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Referat V/6 Nordostasien
Willi Lange
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Pionier der deutsch-chinesischen Bildungskooperation

- Vizebildungsministerin Lu Xin
"Kooperation, Entwicklung, Ausblick" unter diesem Motto eröffnete die Vizebildungsministerin der Volksrepublik China, Dr. Lu Xin das Forum "30 Jahre chinesisch-deutsche Zusammenarbeit in der Berufsbildung". "Die Anzahl der Länder", so die Vizebildungsministerin, "mit denen wir die Zusammenarbeit im Bereich der Berufsbildung pflegen, nimmt ständig zu, aber unter allen Partnern ist die Zusammenarbeit mit Deutschland die älteste, die längste und zugleich die effektivste." Im Rahmen der bilateralen Kooperation sind mehr als 100 Projekte durchgeführt worden. Die Hanns-Seidel-Stiftung war hierbei ein Vorreiter, wie mehrere Redner betonten. Die berufliche Bildung, so die Vizebildungsministerin, ist von strategischer Bedeutung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in China und die politische Führung widmet dem Thema große Aufmerksamkeit. Hierbei steht die Schaffung eines "modernen und innovativen Berufsbildungssystems mit chinesischen Charakteristika" im Mittelpunkt, wie sie weiter ausführte.

- Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair
Der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, beleuchtete in seinem Vortrag die Funktion der beruflichen Bildung und seine gesellschaftliche Bedeutung, indem sie zur Stabilisierung der Gesellschaft beitrage und individuelle Handlungsräume schaffe. "Es zeugt von Weitblick", so Zehetmair, "dass die Hanns-Seidel-Stiftung beizeiten in den bildungspolitischen Dialog mit China eingetreten ist."
Neben den Bildungsämtern aller Provinzen und Bildungseinrichtungen aus ganz China waren die Vertreter chinesischer und deutscher Ministerien, die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und InWEnt geladen, aber auch deutsche Unternehmen, die im Bereich der beruflichen Bildung in China aktiv sind. Etwa 450 Personen nahmen an dieser Veranstaltung teil.
Weitere Schwerpunkte des ersten Konferenztages waren der Zusammenhang von beruflicher Bildung und gesellschaftlicher Entwicklung, die Rolle der Politik und der Unternehmen bei der Entwicklung der Berufsbildung sowie die Steigerung der Attraktivität und Qualität beruflicher Bildung.

- Besucher informieren sich über Projekte
An zweiten Tag der Veranstaltung kamen in vier parallelen Themenforen die Aspekte Kooperation von Schule und Betrieb, Unterrichtsreform, die Förderung der Lehrkräfte und die gesetzlichen Rahmenbedingungen beruflicher Bildung zur Sprache.
Zwar wurden auch die erzielten bildungspolitischen Erfolge in den Fachbeiträgen thematisiert, im Fokus standen jedoch die anstehenden Reformmaßnahmen zur notwendigen Weiterentwicklung der beruflichen Bildung. Ein Problem stellt nach Auffassung der chinesischen Bildungsexperten die ausgeprägte Heterogenität innerhalb des Berufsbildungssektors dar. Die Etablierung eines innovativen Schulmanagements sowie die Implementierung schulischer Monitoring- und Evaluierungssysteme sind hierbei unerlässlich für die qualitative Entwicklung des chinesischen Berufsbildungssystems.
Parallel zur Konferenz fand eine Ausstellung statt, in der sich die chinesischen und deutschen Partner mit ihren Projekten dem Fachpublikum präsentierten. Die Hanns-Seidel-Stiftung stellte Projekte im Bereich der beruflichen Bildung mit Schwerpunkt auf der Lehrerfortbildung vor und präsentierte Qualifizierungsmodelle in der höheren beruflichen Bildung. Ebenfalls abgebildet wurde der Bildungstransfers in die strukturschwache Regionen Westchinas und die Kooperation im Wissenschaftsbereich.

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