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Politischer Islam als ein Faktor der EU-Außenbeziehungen

Reinhard Bettzuege, Hans-Gert Pöttering, Hanns Bühler, Alaya Allani
Michael Köhler, Roland Freudenstein, Merete Bilde
Konferenzteilnehmer

Seit dem 11. September 2001 wird verstärkt auf eine präventive Dialogstrategie als Alternative zu konfrontativen Ansätzen bei der Gestaltung der Beziehungen zwischen Europa und der islamischen Welt gesetzt. In zahlreichen EU-Strategiepapieren wird der Dialog mit moderaten Islamisten, die sich zur Gewaltfreiheit bekennen, gefordert. Im Mittelpunkt früherer Überlegungen stand die Frage, ob es angemessen sei, mit Reformbewegungen Gespräche zu führen. Aus dem Ob ist ein Wie geworden. Die Notwendigkeit eines umfassenden Dialogs mit politischen Bewegungen des islamischen Raums wird heute von niemandem bestritten. Gleichwohl fehlt es bislang an einer einheitlichen europäischen Strategie im Umgang mit pragmatischen Islamisten.

Zum Thema "Der Politische Islam als ein Faktor der EU-Außenbeziehungen" veranstaltete die Verbindungsstelle Brüssel der Hanns-Seidel-Stiftung am 16. November 2009 eine Konferenz, an der knapp 100 Vertreter europäischer Institutionen und Organisationen teilnahmen. Leitfragen der Veranstaltung waren die Prinzipien des Dialogs mit Islamisten, die praktische Realisierung der Gesprächsforen sowie die Schwierigkeiten und Grenzen des Dialogs. Das Podium war besetzt mit Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, MdEP, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Reinhard Bettzuege, deutscher Botschafter im Königreich Belgien, Merete Bilde, persönliche Beraterin des Hohen Vertreters für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik in Fragen des politischen Islam, Dr. Michael Köhler, Kabinettschef und Mitglied der Arbeitsgruppe Politischer Islam in der Europäischen Kommission, sowie Prof. Dr. Alaya Allani, Islamismusexperte an der Universität Tunesien.

Heute erstreckt sich der Islam von Indonesien nach Marokko und von Kasachstan bis zum Senegal. Seit Jahren beobachtet der Westen irritiert den Vormarsch der dynamisch auftretenden Religion. Untersuchungen und Recherchen in Europa ebenso wie im Mittleren-Osten und den nordafrikanischen Ländern brachten zu Tage, dass der politische Islam keine fixe Ideologie mit klar identifizierbaren Werten und Zielen sei, sondern eher ein fließendes Phänomen, das eine Anzahl von Bewegungen mit unterschiedlichen Philosophien, Prinzipen und Agenden umfasse.