Print logo

© Mahmiyat.ps

Israel/Palästinensische Gebiete

  • Gesellschaftlicher Ausgleich
  • Demokratische Partizipation
  • Umweltschutz
  • Förderung des bayerisch-israelischen Dialogs

Standort:
Jerusalem

Leitung: 
Julia Obermeier
Homepage:

https://israpal.hss.de/
http://www.mahmiyat.ps/en

Facebook:
https://www.facebook.com/HSFisrael
https://www.facebook.com/HSFps/
https://www.facebook.com/Mahmiyatps/

Ziele:

  • Steigerung der Dialogbereitschaft zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen
  • Förderung einer demokratischen Teilhabe der Zivilgesellschaft
  • Förderung einer demokratischen Teilhabe von Frauen
  • Nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen
  • Steigerung des Umweltbewusstseins
  • Förderung des bayerisch-israelischen Dialogs

Zielgruppen:

  • Zivilgesellschaft
  • Funktionsträger aus Verwaltung und Kommunalpolitik

Kurzbeschreibung:

Die Hanns-Seidel-Stiftung begann ihre Projektarbeit 1979 in Israel und 1994 in den Palästinensischen Autonomiegebieten. Während der Tätigkeit der Stiftung in der Region wurden je nach der sich ändernden politischen Situation in der Region unterschiedliche Prioritäten gesetzt. Unser Hauptziel ist jedoch immer die Stärkung und Förderung der Zivilgesellschaft in Israel und in den Palästinensischen Gebieten auf gesellschaftlicher, lokaler und regionaler Ebene sowie die Bereicherung und Förderung der bayerisch-israelischen bilateralen Beziehungen.

Gesellschaftlicher Ausgleich

Die israelische Gesellschaft besteht aus vielen unterschiedlichen ethnischen und religiösen Gruppen. Teilweise widersprüchliche Werte und Weltanschauungen bestimmen das soziale Gefüge des Landes. Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sind auch in sich vielfältig. So gibt es innerhalb der jüdischen Bevölkerung Menschen mit unterschiedlicher ethnischer und kultureller Herkunft, mit konfessionellen Differenzen und mit abweichenden politischen Ansichten.
Die arabische Bevölkerung besteht zur überwiegenden Mehrheit aus sunnitischen Muslimen und Christen verschiedener Konfessionen. Diese enorme Vielfalt von ethnischen und religiösen Gruppen innerhalb der israelischen Bevölkerung birgt eine große Herausforderung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Jede dieser Gruppen hat das Bedürfnis, ihre eigene Weltansicht in den politischen Diskurs einzubringen. Dies führt zu Verständigungsproblemen und zu latenten bis offenen Konflikten zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Die Herausforderung besteht darin, eine sozial zusammenhängende und integrative Gesellschaft in Israel zu schaffen, in der Entscheidungen gemeinsam von diversen Gruppen getragen werden.
Eine zusätzliche Herausforderung ist es, Integration zu fördern und einen Ausgleich zwischen Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft zu finden. Unsere Projekte bieten Lösungsansätze und leisten durch verschiedene Maßnahmen einen Beitrag zum politischen und gesellschaftlichen Dialog. Workshops tragen zur Verständigung und zum gesellschaftlichen Ausgleich bei. Konferenzen führen Entscheidungsträger und Bevölkerungsgruppen zusammen, die in der Regel aus dem nationalen Diskurs über soziale und politische Fragen ausgeschlossen sind.

Demokratische Partizipation

Die israelische Politik wird angesichts der hohen lokalen und regionalen Bedrohungslagen stark von sicherheitspolitischen Debatten, aber auch einer Polarisierung und Zuspitzung dominiert.

Die demokratische Teilhabe ist ein Grundbestandteil für eine lebendige und stabile Demokratie. Durch die Maßnahmen soll eine stärkere aktive Beteiligung der Minderheiten und Individuen an demokratischen Prozessen im öffentlichen Raum bewirkt werden. Dabei sollen insbesondere auch Frauen befähigt und motiviert werden, da vor allem in streng religiösen Bereichen der jüdischen oder der arabischen Gesellschaft nach wie vor paternalistische Strukturen dominieren, die einer demokratischen Beteiligung von Frauen oftmals im Wege stehen.

In Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnerorganisationen arbeiten wir mit verschiedenen Workshops und Projekten, Konferenzen und Veröffentlichungen an der Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Behörden. Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, junge jüdische und arabische israelische Führungskräfte in die Lage zu versetzen, in der Gemeinde sowie auf kommunaler und nationaler Ebene aktiv zu werden. Wir sehen diese Aktivitäten als förderlich für die Schaffung sozialer und politischer Veränderungen, die sich aus einer aktiven bürgerlichen und demokratischen Beteiligung an der Basis und darüber hinaus ergeben.

Nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen und Steigerung des Umweltbewusstseins

Die Mehrzahl der 48 palästinensischen Naturreservate liegt in den C-Gebieten, die gemäß dem Oslo-Abkommen fast vollständig unter israelischer Zivil- und Sicherheitsverwaltung stehen. Somit hat die palästinensische Führung dort wenig Mitspracherecht. Auf der anderen Seite hat die palästinensische Führung (PA) 19 Naturreservate, die in den A- und B-Gebieten liegen, also zumindest unter ihrer vollständigen Zivilverwaltung stehen, verwahrlosen lassen. Diese Vernachlässigung der Reservate hat katastrophale Auswirkungen auf ihren Zustand. So sind Vermüllung, illegale Jagd, nicht autorisierter Holzabbau, nicht lizensierte Landwirtschaft, Verstädterung und Aufbau von Industriegebieten mitten in den geschützten Gebieten längst zur Normalität geworden. Durch Maßnahmen zur Steigerung des Umweltbewusstseins soll diese Art von Naturzerstörung eingedämmt, Naturschutzgebiete geschützt, gepflegt, und das Potential des Ökotourismus genutzt werden. Die Hanns-Seidel-Stiftung hat das Ziel, die institutionellen und beruflichen Fähigkeiten der palästinensischen Organisationen und Einzelpersonen zu Erhaltung, Verwaltung und nachhaltigen Nutzung von Naturgütern zu verbessern. Durch die Umsetzung der Maßnahmen soll ein nachhaltigeres und umweltbewussteres Agieren unter anderem der lokalen Politik bewirkt werden, was wiederum eine Steigerung von Investitionen in ländliche Regionen bewirken soll. Zudem wird dadurch eine Steigerung des Umweltbewusstseins in unterschiedlichen Zielgruppen bewirkt.

Förderung des bayerisch-israelischen Dialogs

Das besondere Verhältnis zwischen Deutschland und Israel wird derzeit durch eine Zunahme antisemitischer Vorfälle in Deutschland sowie einer von sogenannter „Israel-Kritik“ geprägten öffentlichen Meinung erschwert. Durch die Maßnahmen soll eine nachhaltige Verbesserung des gegenseitigen Meinungsbildes in den bayerisch-israelischen Beziehungen erwirkt werden und die öffentliche Meinung in Deutschland und Israel verbessern. In Zusammenarbeit mit unseren israelischen und bayerischen Partnern arbeitet die Hanns-Seidel-Stiftung daran, einen zukunftsgerichteten deutsch-israelischen Dialog zu fördern.

  • The Abraham Initiatives
  • Citizens’ Accord Forum between Jews and Arabs in Israel
  • Deutsche Journalistenschule
  • Environment Quality Authority
  • Gvanim Association for Education and Community Involvement
  • Universität Haifa
  • I'lam- Media Center for Arab Palestinians in Israel
  • Mahmiyat.ps
  • Ministry of Tourism and Antiquities
  • Shatil
  • Tel Aviv Universität
  • Israel Museum
  • Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus 

Ansprechpartner in Israel/in den Palästinensischen Gebieten

Israel/Palästinensische Gebiete
Projektleitung:  Julia Obermeier
Anschrift
Hanns Seidel Foundation
38, Keren Hayesod Street
Jerusalem 92 149 15
Telefon: +972 2 56 19 38 1
Fax: +972 2 56 61 65 5
E-Mail: jerusalem@hss.de
Website: https://israpal.hss.de/

Ansprechpartner in Deutschland

Leiterin Maryam Schmidt
Naher Osten, Nordafrika
Leiterin:  Maryam Schmidt
Telefon: 089 1258-290
Fax: 089 1258-359
E-Mail: schmidtm@hss.de
Naher Osten, Nordafrika
Projektkoordinatorin:  Ramona Kurz
Jordanien/Libanon und Israel/Palästinensische Gebiete
Telefon: 089/1258-454
E-Mail: Kurz-R@hss.de