sicherheit ist im Hinblick auf die geographische Verortung des Landes von entscheidender Bedeutung. Äthiopien gilt als Sicherheitsanker in der Region Ostafrika.

III. Arbeit in Dschibuti
Der Fokus dieser Projektkomponente wird in den Bereichen Wirtschaftliche Entwicklung und Klima liegen.

Virtuelle Maßnahmen können sein: Meetups, Online-Seminare, Konferenzen (online), Beratungen (online), Dialoge (online), Diskussionen (online), Konversationen (online), Slack Channels, Co-Creation-Aktivitäten (google docs etc.).

Präsenz-Maßnahmen: Workshops, Meetups, Symposien, Konferenzen (offline), Beratungen, Dialoge (offline), Diskussionen (offline), Konversationen

(Offline), Co-Creation-Aktivitäten (offline)

Publikationen: digitale Veröffentlichungen (Handbücher, Infografiken, Factsheets), Druckexemplare, Video- und Audio-Inhalte, Crafted Story, Website, App, Hybrid usw.

Kenia

  • Ecumenical Centre for Justice and Peace (ECJP )
  • INUKA Kenya Trust (INUKA)
  • Institute for Security Studies (ISS)
  • Kenya Alliance of Resident Associations (KARA)
  • Shujaaz Inc.
  • Campde Voices
  • Youth Senate Association
  • Mzalendo Trust
  • Echo Network Africa (ENA)
  • North Rift Economic Bloc  (NOREB)
  • Kenya Business Guide Think Tank (KBG)

Kooperationspartner:

  • East African Institute (EAI) an der Aga Khan Universität
  • Strathmore Law School, Strathmore Business School
  • Kenya Private Sector Alliance (KEPSA) und Kenya Association of Manufacturers (KAM)
  • Good Karma Kenia Films

Ko-Kreierte Initiativen

  • Binti Uongozini
  • Civics Mtaani
  • Ushirikiano Space

Äthiopien

  • Institute for Security Studies
  • Addis Ababa University

Kooperationspartnerschaften:

  • Ethiopian Foreign Relation Strategic Institute (EFRSSI)
  • IceAddis Incubator Space
  • XHub Addis Abeba

Kontakte

Ansprechpartner in Kenia

Projektleitung Uta Staschewski
Kenia
Projektleitung:  Uta Staschewski
E-Mail: staschewski@hss.co.ke
Anschrift
Hanns Seidel Foundation
The Pavilion, Mwanzi Road, off Lower Kabete Road
P.O. Box 39777-00623
Nairobi, Kenya

Telefon: +254 20 23 78 475 / 79 | +254 72 42 55 800
E-Mail: staschewski@hss.co.ke
Website: https://kenya.hss.de/

Ansprechpartner in Deutschland

Leiter Klaus Liepert
Afrika südlich der Sahara
Leiter:  Klaus Liepert
Telefon: 089 1258-366
Fax: 089 1258-359
E-Mail: liepert@hss.de
Kenia
Projektkoordinatorin:  Dagmar Wiegmann
Kenia, Äthiopien, Staatskanzlei Südafrika
Telefon: 089/1258-472
E-Mail: wiegmann@hss.de