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Institut für Internationale Zusammenarbeit
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Finanz- und Wirtschaftskrise in Entwicklungs- und Schwellenländern
Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank warnen vor einer humanitären Katastrophe. Die weltweite Wirtschaftskrise wird in den Entwicklungsländern mindestens 90 Millionen Menschen zusätzlich in extreme Armut treiben. In 94 von 116 Entwicklungs- und Schwellenländern ist das Wirtschaftswachstum teilweise dramatisch eingebrochen. Wie sich die Wirtschaftskrise auf diese Länder auswirkt wollen wir an ausgewählten Berichten der Auslandsmitarbeiter der Hanns-Seidel-Stiftung aufzeigen.
Die Entwicklungs- und Schwellenländer werden im laufenden Jahr eine durchschnittliche Wachstumsrate von 1,6 Prozent erzielen. Grund für den immer noch positiven Wert ist, dass China und Indien in der Statistik zur „Dritten Welt“ gezählt werden. Wegen des starken Bevölkerungswachstums in den beiden Ländern, ist das prognostizierte Wirtschaftswachstum von vier bis sechs Prozent jedoch zu niedrig, um in nennenswerter Zahl Menschen von der absoluten Armut zu befreien. Gleiches gilt für viele Entwicklungsländer, insbesondere in Asien und Afrika.
Die Situationsberichte der Auslandsmitarbeiter zeigen, dass die durchschnittliche Wachstumsrate die Realität nicht wirklich abbildet. In vielen Entwicklungsländern geht es nicht um zu niedrige Wachstumsraten, sondern um einen massiven Verlust an Wirtschaftsleistung. Der Einbruch des Marktpreises für Rohstoffe, die Kapitalflucht ausländischer Investoren, die Verknappung von Kapital auf Grund von gigantischen Konjunkturpaketen in den Industriestaaten und rückläufige Überweisungen von Arbeitsimmigranten an ihre Familien zu Hause sind nur einige der Schwierigkeiten, mit denen die Entwicklungsländer zu kämpfen haben. Die Weltbank geht davon aus, dass nur ein Viertel der stark verwundbaren Länder in der Lage sei, durch soziale Sicherung oder Arbeitsbeschaffungsprogramme die Folgen des Abschwungs zu dämpfen und ein Anschwellen der Armut zu verhindern. Die Erreichung der Millenniumsziele gerät zunehmend in große Gefahr.

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