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ASEAN-Generalsekretär Ong Keng Yong Gast der Hanns-Seidel-Stiftung

Hartmut Koschyk, ASEAN-Generalsekretär Ong Keng Yong, Dr. Peter Ramsauer und Christian Hegemer, HSS Indonesien

Vor 40 Jahren gründeten Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand die Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Heute umfasst dieser vor allem wirtschaftlich bedeutende Zusammenschluss mit Brunei, Vietnam, Myanmar, Laos und Kambodscha insgesamt 10 Staaten. Seit jeher sind die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den EU-Staaten und den ASEAN-Ländern von großer Bedeutung.  

Vom 13. bis 17. September 2007 folgte der Generalsekretär der ASEAN, Ong Keng Yong, einer Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung zu einem Berlin-Besuch. Zunächst traf Ong Keng Yong den Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Dr. Peter Ramsauer, und den Parlamentarischen Geschäftsführer der CSU-Fraktion, Hartmut Koschyk. Danach standen Gespräche mit Staatssekretär Dr. Bernd Pfaffenbach vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Vorsitzenden der ASEAN-Parlamentariergruppe Dr. Klaus Lippold, dem Beauftragten für Asien des Auswärtigen Amts, Hans Henning Blomeyer-Bartenstein, und dem Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Dr. Gerhard Sabathil, an.  

Hauptthema dieser Gespräche war der geplante Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und ASEAN. Sowohl im Bundesministerium für Wirtschaft wie auch in der CSU-Landesgruppe würde man einen schnellstmöglichen Abschluss der Verhandlungen zum Wohle der deutschen Wirtschaft begrüßen. Der Vorsitzende der ASEAN-Parlamentariergruppe erwartet durch den Vertrag einen Anstoß für die mittelständische deutsche Wirtschaft. Von deutscher Seite wurde allerdings auch betont, dass die Situation in Myanmar eine ernste Behinderung für die anstehenden Verhandlungen sei. Dies war dem ASEAN-Generalsekretär sehr wohl bewusst, er plädierte aber für eine Miteinbeziehung dieses Landes, um die dort regierende Militärjunta mit in die Verantwortung zu nehmen.

Dr. Peter Witterauf begrüßt ASEAN-Generalsekretär Ong Keng Yong

Bei einem von Dr. Peter Witterauf, Hauptgeschäftsführer der Hanns-Seidel-Stiftung, moderierten Treffen mit hochrangigen deutschen Wirtschaftsvertretern von BMW, Deutsche Bank, Lufthansa, Siemens und Thyssen Krupp am 17. September in Berlin warb Ong Keng Yong nochmals für intensivere Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland, der EU und den Staaten Südostasiens.

Dr. Witterauf ging zunächst auf die Chancen für deutsche Unternehmen in einem sich wirtschaftlich immer stärker integrierenden ASEAN-Markt ein. Er nannte dabei auch die Anstrengungen, die die Hanns-Seidel-Stiftung mit ihren Projekten in der Region dafür unternehme. Angesichts der immer zahlreicher werdenden bilateralen Abschlüsse zwischen ASEAN-Ländern und den drei großen asiatischen Wirtschaftsmächten China, Japan und Südkorea wünschte er sich aber auch von ASEAN, dass die schon lange in der Region etablierten deutschen Betriebe weiter auf Augenhöhe mit ihren Konkurrenten aus diesen Ländern im Wettbewerb stehen könnten. Deshalb sei ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und ASEAN aus seiner Sicht ein starkes Signal für einen noch intensiveren Handel zwischen Deutschland und der EU.

Auch Ong Keng Yong begrüßte die in diesem Jahr aufgenommenen Verhandlungen über ein Free Trage Arrangement (FTA) zwischen ASEAN und der EU. Gleichzeitig betonte er, dass vor allem deutsche Unternehmen mit ihren "Premium Products" beste Chancen auf dem Markt hätten und lud sie ein, sich noch stärker dort zu engagieren. Die deutschen Wirtschaftsvertreter äußerten jedoch auch ihre Befürchtung, dass die bevorstehenden Abschlüsse mit China, Japan und Südkorea zu ihrem Nachteil ausfallen könnten.

ASEAN-Generalsekretär Ong Keng Yong (l.) beim Eintrag ins Gästebuch der Berliner Vertretung der Hanns-Seidel-Stiftung, Ernst Hebeker, Leiter des Büros (r.)
Ong Keng Yong beim Besuch der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland