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Ecuador: Die langen Nächte des Sozialismus

Karte von Ecuador
Karte von Ecuador

Auf der Avenida de los Shyris, einer der Hauptstraβen im Norden der ecuadorianischen Hauptstadt Quito, befindet sich die Zentrale von „Alianza País“, der politischen Bewegung des amtierenden linkspopulistischen Präsidenten Rafael Correa.

Die Farbe Neon-Grün, Symbol der Bewegung, dominiert an der Hauswand und auch auf den Plakaten vor und an dem Gebäude. Noch dominanter wirkt nur das riesige Plakat von Correa selbst. Zu sehen ist sein – zugegeben recht fotogener – Kopf und eine „handgeschriebene“ Widmung an alle Bürger: „Du entscheidest zwischen der dunklen Vergangenheit und dieser wunderbaren Revolution in Demokratie – mit unendlicher Liebe, Rafael “.

Dazu passt auch gut, dass Correa bisher kaum eine Gelegenheit ausließ, um die letzten Jahrzehnte als „die lange Nacht des Neo-Liberalismus “ zu geiβeln, die er nun endlich beendet habe.

Zur Zeit gebraucht Correa diese Redewendung jedoch nicht so häufig. Und das aus gutem Grund: Denn der von ihm propagierte Sozialismus des 21. Jahrhunderts (von ihm euphemistisch gleichgesetzt mit der Worthülse „Revolución Cuidadana“) leuchtet derzeit nicht allzu hell. Um nicht zu sagen: zeitweise wird es sogar zappenduster.

Seit dem 4. November 2009 kommt es in Ecuador zu massiven Stromabschaltungen. Tageszeitungen und Radiosender bringen die täglichen „Stromvorhersagen". In der Regel ist man einmal täglich betroffen; arbeitet und lebt man jedoch an zwei verschiedenen Orten oder Stadtvierteln, dann kann es zuweilen auch vorkommen, dass man zweimal täglich für rund vier Stunden im Dunkeln sitzt.