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Flutkatastrophe in Pakistan

Der Monsun hat in Pakistan in diesem Jahr relativ spät eingesetzt, seine Auswirkungen werden jedoch  jahrelang zu spüren sein. Pakistan sieht sich mit der schwersten Naturkatastrophe seit Menschengedenken konfrontiert. Schätzungen gehen davon aus, dass rund 14 Millionen Menschen – etwa 8 Prozent der Gesamtbevölkerung – betroffen sind. Mehr als 3.000 Menschen sind ums Leben gekommen und rund zwei Millionen Menschen sind obdachlos. Weitere acht Millionen Menschen sind indirekt und mittel- oder langfristig von den Überschwemmungen betroffen. Der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, John Holmes, bezifferte die Summe der benötigten Soforthilfe auf rund 460 Mio. US$. Auch die deutsche Bundesregierung sicherte Hilfszahlungen im Umfang von 25 Mio. Euro zu. Trotzdem mahnen die Vereinten Nationen, dass damit keinesfalls sämtliche Schäden der Flutkatastrophe abgedeckt seien. Es ist weiterhin unklar, welches Ausmaß die Katastrophe tatsächlich hat.

Beginnend mit normalen Niederschlägen für diese Region entwickelte sich Ende Juli 2010 eine Naturkatastrophe von gewaltigem Ausmaß. Die bisherigen Einschätzungen gehen davon aus, dass die Unwetter und anschließenden Überschwemmungen das Ausmaß des Erdbebens in Pakistan 2005 bei weitem übersteigen werden. Seit Beginn der Regenfälle sind mehr als vier Wochen vergangen, dennoch kommt Katastrophenhilfe noch immer nicht überall an. Dies ist einerseits bedingt durch die unvorstellbare Größe des von der Überflutung betroffenen Gebietes und der Unzugänglichkeit weitreichender Landstriche aufgrund völlig zerstörter Infrastruktur, andererseits aber auch durch fehlende Kapazitäten an Helfern, Medikamenten und Nahrungsmitteln. Rechnerisch steht ein Drittel des gesamten Landes unter Wasser.

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