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Referat V/5 Süd-/Südostasien
Hanns Bühler
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Indien und der G20-Gipfel in Pittsburgh
Vom 24. bis 25. September 2009 trafen sich in Pittsburgh die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, die G20. Es wurde viel diskutiert, jedoch ohne konkretes Ergebnis. Was diesen Gipfel allerdings von den vorangegangenen unterschied, war, dass er diesmal seinem eigentlichen Zweck näher kam: Die G20 hatten sich im Dezember 1999 zusammengeschlossen als Antwort auf die Finanzkrise der späten 1990er Jahre und dem Bewusstsein, dass die Schwellenländer allgemein nicht ausreichend im wirtschaftlichen Dialog vertreten seien. Beim diesjährigen Gipfel in Pittsburgh änderte sich dies definitiv.
Wie von den Industrieländern erwartet, war die noch andauernde Finanzkrise das Hauptthema des Gipfels. Daneben wurde zwar auch der Klimawandel diskutiert, dies jedoch nur am Rande und nicht mit rechten Ergebnissen, da Schwellenländer wie Indien, China und Brasilien jedwede Festlegung ablehnten. Bei diesem Punkt wurde die Schwäche der G20-Gipfels sichtbar: Es gibt weder Gesetze noch verbindliche Beschlüsse – was die jeweiligen Gipfel mehr zu einem Forum für große Rhetorik macht.
Daher konnten nach dem Gipfel auch einige Worte der Enttäuschung vernommen werden, denn die Erwartungen an Pittsburgh waren hoch gewesen: Experten wie Doug Parr, Chefwissenschaftler bei Greenpeace UK hatten gehofft, dass der Klimawandel auf der Agenda ganz oben stehe. Ebenso Andy Atkins, geschäftsführender Direktor von “Friends of the Earth“ hätte die negativen Auswirkungen des Klimawandels in Schwellenländern gerne im Zentrum der Diskussionen gesehen.

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