Kontakt

Referat V/4 Lateinamerika
Christina Müller-Markus
Tel.: 089 1258-310 | Fax: -340
E-Mail: mueller-m@hss.de

Publikationen

Aktuelle Veranstaltungen

Dienstag, 22. Januar 2013

Krumbach

Profi mit Handy, Internet und Medienrecht

Dienstag, 22. Januar 2013

München

Eurokrise / Währungskrise

Dienstag, 22. Januar 2013

München, Konferenzzentrum

US Pivot towards Asia? Will Obama´s Second Term Bring New Developments?

Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

Meine HSS

Seite hinzufügen
löschen
 

Jugendliche Wähler in Ecuador

Die kleine Andenrepublik Ecuador hat im letzten Jahr in einem Referendum eine neue Verfassung akzeptiert, die 20. seit ihrer Unabhängigkeit. Eine der Änderungen – über die zuweilen auch in Deutschland mit viel Emotionalität gestritten wird – ist die Herabsetzung des Mindestalters für das aktive und passive Wahlrecht auf 16 Jahre.

Im Gegensatz zum Wahlrecht für ecuadorianische Staatsbürger ab dem 18. Lebensjahr ist die Teilnahme an einer Wahl aber nicht obligatorisch. Dies heißt, ein Fernbleiben von der Wahl zieht kein Bußgeld nach sich. Doch "Staatsbürgerkunde" ist im ecuadorianischen Schulsystem nicht vorgesehen, entsprechend schlecht sind die jungen Menschen über ihre staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten informiert.

Aus diesem Grund haben die Hanns-Seidel-Stiftung und die Fundación para la Integración y Desarrollo de América Latina (FIDAL) ein Pilotprojekt gestartet. Diese Stiftung der ehemaligen Bildungsministerin und Interims-Staatspräsidentin Rosalía Arteaga engagiert sich im Bildungssektor sehr stark.

In vier ausgewählten ecuadorianischen Städten werden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen "Colegios", den weiterführenden Schulen vor Ort, Seminare zur Staatsbürgerkunde für Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren durchgeführt. Das erste Seminar dieser Art fand am 2. September 2009 in der Universität Cátilica in der Hafenstadt Guayaquil statt.

Etwa 200 Schüler informierten sich mit ihren Lehrern und Rektoren über Themen wie "Was ist eine Demokratie und wie funktioniert sie?", "Was ist eine Bürgergesellschaft?" und "Wie laufen demokratische Wahlen ab?". Der Unterricht beschränkt sich auf rein technische und historisch-philosophische Aspekte, um eine politischen Einflussnahme durch die Dozenten auf jeden Fall zu vermeiden.

Mit der Seminarreihe und den weiterführenden schriftlichen Informationen soll es auch den begleitenden Lehrern ermöglicht werden, sich in die Thematik einzuarbeiten, denn in Staatsbürgerkunde ausgebildete Lehrer gibt es bisher kaum.

Bis November 2009 soll die Pilotreihe abgeschlossen sein. Aus den gewonnenen Erkenntnissen soll dann über eine mögliche Fortsetzung des Projektansatzes entschieden werden.

undefined Unsere Arbeit in Ecuador