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Die neue Afghanistan-Strategie aus pakistanischer Sicht

Karte von Pakistan

Der Analyse und Bewertung der Afghanistan-Konferenz in London am 28. Januar 2010 wird in Pakistan wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Als nunmehr sechste große internationale Geberkonferenz in acht Jahren und als dritte US-amerikanische Ankündigung einer neuen Strategie binnen eines Jahres erscheinen Afghanistan-Konferenzen als inflationär und der angekündigte Strategiewechsel als wenig neu. Sowohl die Aufstockung der Truppen der internationalen Staatengemeinschaft (“military surge”) als auch die Ankündigung eines politischen Dialogs mit den aufständischen Talibankräften (“Verhandlungslösung”) wurden bereits im Laufe des vergangenen Jahres wiederholt thematisiert und stellen aus pakistanischer Sicht keine Neuerung dar, deren Verkündigung einer weiteren internationalen Afghanistan-Konferenz bedurft hätte. Vielmehr gelten das Debakel bei den jüngsten afghanischen Präsidentschaftswahlen, der schwindende öffentliche Rückhalt des Afghanistaneinsatz in den USA und in nahezu allen am ISAF-Einsatz beteiligten Nationen und die daraus resultierende Notwendigkeit der Einigung auf eine zeitlich überschaubare Exit-Strategie als eigentliche Auslöser der vorwiegend als Medienspektakel und "fund-raising event" wahrgenommenen London-Konferenz.

Der Bericht zum Download (48 KB)

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