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Referat V/5 Süd-/Südostasien
Hanns Bühler
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Indonesien in der ökologischen Krise
Das Gebiet von Indonesien umfasst circa 2 Millionen qkm mit einer Bevölkerungszahl von 237 Millionen Einwohnern, für das Jahr 2025 wird mit einem Anstieg auf 274 Millionen gerechnet. Diese Bevölkerungsexplosion verbunden mit wirtschaftlicher Entwicklung verursacht erhebliche Umweltschäden durch rücksichtlose Ausbeutung der ökologischen Grundlagen. Nach Angaben des indonesischen Forstsministeriums sind von ca. 120 Millionen Hektar Waldgebieten bereits mehr als 50 Prozent erheblich geschädigt. Jedes Jahr werden durch illegale Abholzungen, Brandrodungen und Siedlungsausweitungen ca. 1,7 Millionen Hektar vernichtet. Indonesien ist damit das Land mit der höchsten Abholzungsrate in der Welt.
Weitere Umweltprobleme sind die sich zunehmend verschlechternde Luftqualität verursacht durch Emissionen in den Großstädten, sowie Waldbrände, die zu erheblichen Smogbelastungen auch in den Nachbarnländern führen. Trotz der Lage Indonesiens in den Tropen ist das Wasser bereits jetzt eine knappe Ressource. Augrund der starken Siedlungsdrucks und des Klimawandels sinkt der Grundwasserspiegel und die zunehmende Wasserverschmutzung macht eine Entnahme von Trink- und Brauchwasser unmöglich. Ein weiteres Problem ist die zunehmende Vermüllung, die nicht durch die geringe Anzahl von Deponien in den Griff zu bekommen ist. Das Aufkommen an Sondermüll betrug bereits im Jahr 2006 ungefähr 27 Millionen Tonnen ohne zufriedenstellende Entsorgungsmöglichkeiten.
Indonesien in der ökologischen Krise – Ein neues Umweltgesetz soll Abhilfe schaffen (50 KB)

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