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Referat V/2 Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Kaukasus, Zentralasien
Dr. Klaus Fiesinger
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20 Jahre Paneuropäisches Picknick - Grenzdurchbruch bei Sopron
Vor 20 Jahren, am 19. August 1989, öffnete Ungarn im Rahmen eines "Paneuropäischen Picknicks" in Sopron den Grenzzaun zu Österreich und ermöglichte hierdurch über 600 DDR-Flüchtlingen den Weg in die Freiheit. Das Datum gilt seither als Beginn der Auflösung des "Eisernen Vorhangs", ermöglicht durch mutige politische Entscheidungsträger in Budapest. Initiiert wurde das "Paneuropäische Picknick" durch ungarische und österreichische Nichtregierungsorganisationen unter der Schirmherrschaft von Otto von Habsburg und Imre Pozsgay.
Das denkwürdige Datum bot der Hanns Seidel Stiftung und der Konrad Adenauer Stiftung Anlass, am 20. Jahrestag des Picknicks mit der Stadt Sopron und mit Unterstützung der "Paneuropa Union Ungarn" ein themenbezogenes zweitägiges Symposium durchzuführen, auf dem damalige Zeitzeugen der politischen, diplomatischen, polizeilichen und kommunalen Ebene, aber auch Flüchtlinge selbst Gelegenheit hatten, ihre Erlebnisse und Eindrücke zu schildern.
Der ungarische Ministerpräsident a.D. Dr. Miklós Németh, der österreichische Bundeskanzler a.D. Dr. Wolfgang Schüssel, der deutsche Kanzleramtsminister a.D. Friedrich Bohl und der bayerische Ministerpräsident a.D. Dr. Günther Beckstein, der sich auf Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung auf dieser herausragenden internationalen Konferenz befand, nahmen unter anderem zu den damaligen Abläufen aus ihrem jeweiligen Blickwinkel in lebhafter Weise Stellung. So schilderte Dr. Beckstein, damals bayerischer Innenstaatssekretär, dass er seinen Südtirol-Urlaub abgebrochen habe, um dafür zu sorgen, dass ein Teil der aus Sopron kommenden Flüchtlinge in den leerstehenden Wohnungen des Nürnberger Grundig-Towers untergebracht werden konnten.
Neben politischen Zeitzeugen und namhaften Historikern, so unter anderem Prof. Dr. Andreas Oplatka von der Andrassy Universität Budapest, der die Vorgänge rund um Sopron in den weltpolitischen Zusammenhang rückte, kamen auch verschiedene
ehemalige Flüchtlinge zu Wort: so u.a. die Mitarbeiterin im Referat für Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Kristina Mosel. Für die Redaktion Grund genug unsere Kollegin nach Ihren Erinnerungen und Eindrücken zu befragen.

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