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Referat V/4 Lateinamerika
Christina Müller-Markus
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25 Jahre Hanns-Seidel-Stiftung in Chile

- Besichtigung des historischen Senatsgebäudes in Santiago
Im Rahmen ihres Aufenthaltes in Lateinamerika, der den Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, Michael Glos MdB, Bundeswirtschaftsminister a.D., und Christian J. Hegemer von Argentinien, über Chile und Kolumbien nach Venezuela führte, fand Anfang November 2009 ein Festakt anlässlich des 25-jährigen Wirkens der Hanns-Seidel-Stiftung in Chile statt.
In seiner Rede stellte Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair die besonderen Beziehungen der Hanns-Seidel-Stiftung zu Chile in den Vordergrund. „Ich freue mich, dass die Hanns-Seidel-Stiftung die chilenische Gesellschaft und Politik ein Stück auf dem Weg zu Demokratie und Wohlstand begleiten konnte“, so der Vorsitzende in seiner Ansprache im Rahmen einer Festveranstaltung. In ihren Reden betonten Dr. Zehetmair und Christian J. Hegemer auch die aktuellen Erfolge der Stiftung im Bereich der gesellschaftspolitischen Bildung, die in Zusammenarbeit mit den derzeitigen Partnern, Instituto Libertad, Instituto Libertad y Desarrollo, der Fundación Jaime Guzman sowie der Fundación Paz Ciudadana realisiert werden.
Neben dem Festakt wurden während des viertägigen Aufenthaltes in Chile zahlreiche Treffen und Arbeitsgespräche absolviert, die alle im Zeichen der Wahlen für das Präsidentenamt am 13. Dezember 2009 standen. Favorit für das Amt ist der konservative Herausforderer Sebastian Piñera. In einer Unterredung betonte Carlos Larraín, Vorsitzender der Partei Renovación Nacional (RN), seine Zuversicht für die Wahl von Sebastian Piñera zum Präsidenten Chiles. Von Seiten der Stiftungsdelegation wurde auf die Notwendigkeit eines geschlossenen bürgerlichen Lagers hingewiesen, da diese Einigkeit eine Grundbedingung für den Wahlerfolg sei. Ebenso wurde die gegenseitige Partnerschaft und Freundschaft zwischen beiden Seiten betont.

- Hans Zehetmair, Oscar Ortiz
In einem Meinungsaustausch mit dem Senatspräsidenten und Vorsitzenden der Unión de Partidos Latinoamericanos (UPLA), Senator Jovino Novoa, im ehemaligen Senat in Santiago, stellte der Senator fest, dass die derzeitige Regierungskoalition verbraucht und eine Neuorientierung der chilenischen Politik notwendig sei. Anschließend dankte Senator Novoa der Hanns-Seidel-Stiftung für ihre Arbeit in Lateinamerika und ihre verlässliche Unterstützung. Die Zusammenarbeit sollte intensiviert und auch auf andere Bereiche ausgedehnt werden.
Bei einem Gespräch zwischen dem Stiftungsvorsitzenden und Senator Oscar Ortiz, dem Präsidenten des bolivianischen Senats, der zeitgleich in Santiago anwesend war, schilderte der Senator ausführlich die politische Situation in Bolivien und die Lage vor den Präsidentschaftswahlen, die am 6. Dezember 2009 stattfinden.
Zusätzlich zu zahlreichen Arbeitstreffen fand im Rahmen des Delegationsbesuches auch eine Konferenz der Auslandsmitarbeiter der Hanns-Seidel-Stiftung in Lateinamerika statt. Unter dem Motto „Auf dem Weg zu einer neuen Partnerschaft mit Lateinamerika” wurde in mehreren Panels über die Auswirkungen des Linkspopulismus sowie über die Chancen einer Ausweitung der Beziehungen zwischen der EU und Lateinamerika diskutiert. Zudem stellten die Auslandsmitarbeiter ihre Projektländer und ihre Partner vor.
Im gemeinsamen Bekenntnis, weiterhin in Lateinamerika und vor allem in Chile aktiv sein zu wollen, endete der Chilebesuch der Delegation.

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