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©hecke 71,Sergey Chernov/Fotolia

Asien

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in den Ländern Asiens. Mit China, Indien und Indonesien liegen drei besonders wichtige Schwellenländer in Asien. Indien, das im nächsten Jahrzehnt das bevölkerungsreichste Land der Erde sein wird, Indonesien, das die meisten Muslime weltweit beheimatet, und China, mit seinem für Deutschland so wichtigen Binnenmarkt, gestalten die internationale Agenda im Rahmen von G20 mit. Andere Länder Asiens sind wiederum von Gewalt, Fragilität und Armut geprägt. Trotz beeindruckenden Wirtschaftswachstums müssen 1,3 Milliarden Asiatinnen und Asiaten weiterhin mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Rechtsstaatliche Prinzipien werden nicht überall eingehalten und die Situation von Frauen und Mädchen ist in mehreren Staaten des Kontinents nach wie vor schlecht. Stabilität und Frieden in Asien sind auch für uns Deutsche von großer Bedeutung. Die Flüchtlingskrise, der Krieg in Afghanistan oder der internationale Terrorismus haben dies nochmals verdeutlicht. 

Auf diese außen- und entwicklungspolitischen Herausforderungen versuchen die Projekte der Hanns-Seidel-Stiftung Antworten zu finden. Die Förderung guter Regierungsführung steht dabei im Zentrum der internationalen Zusammenarbeit. Die Hanns-Seidel-Stiftung setzt sich für demokratische Teilhabe und für funktionierende und leistungsfähige staatliche Strukturen ein. Die Arbeit der Stiftung ist, aufbauend auf den Erfahrungen aus nahezu vier Jahrzehnten vor Ort, in regionalen Ansätzen strukturiert. Gleichzeitig geht die Projektarbeit auf landestypische Gegebenheiten und Bedarfslagen ein und trägt so den unterschiedlichen dynamischen Entwicklungen in den einzelnen Ländern Rechnung. Hierdurch entstehen zahlreiche Synergien in der Projektarbeit und Kooperationsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Projektbüros. 

Gemäß dem Stiftungsmotto „Im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung“ befasst sich die Hanns-Seidel-Stiftung heute in Asien schwerpunktmäßig mit Fragestellungen der regionalen Integration, der Zukunft des Föderalismus, dem Aufbau dezentraler Strukturen, der Förderung effizienter Verwaltungen sowie der Vermittlung von Prinzipien einer serviceorientierten und bürgernahen Polizeiarbeit. In China setzt die Stiftung Projekte in den Bereichen von Bildung, Gesellschaftspolitik und integrierter ländlicher Entwicklung um. 

Die Hanns-Seidel-Stiftung startete ihr regionales Engagement in Asien bereits 1978. Heute ist sie mit Projektbüros in China, in Korea, der Mongolei, in Indien, in Pakistan, in Indonesien, auf den Philippinen, in Thailand, in Vietnam, in Myanmar, sowie in Jordanien, Israel, den Palästinensischen Gebieten und in Kirgisistan vertreten. Laos wird vom Projektbüro in Bangkok betreut und in Zentralasien die Länder Tadschikistan und Kasachstan vom Regionalbüro in Kirgisistan.

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