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Achim Munz/HSS

Myanmar

  • Förderung des politischen Dialogs
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  • Aufbau regionaler Kooperation
  • Parlamentszusammenarbeit

Standort:
Yangon

Leitung: 
Achim Munz

Homepage:
www.hss.de/southeastasia.hss.de/myanmar/

Facebook:
https://www.facebook.com/HSF.Myanmar

Ziele:

  • Förderung des politischen Dialoges zu föderalen Strukturen und verbesserten demokratischen Institutionen und Prozesse.
  • Die Voraussetzungen für einen verantwortlichen und nachhaltigen Tourismus auf verschiedenen Ebenen (lokal, regional, national) sind verbessert.
  • Die Möglichkeiten für eine Integration Myanmars in die ASEAN und die internationale Gemeinschaft sind verbessert.
  • Förderung eines bürgernahen Parlaments in Myanmar

Zielgruppen:

  • Entscheidungsträger und politische Multiplikatoren
  • Regierungsmitglieder und Parlamentarierinnen und Parlamentarier
  • Verwaltungsbeamte auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene
  • Politische Parteien
  • Diplomaten der ASEAN Abteilungen im MOFA (Ministry of Foreign Affairs)
  • Entscheidungsträger des Tourismussektors und relevanter Ministerien mit Bezug zur Tourismuspolitik
  • Nationale Wirtschaftsverbände und Wirtschaftsvertreter auf nationaler Ebene und lokaler Ebene
  • Vertreter der Zivilgesellschaft
  • Ethnische Minoritäten in ausgewählten Regionen
  • Gemeindemitglieder
  • Existenzgründer und Unternehmerinnen und Unternehmer

Kurzbeschreibung:

Föderale Reformen und verbesserte demokratische Institutionen und Prozesse spielen bei der langfristigen demokratischen Konsolidierung Myanmars eine elementare Rolle. Den nachhaltigen Frieden mit den zahlreichen ethnischen bewaffneten Gruppen wird es wohl nur geben, wenn signifikante föderale Reformen umgesetzt werden. Eine solche demokratische (und föderale) Wirklichkeit wird jedoch nicht ohne verbesserte politische sowie auch wirtschaftliche Teilhabe benachteiligter Gruppen und zivilgesellschaftlicher Akteure möglich sein. Der offene, themenbezogene Dialog zwischen relevanten Akteuren spielt bei der Konsolidierung des Friedens und einer föderalen Demokratie die wichtigste Rolle.

Der Tourismus spielt eine bedeutende Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung, aber auch bei der internationalen Integration Myanmars. Er bietet Möglichkeiten für partizipative Entscheidungsprozesse und stärkt die dezentralen Ansätze des Landes. Des Weiteren wird die breitere Wirtschaftsentwicklung des Landes, speziell auch in Randgebieten, die sich oft an oder in Konfliktgebieten befinden, gefördert. Daher kann der Tourismus auch ein wichtiges Element für einen stabilen Frieden sein.

Zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit nennt die Myanmar Regierung ASEAN (Verband Südostasiatischer Nationen) als wichtigen strategischen Anknüpfungspunkt. Die Maßnahmen der Hanns-Seidel-Stiftung unterstützen dieses Vorhaben durch an die Bedürfnisse angepasste Trainings für Zivilgesellschaft, Delegierte und Politiker, und Ermöglichung der Teilnahme von myanmarischen Delegationen an ASEAN-Treffen.

Das Parlament bzw. die Parlamente Myanmars wurde(n) während eines Übergangsprozesses (2011) gegründet, der Myanmar nach über 50 Jahren militärischer Herrschaft hin zu einer Demokratie führen soll. Dieser demokratische Transitionsprozess hält bis heute an und unterliegt durch die erheblichen politischen Herausforderungen starken Schwankungen. Das Projekt soll zur Stabilität demokratischer Institutionen in Myanmar beitragen, wobei der Schwerpunkt hier auf den Parlamenten liegt. Ziel des Projektes ist die Verbesserung des Wissens der Bevölkerung Myanmars über die Rolle und die Funktionen der Parlamente sowie seiner Vertreter. Darüber hinaus fördert es die Intensivierung des Dialogs zwischen dem Parlament als eine Institution und den Menschen.

Förderung des politischen Dialoges zu föderalen Strukturen und verbesserten demokratischen Institutionen und Prozessen

Die Projektarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung fordert oder fördert die Bildung von verbesserten Rahmenbedingungen für Dialoge zum föderalen und demokratischen Transformationsprozess. Die Maßnahmen zielen zusätzlich darauf ab, ausgewählten Akteuren des Friedensprozesses konkrete Kompetenzen zu föderalen Strukturen zu vermitteln. Zudem sollen diese Fähigkeiten entwickeln, um sich selbstbewusster im politischen Raum bewegen zu können. Die Hanns-Seidel-Stiftung organisiert Dialogmaßnahmen und Studienreisen, wodurch verschiedene Akteure im Bereich Föderalismus- und Demokratieförderung die Möglichkeit bekommen, sich gegenseitig und unterschiedliche Ansichten kennenzulernen. Das vermittelte Wissen und die Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch erlauben es den Teilnehmern, sich fundierter in Dialoge zum Transformationsprozess einzubringen. Gleichzeitig verbessern Publikationen sowie konkrete Trainings zum Thema Föderalismus und Demokratie den Zugang zu Informationen sowie die Kompetenzen zu föderalen Reformen. Spezifische Trainings, wie das Myanmar Federalism Leadership Programme (MFLP) oder die Federalism Academy und die Winter und Summer Schools of Federalism vertiefen das Wissen bereits politisch aktiver Akteure, um lokale Expertise aufzubauen und/oder politische Reformanführer zu bilden. Zudem wird die Entwicklung spezifischer Fähigkeiten, um die politische Situation kritisch analysieren zu können und sich konstruktiv in demokratischen Prozessen zu beteiligen. Dazu gehören Trainings zu Debattiermethoden und die Teilnahme an Debattierveranstaltungen.

Die Voraussetzungen für einen verantwortlichen und nachhaltigen Tourismus auf verschiedenen Ebenen (lokal, regional, national) verbessern sich

Die Projektarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung trägt aktiv zur Förderung des Dezentralisierungsprozesses im Tourismussektor bei. Auf verschiedenen Ebenen (lokal, regional und national) sollen unsere Aktivitäten das Wissen, die Kompetenzen und die Möglichkeiten zum konstruktiven Austausch erhöhen. Nationale Konferenzen und regionale Dialogmaßnahmen schaffen eine Plattform, auf der Tourismusakteure aus dem Privatsektor, Regierungsvertreter und Vertreter der Zivilgesellschaft sich über Dezentralisierungsprozesse, ordnungspolitische Rahmenbedingungen und allgemein über eine nachhaltige und verantwortungsvolle Entwicklung des Tourismussektors austauschen können. Somit wird auch mehr Vertrauen zum konstruktiven Dialog zwischen den Zielgruppen gewonnen und eine gemeinsame Basis für den Aufbau lokaler Institutionen geschaffen. Publikationen zum Thema Dezentralisierung, Verordnungen und Gesetzergänzungen sowie spezifische Seminare zum Thema Destinationsmanagement und -planung erhöhen das Wissen der Teilnehmer im Bereich des nachhaltigen und verantwortungsvollen Tourismus. Zudem sollen lokale Gemeindeakteure verstärkt in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Mit ausgewählten Maßnahmen unterstützt die Hanns-Seidel-Stiftung ausgesuchte Post-Konflikt- und Waffenstillstandsgebiete, um sie aktiv in der lokalen Entwicklung des Tourismus zu involvieren. Erfolgreiche Strategien und Praktiken, die zu einem stabileren Frieden und zur Verbesserung des Lebensunterhalts führen, werden analysiert und, im gegebenen Fall, in anderen Communities angewandt und in Handlungsempfehlungen miteingeschlossen.

Die Möglichkeiten für eine Integration Myanmars in die ASEAN -und die internationale Gemeinschaft sind verbessert

Die Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt die Teilnahme zivilgesellschaftlicher Organisationen an Dialogmaßnahmen und Seminaren. Die hiermit einhergehende verbesserte Kommunikation zwischen den einzelnen Organisationen erlaubt es ihnen sich auf gemeinsame Standpunkte zu einigen, die sie in den regionalen ASEAN Dialog-Foren einbringen können. Des Weiteren wurde 2019 ein Engagement mit dem Auswärtigen Ausschuss (International Relations Committee (IRC)) des Myanmar Parlaments angeregt. Das IRC ist Teil der ASEAN Inter-Parlamentary Assembly (AIPA), welches ein weiteres Instrument zur Integration Myanmars in ASEAN und der internationalen Gemeinschaft ist. Ziel ist es hier die Parlamentarier, sowie auch die Verwaltungsbeamten, weiter zum Thema AIPA zu fördern und ihre Rolle dort zu verstärken.

Förderung eines bürgernahen Parlaments in Myanmar

Das Projekt ist auf zwei wesentliche Ergebnisse ausgerichtet. Zum einen gilt es, die parlamentarische Bildung und die Art und Weise, wie Materialien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, zu verbessern. Dies beinhaltet auch die Aktualisierung und Verbreitung von Parlamentspublikationen in gedruckten, in digitalen oder weiteren innovativen Formen. Des Weiteren liegt der Fokus auf der Stärkung des Besucherservice der Parlamente. Um die Besucherführungen weiterzuentwickeln und verbessern zu können, werden sowohl Schulungen als auch parlamentarische Simulationen durchgeführt. Das zweite übergeordnete Ergebnis bezieht sich auf die externe Kommunikation der Parlamente mit der Öffentlichkeit. Schlussendlich soll die Kommunikation insoweit verbessert werden, dass sie kohärenter und professioneller ist. Dialog und Austauschen zwischen Parlament und Medien werden gefördert und spezifische Trainings stärken die Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Medienkompetenz und Medienmanagement.

  • Nationale Parlamente und relevante Parlamentsausschüsse
  • Subnationale (State and Regional) Parlamente und relevante Parlamentsausschüsse
  • Ausgewählte ethnische bewaffnete Gruppen (EAOs) und ethnische Dachorganisationen
  • Salween Institute for Public Policy (SIPP)
  • Institute for Strategy and Policy (ISP)
  • Myanmar Institute for Democracy (MID)
  • Thabyay Education Foundation
  • Ministry of Foreign Affairs (MOFA)
  • Ministry of Home Affairs (MOHA)
  • Ministry of Hotels and Tourism (MOHT)
  • Myanmar Tourism Federation (MTF)
  • Myanmar Centre for Responsible Business (MCRB)
  • Union Civil Service Board (UCSB)
  • Centre for Development and Ethnic Studies (CDES)
  • Asia Europe Foundation (ASEF)
  • Myanmar Civil Societies Core Group on ASEAN (MCSCGA)
  • Myanmar Responsible Tourism Institute (MRTI)
  • Myanmar Tourism Development Institute (MTDI)
  • National Parliament – International Relations Committee
  • The Joint Coordination Committee (JCC) of the Union Level Myanmar Parliaments
  • Union Level Parliaments (Pyithu Hluttaw – lower house; Amyotha Hluttaw – upper house; and Pyidaungsu Hluttaw – combined lower and upper house)
  • Permanent Secretary’s (PM) Office of the Pyidaungsu Hluttaw
  • Press Council of Myanmar
  • Mote Oo Education (MOE)
  • Myanmar ICT for Development Organisation (Mido)
  • Myanmar 5th Estate (MFE)

Ansprechpartner in Myanmar

Projektleitung Achim Munz
Myanmar
Projektleitung:  Achim Munz
E-Mail: munz@hss.de
Anschrift
Hanns Seidel Foundation Myanmar Office
Hanns Seidel Foundation Myanmar Office
Unit 7, Inya Lake Hotel
37 Kaba Aye Pagoda Road
Yangon
Republic of the Union of Myanmar
Telefon: + 95 1 66 72 25
Fax: +95 1 66 74 54
E-Mail: myanmar@hss.de
Website: myanmar.hss.de

Ansprechpartner in Deutschland

Leiter Stefan Burkhardt
Süd-/Südostasien
Leiter:  Stefan Burkhardt
Süd-/Südostasien
Telefon: +49 (0)89 1258-292
Fax: +49 (0)89 1258-359
E-Mail: burkhardt@hss.de
Projektkoordinatorin Claudia Fackler
Süd-/Südostasien
Projektkoordinatorin:  Claudia Fackler
Indonesien und Myanmar
Telefon: 089/1258-304
E-Mail: fackler@hss.de