Menü
Zusätzliche Informationen einblenden

Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

Kontakt

Referat V/6 Nordostasien
Willi Lange
Tel.: 089 1258-326 | Fax: -340
E-Mail: lange@hss.de

Publikationen

Argumentation kompakt vom 28. Juli 2016: Die Zukunft Schengens - Grenzenloser Handel, grenzenloses Reisen, grenzenloses Europa?
Schutzgebühr: Keine
Download der Publikation
Diese Publikation bestellen

Argumente und Materialien der Entwicklungszusammenarbeit 18
Schutzgebühr: Keine
Download der Publikation
Diese Publikation bestellen

Aktuelle Veranstaltungen

Donnerstag, 29. September 2016

Freising

Was sind unsere Daten in sozialen Netzwerken wert?

Donnerstag, 29. September 2016

Maßbach-Poppenlauer

Immer Online - Smartphone, Tablets und Apps

Donnerstag, 29. September 2016

Mamming

Der Brexit

Meine HSS

Seite hinzufügen
löschen
 

Wenn der ländliche Raum nicht mehr atmet, ersticken die Städte

Vizegouverneur Wang Renyuan aus Shandong

Zu diesem Resümee kamen die Teilnehmer der internationalen Konferenz "Nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume in Bayern und Shandong" die vom 11. bis 12. Juli 2007 im Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung in München stattfand. 160 deutsche und chinesische Experten aus Politik, Verwaltung, Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft nutzten die zweitägige Veranstaltung zur Erörterung zukunftsorientierter politischer Signale sowie zum fachlichen Austausch zur Entwicklung der ländlichen Räume. Veranstalter waren die Hanns-Seidel-Stiftung und die Technische Universität München im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei.

In Deutschland wie in China ist die Zukunft der ländlichen Räume eines der dringendsten Themen auf der politischen Agenda: Ein stabiler und zukunftsfähiger ländlicher Raum –  darüber ist man sich auf beiden Seiten einig – trägt zur Stabilisierung und Zukunftssicherung eines ganzen Landes bei. Strategien für den Erhalt der Lebensqualität in ländlichen Regionen werden angesichts der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen dringend benötigt.

Staatsminister Josef Miller

Den Stellenwert und die zukünftige Entwicklung der ländlichen Räume stellten in ihren Vorträgen am ersten Konferenztag der Vizegouverneur Wang Renyuan aus Shandong und der Vizeminister des chinesischen Ministeriums für Land und Ressourcen Wang Shiyuan sowie auf bayerischer Seite Staatsminister Josef Miller und Staatssekretär Hans Spitzner dar. In Workshops arbeiteten die Konferenzteilnehmer anschließend an Themen wie "Siedlung und Wohnen im ländlichen Raum", "Nachhaltiges Land- und Ressourcenmanagement" oder "Arbeitsplätze im ländlichen Raum".

Der zweite Konferenztag stand im Zeichen der bestehenden und zukünftig intensivierten Kooperation im Bereich Landentwicklung in Bayern und Shandong. Bei der Podiumsdiskussion zur Zukunft der Zusammenarbeit plädierte Landtagspräsident Alois Glück, zugleich Stv. Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung, für eine engere Zusammenarbeit beider Länder unter Respektierung der unterschiedlichen Kulturen und Staatsministerin Emilia Müller sagte die weitere Unterstützung seitens der Bayerischen Staatsregierung zu. Land-Experte Prof. Holger Magel, Leiter des TUM Lehrstuhls für Bodenordnung und Landentwicklung und Program Director des internationalen postgraduierten Masterstudiengangs "Land Management and Land Tenure" stellte die Münchner Erklärung zur deutsch-chinesischen Tagung vor. "Ohne starke ländliche Räume keine harmonische Entwicklung", so Magel.

Prof. Holger Magel

Die Disparitäten zwischen städtischen und bäuerlichen bzw. ländlichen Regionen verstärken sich nicht nur in China. Wenn auch von unterschiedlichen Kennzeichen und Rahmenbedingungen begleitet, so haben China und Deutschland dennoch ähnliche Probleme: Entvölkerung ländlich strukturierter Gebiete und Abwanderung in die Ballungsräume, demographischer Wandel und Erhalt der infrastrukturellen Versorgung auf dem Land, die Herausforderung des nachhaltigeren Umgangs mit begrenzten Ressourcen, u.a. Vor diesem Hintergrund halten die Konferenzteilnehmer in der Münchner Erklärung die wesentlichen Leitlinien für eine zukunftsfähige Entwicklung der ländlichen Räume in Bayern und Shandong fest und bekunden das beiderseitige Interesse an der weiteren Zusammenarbeit in Praxis, Wissenschaft und Ausbildung.

Entsprechend dem chinesischen Sprichwort "Einmal gesehen ist besser als hundertmal gehört" fuhren die Konferenzteilnehmer am 13. Juli 2007 zu einer ganztägigen Fachexkursion nach Füssen, Enzenstetten, Bernbeuren und Roßhaupten, Lkr. Weilheim-Schongau und Ostallgäu (Dorferneuerung). Zur Abschlussfeier kam auch Staatsminister Josef Miller am Abend nach Halblech und verabschiedete die chinesischen Delegationen.