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Wasser als Politikum

„Israel vertrocknet“! Seit Monaten weist die staatliche Wassergesellschaft landesweit darauf hin, dass das Wasser knapp wird. Während jedoch alle Haushalte in Israel trotz der Wasserkrise (noch) mit sauberem Wasser versorgt werden, ist die Wasserversorgung der Palästinenser oft unzureichend - sowohl was Menge als auch was Qualität des Wassers betrifft. Im Sommer können einige Städte manche Bezirke nur stundenweise oder nur wenige Tage pro Woche mit Wasser versorgen. Im Gazastreifen ist die Lage derzeit noch katastrophaler: Nur 5 bis 10 Prozent des Wassers sind sauber und trinkbar.

"Ich beginne mit einer trockenen Tatsache: Es gibt kein Wasser!" Mit diesen Worten eröffnete Usi Landau, Israels Infrastrukturminister, am 7. April 2009 eine Pressekonferenz der Wasserbehörde in Tel Aviv. Diese stellte dort ihre neue Kampagne zum Wassersparen vor und kündigte hohe Gebühren bei Wasserverschwendung an.

Am 8. Juli 2009 wurde die neue "Trockenheitssteuer", für übermäßige Wassernutzung durch das Finanzkomitee der Knesset bestätigt. Das Gesetz ist am 16. Juli in Kraft getreten.

Bei der gegenwärtigen Wassergewinnung ist einer zwei- bis vierköpfigen Familie der Verbrauch von 16 Kubikmetern Wasser pro Monat bis zum November 2009 zum normalen Preis von 7,80 NIS (= ca. 1,40 Euro) bewilligt. Ab 2010 wird die Menge auf 12 Kubikmeter für eine zweiköpfige Familie absinken, auf 15 Kubikmeter für eine dreiköpfige Familie. Jede weitere Person pro Haushalt erhält zusätzlich 5 Kubikmeter pro Monat. Jeder über das festgesetzte Maß zusätzlich verbrauchte Kubikmeter kostet 20 NIS (ca. 3,60 Euro).

Langfristig ist nur durch Wassersparmaßnahmen und drastische Einschränkungen der Wasserzuteilung für die Landwirtschaft ein verantwortlicher Umgang mit dem knappen Gut zu erreichen. Bisherige Versuche, die Bevölkerung zu einem sparsameren Umgang mit Wasser zu bewegen, waren nicht sehr erfolgreich.

Und, bei der künftigen Regelung der Wasserrechte zwischen Israel und einem palästinensischen Staat wird sehr viel Fingerspitzengefühl nötig sein, wenn ein Friedensabkommen dauerhaft sein soll.