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Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

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Nachhaltige Entwicklung an der innerkoreanischen Grenze

Ein Minen-Warnschild an der innerkoreanischen Grenze

Die Grenzregion zwischen Süd- und Nordkorea, die sogenannten Demilitarisierte Zone (DMZ), galt als die heißeste Grenze des Kalten Krieges – und eine gefährliche Grenze ist sie auch bis heute geblieben. Gleichzeitig hat sich dort, wo wirtschaftliche Aktivitäten kaum stattgefunden haben, ein Refugium für seltene Tiere und Pflanzen gebildet, die ansonsten im stark industrialisierten Südkorea kaum noch vorkommen.

Die nachhaltige Entwicklung der Grenzregion ist deshalb eine wichtige Aufgabe, die gleichzeitig auch der Friedenssicherung dienen kann. Voraussetzung dafür ist es aber, grenzüberschreitend Spannungen abzubauen. Diese Situation ähnelt derjenigen an der früheren innerdeutschen Grenze, wo ebenfalls militärische und politische Spannungen, wirtschaftliche und raumplanerische Probleme und Chancen im Naturschutz ausbalanciert werden mußten.

Die Hanns-Seidel-Stiftung in Korea hat seit 2005 mit der Südhälfte des geteilten Landkreises Goseong und seit 2006 mit der ebenfalls geteilten Grenzprovinz Gangwon-Do vielfältige Aktivitäten entwickelt, um die Grenzregion nachhaltig zu entwickeln. Nun ist die Stiftung offiziell vom Ministerium für Verwaltung und Sicherheit (dem koreanischen Innenministerium) eingeladen worden an der Regionalplanung in der Grenzregion an dem Projekt "Friedliche Nutzung der Grenzregionen um die DMZ" teilzunehmen.

Dr. Bernhard Seliger, Projektleiter der HSS in Korea, mit zwei südkoreanischen Grenzsoldaten

Damit wurde die bisherige Arbeit der Stiftung nicht nur gewürdigt, sondern zugleich auf eine neue Stufe gehoben, da nunmehr das Projekt der Planung der gesamten Grenzregion dienen soll. In diesem Projekt arbeitet das Projektbüro in Korea mit vier koreanischen Instituten, der Korea Regional Economic Association, dem Korea Regional Economic Research Institute, der Myungso A.G. für Tourismus, Kultur und Marketing und einer Ingenieursfirma zusammen.

Die Hanns-Seidel-Stiftung ist vor allem für die Einbringung der deutschen Erfahrungen in den regionalen Planungsprozeß zuständig. Das Projekt wird zunächst Basisdaten zum Zustand und Potenzial der Grenzregion erheben, dann auch aufgrund der deutschen Erfahrungen die Entwicklung der DMZ und der anliegenden Gebiete als Friedenszone planen und den regionalen Akteuren Know-how für das Management der Grenzregion vermitteln.

In Südkorea ist die Hanns-Seidel-Stiftung seit 1987 tätig, in Nordkorea mit einem Pilotprojekt seit 2003. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Aussöhnung auf der koreanischen Halbinsel und der Vorbereitung Koreas für eine mögliche Wiedervereinigung. Neben dem Wissenstransfer aus Deutschland fördern wir die nachhaltige Entwicklung im innerkoreanischen Grenzgebiet sowie die Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten sowie mit Auslandskoreanern. Informationsfahrten und Schulungen in Deutschland sollen das Verständnis für Probleme der Wiedervereinigung erweitern. In Nordkorea werden Pilotprojekte zur wirtschaftlichen Transformation sowie im Agrarbereich durchgeführt. Daneben engagiert sich die Stiftung stark im Bereich Frauenförderung. Hier stehen Seminare, Stipendien und Austauschprogramme im Vordergrund.

Ein südkoreanischer Militärkonvoi
Die innerkoreanische Grenze an der Küste

Unsere Arbeit in ...