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Pakistan und Afghanistan beginnen einen institutionalisierten Dialog

- Das afghanische Oberhaus und der pakistanische Senat wollen stärker kooperieren.
Die beiden Oberhäuser der Islamischen Republiken Pakistan und Afghanistan und die Hanns-Seidel-Stiftung unterzeichneten am 11. Juni 2008 ein Memorandum of Understanding. Ziel dieses Abkommens ist die Institutionalisierung eines parlamentarischen Dialogs zwischen den auswärtigen Ausschüssen des pakistanischen Senats und der afghanischen Meshrano Jirga, dem Oberhaus. Zudem wurde die Gründung von Freundschaftskomittees der beiden Häuser beabsichtigt.
Im Rahmen der ersten gemeinsamen Sitzung der beiden Oberhäuser vom 9. bis 11. Juni 2008 in Islamabad wurde die afghanische Delegation unter der Leitung von Sayed Hamid Gailani, erster stellvertretender Sprecher des afghanischen Oberhauses, hochrangig vom pakistanischen Staatspräsidenten Pervez Musharraf, von Senatssprecher Soomro sowie von Premierminister Gilani empfangen.

- Senator Khairo Jan (Afghanistan) und Senator Mushahid Hussain (Pakistan, r.)
Die Unterzeichnung des Abkommens bettet sich in verschiedene bilaterale und multilaterale Initiativen ein. Sowohl die G8-Afghanistan-Pakistan-Initiative als auch die Pakistan-Afghanistan Peace Jirga hatten im vergangenen Jahr die Grundlage für eine Vertrauensbildung und eine Annäherung der beiden Staaten geschaffen. Bei der Initiative der Hanns-Seidel-Stiftung handelt es sich um den Versuch einer praktischen und nachhaltigen Implementierung der auf höherer Ebene bekundeten Absicht zur Schaffung eines parlamentarischen Dialoges.
Die Hanns-Seidel-Stiftung wird in den kommenden vier Jahren diesen ersten parlamentarischen Austausch zwischen Pakistan und Afghanistan vermittelnd begleiten. Die nächste gemeinsame Sitzung der beiden auswärtigen Ausschüsse ist für November 2008 in Kabul geplant.

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