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Brückenbauer der Verständigung

Josef Miller (l.), Jürgen Wilke (r.)

Das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland hat Landwirtschaftsminister Josef Miller an Prof. Jürgen Wilke, ehemaliger Leiter des Referats "China/Mongolei" der Hanns-Seidel-Stiftung, überreicht. Mit der hohen Auszeichnung wird nach den Worten des Ministers vor allem Wilkes jahrzehntelanger großer persönlicher Einsatz in China bei der Entwicklung von Berufsbildungseinrichtungen im ländlichen Raum gewürdigt. Mit Kompetenz und Mut habe Jürgen Wilke dazu beigetragen, die gesellschaftlichen, sozialen, bildungspolitischen und wirtschaftlichen Reformprozesse der Volksrepublik zu fördern und die ländlichen Räume mehr in das politische Blickfeld zu rücken. "Als Brückenbauer der Verständigung und beispielhafter Botschafter Bayerns und Deutschlands haben Sie sich bleibende Verdienste erworben", sagte Miller in seiner Laudatio.

Jürgen Wilke begann vor 25 Jahren im chinesischen Nanking mit der Errichtung einer Berufsfachschule nach bayerischem Muster. Damit habe Wilke nicht zuletzt auch den Anstoß zum Aufbau des Berufsbildungszentrums in Shanghai gegeben, einer heute überaus angesehenen Einrichtung. In 15 Werkstätten und Labors werden hier bayerische Berufsschullehrer eingesetzt, die auf Zeit chinesische Jugendliche zu Bau-, Holz- Metall- und Sanitärfachleuten ausbilden. Inzwischen finde an zahlreichen Standorten in ganz China ein solcher Erfahrungs- und Wissensaustausch mit Bayern statt. Besonders engagierte sich Wilke um die Landentwicklung in China nach bayerischem Vorbild. "Das Landentwicklungsprojekt Nan Zhang Lou ist zu einem Modell der Flurneuordnung und Dorferneuerung für ganz China geworden. Das ist maßgeblich Ihr Verdienst", so der Minister. Welch hohe Anerkennung Wilkes Leistungen in China finden, zeigt sich an der Verleihung der Ehrenbürgerschaft durch die bayerische Partnerprovinz Shandong.

Weitere Informationen

undefinedDie Arbeit der Hanns-Seidel-Stiftung in China