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Zentralasien

Die Hanns-Seidel-Stiftung fördert seit dem Jahr 2002 eine leistungsstarke und bürgerorientierte Verwaltung in Zentralasien. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern stärkt sie öffentliche Institutionen und die Ausbildung von Fach- und Führungskräften. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich des Wassermanagements und der Verteilung natürlicher Ressourcen. Dazu vernetzt die Stiftung Fachinstitutionen, gesellschaftliche Akteure und Entscheidungsträger und unterstützt Pilotprojekte auf nationaler und regionaler Ebene. Der fachliche Austausch zwischen Deutschland und den Ländern Zentralasiens rundet das Vorhaben ab und eröffnet zugleich neue Perspektiven der Zusammenarbeit mit Zentralasien.

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Unsere Arbeit in Zentralasien

Standorte:

  • Bischkek/Kirgisistan (Regionalbüro)
  • Duschanbe/Tadschikistan (Landesbüro mit lokalen Mitarbeitern)
  • Taschkent/Usbekistan (Landesbüro mit lokalen Mitarbeitern)
  • Astana und Almaty/Kasachstan (Zusammenarbeit mit Partnern)

Ziele: 

  • Stärkung der Verwaltungskompetenzen der staatlichen, kommunalen und zivilgesellschaftlichen Ebene in ausgewählten Ländern Zentralasiens (Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan)
  • Dialogförderung in den Bereichen nachhaltiges Wassermanagement und Verteilung natürlicher Ressourcen auf nationaler und regionaler Ebene
  • Ausbau von fachlichen und politischen Dialogmechanismen zwischen Deutschland und den Ländern Zentralasiens

Zielgruppen: 

  • Angehende Fach- und Führungskräfte der öffentlichen und kommunalen Verwaltungen
  • Fachexperten und Praktizierende aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Think Tanks, und Wirtschaft
  • Lokale Gemeinden und die deutsche Minderheit in Zentralasien

Kurzbeschreibung: 

Der Zusammenbruch der Sowjetunion brachte für Zentralasien vielfältige Herausforderungen mit sich. Insbesondere machte sich der lange und ineffiziente Verfall im Bereich der öffentlichen Dienste (Infrastruktur, Bildungssysteme, Gesundheitswesen) bemerkbar, was auch noch drei Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit gilt. Die Hanns-Seidel-Stiftung engagiert sich aus diesem Grund in Zentralasien für die Stärkung einer leistungsfähigen, transparenten und bürgerorientierten öffentlichen und kommunalen Verwaltung. Das Regionalprojekt umfasst die Länder Kirgisistan, Tadschikistan, Kasachstan und Usbekistan. Es richtet sich insbesondere an Fach- und Nachwuchsführungskräfte auf allen Verwaltungsebenen sowie an Akteure aus der Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft.

Im Mittelpunkt stehen Aus- und Fortbildung, die Stärkung von Partnerinstitutionen sowie Förderung von Bürgerbeteiligung, Dezentralisierung und kommunaler Selbstverwaltung, wodurch sich die Effizienz der Verwaltung auf lokaler Ebene steigert. Das HSS-Stipendien- und Alumni-Programm begleitet Nachwuchskräfte langfristig und unterstützt sie dabei, als Multiplikatoren ihr Wissen zur Weiterentwicklung staatlicher und kommunaler Strukturen einzubringen. Fachkonferenzen und regionalen Fachdialog ergänzen diese Projektarbeit.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit der Hanns-Seidel-Stiftung in Zentralasien liegt im Bereich der Umweltherausforderungen. Die Folgen des Klimawandels sind auch in dieser Region gravierend – Spannungsfelder sind Wassermanagement und die Verteilung natürlicher Ressourcen. Hier setzt die HSS an und versucht durch regionale Dialogformate, Studien, Experteneinsätze und Pilotprojekte ihren Projektpartnern in diesem komplexen Aufgabengebiet zur Seite zu stehen, auch bei Fragen der nachhaltigen Landwirtschaft. Mit den Maßnahmen entwickelt die HSS praxisnahe Lösungsansätze und stärkt die grenzüberschreitende Kooperation.

Das Projekt vertieft zudem die fachlichen und politischen Dialogmechanismen zwischen Deutschland und Zentralasien. Strategischen Themen sind unter anderem Wirtschaft, insb. Energie, Rohstoffe, und Konnektivität, aber auch Digitalisierung, Sicherheit und regionale Integration. Angehörige der deutschen Minderheit in Zentralasien können dabei als Brückenbauer eingebunden werden.

  • Stärkung Fach- und Führungskompetenzen in der öffentlichen und kommunalen Verwaltung
  • Vermittlung praxisbezogenen Wissens und Förderung evidenzbasierter Entscheidungen durch internationalen und regionalen Erfahrungsaustausch
  • Aufbau interdisziplinären Dialogplattformen zu Wassermanagement und Ressourcenverteilung auf nationaler und regionaler Ebene
  • Unterstützung lokaler Pilotprojekte für innovative Verwaltungsansätze, nachhaltige Ressourcennutzung und Landwirtschaft
  • Vernetzung zwischen Deutschland und Zentralasien auf Experten- und Beamtenebene zur Diskussion von politischen Gestaltungs-, Kooperations- und Lösungsansätzen
  • Stärkung des wirtschaftlichen und politischen Dialogs zwischen Deutschland und den deutschen Minderheiten in Zentralasien

Dieser Maßnahmenkatalog wird in Präsenz, online oder in hybrider Form umgesetzt: Masterprograme, Fortbildungskurse und Stipendienprograme; Fachgespräche, Konferenzen, Workshops und Seminare; Sommer- und Winterschulen sowie Delegationsreisen; Studien, Handbücher und Policy Papers; digitale Bildungsangebote.

Ansprechpartner in Zentralasien

Zentralasien
Constantin Blaschke
Regionalleiter Zentralasien
Hanns-Seidel-Stiftung
Regionalbüro Zentralasien
Panfilov Str. 237
Bischkek 720040
Kirgisische Republik

Telefon: +996 99 90 99 181
E-Mail: Blaschke-C@hss.de
Website: https://centralasia.hss.de/hss-in-zentralasien/kirgisistan/

Ansprechpartner in Deutschland

Nordost- und Zentralasien
Veronika Eichinger
Leiterin
Nordost- und Zentralasien
Oksana Sokyra
Projektkoordinatorin

FAQ

Die Stiftung steuert ihre Arbeit in Zentralasien vom Regionalbüro in Bischkek (Kirgisistan) aus. Die Projektaktivitäten in Tadschikistan und Usbekistan werden über die Landesbüros in Duschanbe und Taschkent koordiniert. In Kasachstan setzt die Stiftung ihre Projekte gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen um. Außerdem strebt die Stiftung die Einbindung turkmenischer Stakeholder in regionale Dialogmaßnahmen an.

Seit 2002 fördert die Hanns-Seidel-Stiftung die Qualifizierung von Fach- und Nachwuchsführungskräften der öffentlichen Verwaltung in Kirgisistan. Dazu gehören Masterprogramme, praxisbezogene Fortbildungen und ein Stipendienprogramm. Besondere Aufmerksamkeit gilt der kommunalen Selbstverwaltung. Das Alumni-Netzwerk ermöglicht den Teilnehmenden, sich auch nach ihrem Abschluss fachlich auszutauschen und weiterzubilden.

Bis September 2026 haben 2.505 Absolventinnen und Absolventen die 12- bis 24-monatigen Masterprogramme oder 72-Stunden-Fortbildungen der HSS abgeschlossen. Auch nach ihrem Abschluss werden sie im Rahmen der Alumni-Arbeit weiter begleitet.

Die HSS unterstützt die Qualifizierung junger Beschäftigter des öffentlichen Dienstes und stärkt ihre Partnerinstitutionen in der Aus- und Fortbildung. Weitere Schwerpunkte sind der Ausbau von Fachwissen und Dialogmechanismen zu Wassermanagement und Wasserdiplomatie in Zentralasien.

Das Stipendienangebot richtet sich an junge Bedienstete des öffentlichen Dienstes mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung. Voraussetzung sind zudem eine Empfehlung des Arbeitgebers und die Freistellung für die berufsbegleitende Ausbildung.

Die HSS arbeitet in Usbekistan eng mit der Akademie für Staatspolitik und öffentliche Verwaltung sowie mit dem Verband der sog. Mahallas (das sind lokale Nachbarschaftsgemeinschaften), zusammen. Gemeinsam bieten sie Aus- und Fortbildungen für Bedienstete der öffentlichen, kommunalen und Mahalla-Verwaltung an. Ziel ist eine effizienten, dienstleistungsorientierte und bürgernahe Verwaltung.

Die HSS engagiert sich seit 2019 in Usbekistan. Das Landesbüro in der Hauptstadt Taschkent wurde im Jahr 2022 offiziell eröffnet. 

Stand: Oktober 2026